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Was ist High Intensity Training (HIT)?

Das bereits in den 70er Jahren von dem Amerikaner Arthur Jones entwickelte sogenannte High Intensity Training erobert gegenwärtig als neue Workout-Variante nicht nur das Reich ambitionierter Bodybuilder und Fitnessenthusiasten, sondern auch den Kreis derjenigen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich ihre überflüssigen Pfunde loszuwerden.

High Intensity Training

High Intensity Training ©iStockphoto/stokkete

Doch inwiefern bietet das High Intensity Training, kurz auch HIT genannt, dahingehend tatsächlich die geeignete Lösung? Und was versteht man eigentlich genau unter dieser aus dem Englischen stammenden Bezeichnung? Welche Dinge sind bei dieser innovativen Form des Workouts zu beachten, um einen Erfolg der Abnehmbemühungen zu garantieren?

Informationen rund um das Stichwort High Intensity Training

Beschäftigt man sich etwas eingehender mit dem hier im Mittelpunkt stehenden neuen Trend-Workout High Intensity Training, so wird schnell deutlich, dass es sich dabei offenbar um eine Trainingsoption handelt, die perfekt auf die Bedürfnisse der modernen Leistungsgesellschaft zugeschnitten ist. Denn wie der Name bereits sagt, handelt es sich hier um ein Workout, welches sich im Vergleich zu klassischen und moderaten Varianten vor allem aufgrund der hohen Intensität auszeichnet. Diese führt im Idealfall zu rasanten Ergebnissen, welche sich unter anderem in der Steigerung der persönlichen körperlichen Leistungsfähigkeit, dem Aufbau der Muskulatur sowie einer optimalen Proportionierung des Körpers äußern. Ein weiterer Pluspunkt besteht darin, dass diese Veränderungen bei geringstmöglichem Zeitaufwand vonstattengehen.

Vorbei sind somit die Zeiten, da man sich täglich mehr schlecht als recht durch ein mittelmäßiges und wenig effektives Workout-Programm quälen musste. Denn mit der High Intensity-Methode werden die individuellen Ziele in einem Bruchteil der ursprünglich notwendigen Zeit erreicht. Dass diese Tatsache allein bereits ausreichend Motivation für die Fortsetzung eines regelmäßigen Körpertrainingsprogrammes schafft, lässt sich leicht nachvollziehen.

Doch woraus setzt sich das High Intensity Training nun eigentlich im Einzelnen zusammen?

Zu den elementaren Bausteinen zählen das hochintensive Ausdauer- sowie Muskeltraining. Diese Kombination hat sich als besonders wirkungsvoll bewährt, da zugleich an der Ankurbelung des Stoffwechsels, der Stärkung von Herz und Kreislauf sowie dem Aufbau einer straffen Muskulatur gearbeitet wird. Dabei hängen die Intensität des Workouts sowie die damit unmittelbar verbundenen Resultate von der Kondition sowie Ambition der Trainierenden ab. Die Erfahrung bestätigt die Annahme, dass man bei höherem Aufwand auch schnellere Erfolge erzielt.

Erfolgreich Abnehmen mit dem High Intensity Training

Wer schon lange nach einer Methode sucht, mit der ein sichtbarer Gewichtsverlust allein durch körperliche Bewegung erreicht werden kann, der liegt mit der Entscheidung für das High Intensity Training genau richtig. Denn Experten zufolge handelt es sich hierbei tatsächlich um einen der seltenen Wege, den Traum von einem schlanken und wohlgeformten Körper zu realisieren, ohne sich dabei konkret an eine der zahlreichen Diäten halten zu müssen. Dabei berufen sich die Fachleute vor allem auf die Tatsache, dass eine Gewichtsabnahme immer dann möglich ist, wenn der Verbrauch an Kalorien höher ist als die Aufnahme.
Mit etwas Anstrengung und Überwindung können selbst Anfänger/-innen ihren Nutzen aus der HIT-Methode ziehen. In der Regel reichen bereits 33 Minuten Ausdauertraining und 18 Minuten Muskeltraining zweimal wöchentlich, um sich schon bald in einer formvollendeten Bikini-Figur am Strand zeigen zu können.
In diesem Zusammenhang ist darauf zu verweisen, dass sich die vor allem bei weiblichen Neulingen auf dem Gebiet der HIT-Fitnessvariante aufkommende Sorge als unbegründet erweist, am Ende mit ausgesprochen unästhetischen Muskelpaketen dazustehen. Eine derart unerwünschte Entwicklung wird allein aufgrund der Tatsache ausgeschlossen, dass es sich beim HIT nicht um ein einseitiges Workout handelt. Vielmehr werden bei dieser Trainingsvariante alle Muskeln gleichermaßen beansprucht, so dass eine optimale Körperformung gewährleistet ist.

Der im Vergleich zum herkömmlichen Krafttraining höhere Gewichtsverlust ist darauf zurückzuführen, dass beim HIT mehr Fettgewebe abgebaut und Muskelmasse aufgebaut wird.

Hinweise und Tipps für ein optimales Workout mit HIT

Zu den grundlegenden Aspekten, die es beim High Intensity Training zu beachten gilt, zählt die ideale zeitliche Kombination der verschiedenen Programmelemente. Ein absolutes Muss sind beispielsweise regelmäßige Pausen, welche der Muskulatur sowohl ausreichend Raum zur Regeneration als auch zum Aufbau bieten. Entsprechend empfiehlt es sich, nach jedem Muskel-Training einen Tag zu pausieren. Sollte sich Muskelkater bemerkbar machen, so ist es ratsam, einen weiteren Tag der Ruhe anzuhängen. Abgesehen davon sollte man nach jedem Monat des HIT-Workouts eine trainingsfreie Woche einplanen.

