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Low Carb – 5 Fehler, die Sie vermeiden sollten

Mit Low Carb haben Sie sich für eine langfristige Ernährungsumstellung und eine eher komplexe Diät entschieden. Die Belohnung liegt in ihrer Effektivität. Damit Sie aber auch wirklich mit Low Carb abnehmen, sollten Sie die nachfolgenden Fallen vermeiden. Lernen Sie jetzt die Fehler kennen, die Ihren Diäterfolg nachhaltig torpedieren können.

1. Sie wissen zu wenig über Lebensmittel und ihre Inhaltsstoffe

Wer Kohlenhydrate meiden möchte, sollte erst einmal wissen, worin sie enthalten und welcher Art sie sind. Auch müssen Sie wissen, welches Lebensmittel welche Menge an Kohlenhydraten enthält, um das erlaubte tägliche Limit nicht zu überschreiten. Das setzt deutlich mehr Wissen voraus als beispielsweise eine Formula-Diät, Weight Watchers oder eine Brigitte-Diät.

Beschäftigen Sie sich also zuerst mit den Lebensmitteln, die aktuell auf Ihrem Speiseplan stehen. Das gibt Ihnen einen Status quo, wie viele Kohlenhydrate Sie aktuell im Durchschnitt essen.

Wenn Sie jetzt die großen Kohlenhydratquellen streichen, schrumpft Ihr Speiseplan wahrscheinlich erstmal gehörig zusammen. Damit er wieder variabler wird, sollten Sie sich im zweiten Schritt auch mit Lebensmitteln beschäftigen, die Sie bisher kaum oder gar nicht gegessen haben. Erkunden Sie beispielsweise auch exotisches Gemüse und Fleisch. So bereichern Sie Ihren Speiseplan gezielt, sodass die Low Carb Diät nicht langweilig wird.

Wenn Sie sich belesen, wird dies anfangs sehr viel Input sein. Sie werden jedoch feststellen, dass Sie mit den Grundlagen neue Informationen viel schneller und einfacher verstehen. Es bleibt also nicht so mühsam, wie es manchem Neuling erscheint.

2. Chaostheorie statt Planung

Nicht wenige Menschen leben und essen sehr spontan. Es wird eingekauft, worauf man Hunger hat. Nudeln und Co. halten sich lange und liegen dann bei vielen auch auf Vorrat. Das fördert alte Ernährungsgewohnheiten und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Kohlenhydratsünden erheblich.

Da Low Carb viel mit frischen Lebensmitteln wie Gemüse und Fleisch oder Fisch arbeitet, müssen Sie schon etwas genauer planen, damit das Eingekaufte nicht verdirbt.

Zudem hilft Ihnen die Vorausplanung auch in der Phase der Ernährungsumstellung. Wer sich Pläne für den Tag, die Woche und den Monat schreibt, kann die schrittweise Umstellung sehr genau festlegen. Die Notizen helfen Ihnen dann, auch genau in Ihrem Plan zu bleiben. Sie sind quasi Ihr Guide in eine kohlenhydratarme Ernährung hinein.
Schreiben Sie sich in einen solchen Plan zum einen, welche Lebensmittel wegfallen, zum anderen aber auch, welche Sie neu in Ihren Ernährungsplan aufnehmen wollen. Wenn Sie das festgelegt haben, können Sie in Rezepten schmökern und sich die raussuchen, die mit den Lebensmitteln Ihres Planes zubereitet werden können und auf die Sie auch Lust haben.
Eine gute Planung ist noch aus einem anderen Grund wichtig. Sie hilft Ihnen gegen den inneren Schweinehund, wenn Sie am Anfang der Diät eventuell noch Heißhungerattacken auf Kohlenhydrate bekommen, bis sich Ihr Körper umgestellt hat.

Schieben Sie also die Chaostheorie bei der Ernährung beiseite und machen Sie sich einen Plan, bis Ihnen die neue Ernährung ganz in Fleisch und Blut übergangen und so selbstverständlich ist, als hätten Sie nie anders gegessen.

