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Low Carb – Die verbotenen Lebensmittel

Alles, was Kohlenhydrate enthält, fliegt vom Speisezettel. Oder doch nicht? Das ist der feine Unterschied von Low Carb zu No Carb. Beim Low Carb dürfen Sie immer noch einige Kohlenhydrate zu sich nehmen. Herauszufinden, welche und wie viele, ist hier die Kunst. Wir beleuchten die verschiedenen Lebensmittel und ihren Kohlenhydratgehalt. Entdecken Sie jetzt, was Sie während Ihrer Low Carb Diät besser nicht essen.

Zucker und Weißmehl – Das No-Go

Ziel des Low Carb Prinzips ist, dass vor allem kurzkettige Kohlenhydrate weitgehend vom Speiseplan verschwinden. Kurzkettige Kohlenhydrate stecken in allem, was Haushaltszucker enthält und in Weißmehlspeisen. Sie müssen sich bei dieser Diätform also von geliebten Leckereien wie Keksen, Schokolade und anderen süßen Gebäck verabschieden. Das fällt vor allem Menschen schwer, die viel und gern Süßes essen. Jedoch lohnt sich der Verzicht und Sie werden den Effekt sehr bald merken. Mit Low Carb werden Sie aber auch entdecken, wo noch überall Zucker versteckt ist. Während es bei Softdrinks wie Cola noch bekannt ist, machen sich viele Diätwillige etwa bei Milchprodukten kaum Gedanken. Hier ist es in der Regel auch weniger der Milchzucker – zu dem wir noch kommen – als vielmehr der Gehalt an Haushaltszucker etwa in Fruchtjoghurts. Auch Ketchup und diverse industriell hergestellte Dips und Soßen können eine nicht unerhebliche Menge Zucker enthalten. Schauen Sie also immer auf die Liste der Zutaten. Mitunter versteckt sich Zucker auch in Lebensmitteln, in denen Sie ihn kaum vermutet hätten.

Auch Weißmehl ist in industriellen Produkten weit verbreitet. Es ist das Mehl der Wahl in der westlichen Zivilisation und wird in vielen Teigprodukten verarbeitet. So sind etwa Nudeln oder Pizzaböden aus Weißmehl. Fast jedes konventionelle Gebäck wird daraus hergestellt vom Toastbrot bis zum Teigmantel von Schnitzel oder Fisch. Deshalb lohnt es sich hier, genauer hinzuschauen und das eine oder andere Fertiggericht vom Speiseplan zu streichen. Kochen Sie es lieber nach und ersetzen Sie das Weißmehl durch Vollkornmehl.

Prinzipiell lassen sich viele – wenn auch nicht alle – Lebensmittel mit oder aus Weißmehl auch mit oder aus Vollkornmehl herstellen. Sie werden merken, wie dies den Geschmack verändert, aber auch die Sättigung und das Verhalten des Mehls beim Kochen oder Backen

Vollkornmehl – Selten, aber gut

Im Gegensatz zum Weißmehl findet Vollkornmehl einen Platz in der Low Carb Diät. Allerdings sollten Sie natürlich auch den Konsum von Gerichten mit Vollkornmehl deutlich einschränken. Sie dienen eher als gelegentliche Ergänzung des Speiseplans und liefern wertvolle Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe. Im Gegensatz zu Weißmehl sind die Kohlenhydrate beim Vollkornmehl komplexer. Das bedeutet auch, dass sie länger brauchen, bis sie aufgeschlossen wurden. Daher steigt der Blutzuckerspiegel nicht so schnell und stark an. Es kommt also auch zu keinen massiven Insulinauschüttungen und den daraus folgenden Heißhungerattacken. Außerdem enthält Vollkornmehl auf 100g deutlich weniger Kohlenhydrate als die vergleichbare Menge Weißmehl. Sie sparen also auch mit Vollkronmehl wieder Kohlenhydrate im Verglich zu Weißmehl.

Zucker

Zucker ©iStockphoto/Homiel


Reis, Mais und Kartoffeln – Was geht, was geht nicht?

Reis, Mais und Kartoffeln sind ähnlich wie Getreide ebenfalls überwiegend kohlenhydrathaltig und damit seltene Gäste auf dem Speiseplan in einer Low Carb Diät. Greifen Sie bei Reis zu ungeschältem Korn oder gleich zum Vollkornreis. So können auch diese Kohlenhydratquellen Ihren Speiseplan ab und zu in kleinen Mengen bereichern. Als gewohnte Beilage, Mehl zum Backen oder als Korn in den Salat verschwinden sie jedoch von Ihrem Speisezettel. In diesen Mengen machen sie den Effekt der Diät zunichte. Deshalb müssen Sie sich von Anfang an umgewöhnen und neue Beilagen oder Zutaten finden.

Vitamine versus Kohlenhydrate

Auch Obst enthält mit Fruktose einfache Kohlenhydrate. Deshalb ist es im Low Carb Speiseplan ein kritisches Lebensmittel. Der Zuckergehalt der einzelnen Obstsorten schwankt jedoch erheblich. Kiwis haben beispielsweise weniger Zucker als Süßkirschen. Daher können Sie sich als Daumenregel für Ihre Diät merken: Je süßer ein Obst ist, desto seltener sollten Sie es essen. Ganz streichen müssen und sollten Sie es jedoch nicht. Mit Obst nehmen Sie nämlich nicht nur Kohlenhydrate auf sondern auch viele Vitamine und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Hier geht es also schlicht um Ihre Gesundheit. Mit einer vielseitigen Ernährung, die ab und zu auch das eine oder andere Stück Obst enthält, stellen Sie sicher, dass die Diät keine Mangelerscheinungen zur Folge hat.

Die Sache mit dem Milchzucker

Milchzucker, die sogenannte Lactose, ist ein Zweifachzucker, der in allen Milchprodukten enthalten ist. Besonders reich daran sind Milchpulver und Kondensmilch. Diese sollten Sie also beim Low Carb meiden. Besonders arm an Milchzucker sind alle Produkte, bei denen die Molke schon abgeschieden wurde.

Da Milchzucker zum einen eher langsam verarbeitet wird, also keine Heißhungerattacken produziert, und zum anderen in eher geringen Mengen enthalten ist, müssen Sie nicht auf Milchprodukte verzichten. Sie können also ruhig einmal zu Käse, Quark oder (Natur)Joghurt greifen.

Verbotene Lebensmittel – Ein Fazit

Sie sehen, es sind je nach Ihren bisherigen Ernährungsgewohnheiten gar nicht so viele Dinge, die während der Low Carb Phase völlig wegfallen (sollten). Quellen langkettiger Kohlenhydrate können Sie in Maßen ebenso verzehren wie Obst und Milchprodukte. Auch wenn sich in Ihrem Speiseplan mit Low Carb einiges verschieben wird, so wird er doch nicht ärmer. Sie streichen lediglich die schlechten Lebensmittel und setzen dafür neue auf den Einkaufszettel. So wird Ihnen das Kochen mit dieser Diät nie langweilig und Sie können sich bald über die ersten Erfolge freuen.