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Low Carb – Ein Diät-Portrait

Promis wie Angelina Jolie, Julia Roberts oder Heidi Klum machen es vor: Low Carb heißt der neue Trend für schlanke Kurven und beste Diäterfolge. Aber was genau ist Low Carb eigentlich und wie funktioniert es? Wir stellen Ihnen diese effektive Ernährungsform für Ihren Abnehmerfolg jetzt vor!

Low Carb – Eine kleine Einführung

Low Carb ist die Langform von Low Carbohydrates und bedeutet übersetzt so viel wie „wenig Kohlenhydrate“. Damit zeigt es auch schon den Fokus dieser Ernährungsweise auf: Ziel ist es, den Anteil der Kohlenhydrate in der Nahrung so weit zu reduzieren, dass ein Abnehmeffekt entsteht.
Dabei ist Low Carb keine kurzfristige Diät, sondern eher eine langfristige Ernährungsumstellung mit festen Regeln. Daher gibt es für die Low-Carb-Küche natürlich auch spezielle Rezepte.

Low Carb – Eine kurze Geschichte

Obwohl es erst in den letzten Jahren wirklich bekannt geworden ist, ist das Low-Carb-Konzept nicht neu. Zum ersten Mal erwähnt und systematisch verschriftlicht hat es der englische Bestattungsunternehmer William Banting (1797 – 1878). Banting litt unter Übergewicht und bekam von seinem Arzt eine Diät verordnet, die Fleischkonsum favorisierte und so die Kohlenhydrate strikt limitierte. Seine Erfahrungen und Erkenntnisse sowie die Systematik der Diät hielt er in seinem „Letter on Corpulence“ („Aufsatz über Fettleibigkeit“) fest. Banting verlor mit dieser Diät nach seinen Angaben 23 Kilo innerhalb eines Jahres.

Der schlesische Arzt Wilhelm Ebstein (1836 – 1912) sprach sich ebenfalls für eine fleisch- und fettlastige Diät aus. Auch der Zeitgenosse von Ebstein und Banting, der französische Ernährungswissenschaftler Jean Anthelme Brillat-Savarin, befasste sich mit der Wirkung der Nährstoffe auf die Gewichtsentwicklung. Er kam zu dem Schluss, dass Kohlenhydrate eine Gewichtszunahme förderten und unterstützte somit die diätischen Erkenntnisse seiner Zeitgenossen.

Zu einem weiteren Publikum fand das Low-Carb-Prinzip aber erst in den 1970ern, als es mit der Atkins-Diät seinen ersten Siegeszug feierte. Der amerikanische Arzt Robert Atkins stützte sich bei der Entwicklung seiner Diät auf Erkenntnisse der 50er Jahre, aus denen er eine deutlich fleischlastige Ernährung zur Gewichtsreduktion ableitete. Die Atkins-Diät ist also eine Spezialform des Low Carb.

Low Carb Gericht

Low Carb Gericht ©iStockphoto/olgna

Der Weg von Low Carb nach Deutschland

Die Atkins-Diät ebnete dem Low-Carb-Prinzip in den USA den Weg an die Spitze der beliebtesten Diäten. Daher gibt es dort schon länger eine ganze Industrie, die sich auf Low Carb spezialisiert haben. Hieß das Credo vorher Low Fat, drängen sich jetzt Low-Carb-Produkte in den Regalen und warten auf abnehmwillige Kunden.

Um das Jahr 2004 erreichte die Popularität des Low Carb in Amerika seinen Höhepunkt und die Welle schwappte wie viele beliebte Trends der USA nach Europa und damit auch nach Deutschland herüber. Hier ist es seit einigen Jahren ebenfalls zum festen Bestandteil der Ernährungslandschaft geworden. Dominieren hierzulande immer noch „Light“ und „fettarm“ die Regale, sind inzwischen doch auch zunehmend spezielle Low-Carb-Produkte in den Läden erhältlich.

Der Wechsel zur Low-Carb-Ernährung

Low Carb heißt heute nicht mehr nur Fleisch und Fett wie bei Atkins. Low Carb bedeutet ganz allgemein eine Reduktion der Kohlenhydrate. Damit verschiebt sich die Ernährung natürlich hin zu Fleisch, aber auch zu Fisch und Gemüse.

Wie gesund diese Ernährung im Einzelnen ist, richtet sich nach der Verteilung der verzehrten Lebensmittel. Kritiker sagen dem Low Carb jedoch generell eine Tendenz nach, Herzerkrankungen und Gefäßveränderungen zu fördern. Daher ist es nie falsch, einen Arzt für die Ernährungsumstellung zu konsultieren und auch die Blutwerte ab und zu kontrollieren zu lassen.


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