Fünf

Fünf ©iStockphoto/sokolovsky

3. Der Schweinehund gewinnt

Low Carb stellt für so manchen einen größeren Einschnitt dar, als er oder sie gedacht hat. Deshalb kommt es vor allem in der ersten Zeit der Umstellung doch ab und zu zu kleinen Rückfällen und Kohlenhydratsünden. Das ist für einige der Anlass, ganz aufzugeben und die Diät abzubrechen. Machen Sie sich bewusst, dass auch solche Rückfälle zur Umstellung gehören. Nach einer Sünde sollten Sie also weiter an Ihrer Ernährungsumstellung feilen, auch wenn es nicht die erste oder zweite Sünde dieser Art ist. Mitunter dauert es etwas, bis Sie die Low Carb Diät gefunden haben, die zu Ihrem Alltag, Ihrem Gaumen und Ihren bisherigen Gewohnheiten passt.
Für den Einen oder Anderen noch größer als der Ernährungsschweinehund ist der sportliche Schweinehund. Sport ist jedoch ein essentieller Bestandteil der Diät. Suchen Sie sich also am besten Ihre persönlichen Motivationsfaktoren und Belohnungen. Setzen Sie außerdem erfüllbare Ziele. Wer zu schnell zu viel will, frustriert sich selbst und läuft eher Gefahr, dass der Schweinehund gewinnt und mit ihm oder ihr auf der Couch sitzenbleibt.

4. Sie verlassen sich auf Low Carb Fertiggerichte

Diese Falle mutet im ersten Moment etwas unsinnig an, sind diese Fertiggerichte doch gerade für Low Carb Diäten entworfen worden. Hier gibt es alles von der warmen Mahlzeit bis zum Müsliriegel zwischendurch. Prima, mag man da denken. Muss ich mir keine Sorgen über Kohlenhydrate machen. Leider ist es dann doch nicht so einfach und Sie müssen auch hier die Zutatenliste sehr genau studieren. Mitunter enthalten diese Fertiggerichte auch Geschmacks- und Austauschstoffe, die im Organismus denselben Effekt wie Zucker haben.
Am einfachsten ist es also, wenn Sie selbst kochen. Dafür gibt es auch flotte Rezepte, die kaum länger brauchen als ein Fertiggericht. Dafür können Sie sicher sein, dass garantiert nur das im Essen ist, was auch drin sein soll.

5. Eintönige Ernährung macht Ihnen die Diät zur Last

Eintönigkeit kann beim Low Carb gleich mehrere Effekte haben.
Den ersten kennen Sie garantiert: Irgendwann kann man bestimmte Lebensmittel oder Gerichte einfach nicht mehr sehen, wenn man sie zu oft gegessen hat. Sie haben sie schlicht über und Ihr Gaumen schreit nach Abwechslung. Die sollten Sie ihm auch gönnen. Denn je länger Sie eintönig essen, umso schwieriger wird es Ihnen fallen, konsequent bei den Low Carb Gerichten zu bleiben. Wenn Sie also merken, dass Sie etwas neues auf dem Teller brauchen, schmökern Sie einfach mal in Rezeptbörsen, in Kochbüchern oder tauschen Sie sich mit Freunden und Gleichgesinnten über neue Lebensmittel und Rezepte aus, die Sie probieren könnten. Gerade der Austausch fördert auch Nahrungsmittel zutage, an die man kaum noch denkt, weil man so eingefahren ist. Entdecken Sie also wieder die ganze Bandbreite der kulinarischen Low Carb Genüsse!

Diese Bandbreite ist auch aus einem anderen Grund wichtig. Wer sich sehr einseitig ernährt, riskiert Mangelerscheinungen. Gerade Low Carb Pläne sind dafür prädestiniert, dass es an Gemüse und Obst fehlt und Sie zu viel Fleisch essen. Die Folge sind Mangelerscheinungen an verschiedenen Mineralien und Vitaminen. Die Folge: Sie fühlen sich müde, antriebslos und schlapp. Achten Sie also in jedem Fall darauf, dass Gemüse und low-carb-geeignete Obstsorten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Bei den meisten Low Carb Diäten machen Sie nämlich ohnehin die Basis und damit einen Großteil der Ernährungsempfehlung aus.


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