Im Einzelnen setzt sich das HIT-Workout aus einer Aufwärmzeit von bis zu zehn Minuten auf dem Rudergerät oder Laufband sowie der Haupttrainingsphase zusammen. In Letzterer sollte jeder einzelne Muskel bis zur Erschöpfung trainiert werden. Am Ende eines jeden Workouts empfiehlt es sich, zur Entspannung der Muskulatur noch etwa zehn Minuten auf dem Ergometer zu verbringen.

Vorsicht ist geboten bei mangelnder Trainingserfahrung oder Übergewicht.

Grundsätzlich ist es ratsam, den eigenen Gesundheitszustand vor Beginn eines derartig intensiven Programmes vom Hausarzt abklären zu lassen und eventuelle Empfehlungen für ein optimales Training einzuholen. Wer unter hohem Blutdruck leidet und medikamentös behandelt wird, sollte aufgrund der hohen Anforderungen und der damit verbundenen Risiken auf das High Intensity Training verzichten und sich stattdessen für ein eher moderates Workout-Programm entscheiden.
Dass das HIT eine sehr hohe Belastung für Sehnen und Gelenke darstellt, ist ebenfalls unbestritten. Entsprechend sollten es diejenigen, die hier ihre Schwachstellen sehen, besonders langsam und behutsam angehen lassen oder gleich eine andere Trainingsart wählen. Und zu guter Letzt ist ein ideales High Intensity Training natürlich nur in Zusammenhang mit regelmäßiger körperlicher Bewegung zu sehen. Denn wer sich ausschließlich auf die zweimal wöchentlich abgeleisteten Trainingseinheiten von jeweils 30 oder 40 Minuten verlässt und sich sonst buchstäblich ‚auf die faule Haut legt‘, der wird kaum in den Genuss der Vorzüge, die das HIT unter anderem in Form einer drastischen Steigerung von Gesundheit und Fitness mit sich bringt, kommen. Das Geheimrezept lautet hier High Intensity Training in Kombination mit einem Höchstmaß an zusätzlicher Bewegung. Dies lässt sich oftmals bereits erreichen, indem man das Auto im Alltag weitestgehend in der Garage stehen lässt und kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt.

HIT als Wundermittel bei Gewichtsproblemen? – Ein Fazit

Zwar mag es für viele Betroffene, die bereits über einen langen Zeitraum erfolglos die unterschiedlichsten Diäten ausprobiert haben, an ein Wunder grenzen, dass ihr Wunsch nach einer effektiven Gewichtsabnahme offenbar auch ohne einen Verzicht auf ihre Lieblingsspeisen möglich ist. Jedoch ist an dieser Stelle auf die ausschlaggebende Rolle hinzuweisen, die eine ausgewogene Ernährung für Gesundheit und Wohlbefinden spielt.

Berücksichtigt man zudem die Tatsache, dass das High Intensity Training dem menschlichen Organismus in einem relativ kurzen Zeitraum ein Höchstmaß an Energie abverlangt, so erscheint es nur logisch, dass hinsichtlich des individuellen Nährstoffhaushaltes eine gesunde Basis geschaffen werden muss. Und dieses erfolgt wiederum in erster Linie in Form einer gesunden Kost, die sich vornehmlich aus Vollkornprodukten sowie frischem Obst und Gemüse zusammensetzt.

Behält man wiederum ungesunde Ernährungs- und Lebensgewohnheiten bei, so ist es absehbar, dass das Hight Intensity Training langfristig zum Scheitern verurteilt ist. Denn wer sich beispielsweise weiterhin überwiegend von öl- und zuckerhaltigen Speisen ernährt, zusätzlich regelmäßig Alkohol konsumiert und seinen Körper durch Rauchen, übermäßigen Stress und Schlafentzug zusätzlichen Belastungen aussetzt, wird das High Intensity Training rein kräftemäßig nicht durchhalten können. Anhaltender Erfolg ist also nur bei einer ausgewogenen Mischung aus einem gesunden Lebensstil und einem effektiven Workout garantiert. Sind jedoch dahingehend die notwendigen Voraussetzungen gegeben, so hat sich das High Intensity Training tatsächlich als ausgesprochen wirkungsvolle Methode bewährt, in einem relativ kurzen Zeitraum die persönlichen Traummaße zu erreichen. Ein weiterer Vorzug des HIT besteht zudem darin, dass die Methode keiner großen Vorbereitung oder zusätzlicher Ausrüstung abgesehen von der im Fitnessstudio verfügbaren Geräte bedarf und somit auch ideal für Einsteigerinnen und Einsteiger geeignet ist.

Kritiker warnen hier jedoch vor einer Fehlinterpretation. So sollten Einsteiger bei dieser neuen Form des Workouts nicht mit Anfängern auf dem Gebiet des Körpertrainings verwechselt werden. Denn für Letztere, sprich für Menschen ohne Workout-Erfahrung, ist das kräftezehrende High Intensity Training denkbar ungeeignet. Ähnliches gilt für Leistungssportler/-innen, bei denen diese intensive Form des Workouts zu Übermüdung und Entkräftung führen kann.

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