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Erfahrungen mit Low Carb – Die Befürworter

Wie bei so ziemlich jeder Diät gibt es auch beim Low Carb zwei Fraktionen: Die Befürworter und die Gegner. Doch worauf stützen sich die Befürworter der Methode? Die Debatte wird heiß geführt, denn selbst Studienergebnisse werden immer wieder kritisch hinterfragt. Studien gibt es viele und fast ebenso viele Ansätze und Betrachtungsweisen von Diäten. Was ist für wen wann und warum geeignet? Hier sind die Forscher mitunter recht unterschiedliche Wege gegangen, um die Frage nach der Effektivität und auch nach dem Gesundheitsaspekt von Low Carb zu beantworten. Erfahren Sie daher hier mehr über die positiven Erfahrungen mit Low-Carb-Diäten.

Studienergebnisse zeigen die Wirkung von Low Carb

Die amerikanische Ärztevereinigung, die American Medical Association, beschäftigte sich gleich mehrmals mit dem Phänomen des Low Carb.

Die Zeitschrift der American Medical Association, das renommierte Journal of the American Medical Association, veröffentlichte schon im Jahre 2003 eine Auswertung verschiedener Studien. In der Metaanalyse wurden insgesamt 96 Studien betrachtet, die in den Jahren zwischen 1966 und 2003 durchgeführt worden waren. Betrachtet wurde hier sowohl die Effektivität wie auch die Risiken der Diätform. Hier zeigte sich die Heterogenität der Studien. Während einige Ergebnisse für Low Carb sprachen, wandten sich andere dagegen. So ergab die Metaanalyse keine endgültige Empfehlung für oder gegen eine kohlenhydratreduzierte Diät.

Eine Studie der American Medical Association aus dem Jahr 2007 beschäftigte sich mit der Atkins-Diät. Die Forscher verglichen in dieser Studie Atkins‘ Ansatz mit verschiedenen anderen Diäten. Probanden waren stark übergewichtige Frauen, die sich nach Atkins‘ Maßgaben ernährten. In die ein Jahr dauernden Studie untersuchten die Wissenschaftler, wie sich das Gewicht der Frauen gegenüber den Diät Haltenden entwickelte, die eine fettreduzierte oder eine allgemein kalorienreduzierte Diät verfolgten. Das Ergebnis war ein größerer Gewichtsverlust bei Low Carb als bei den anderen Diätformen.

Low Carb Frühlingsrollen

Low Carb Frühlingsrollen ©iStockphoto/Ju-Lee

Eine weitere Metaanalyse aus dem Jahr 2008 bestätigt ebenfalls die positiven Effekte von Low-Carb-Diäten. Die Obesity Reviews, das Fachblatt der International Association for the Study of Obesity, stellte fest, dass kohlenhydratreduzierte Diäten über einen längeren Zeitraum durchaus die gewünschten Effekte zeitigen können. Das zeigt auch eine vergleichende Studie aus dem selben Jahr, welche Low Carb mediterranen und Low-Fat-Diäten gegenübergestellt hatte.

Dieses Ergebnis wird von einer Studie aus dem Jahr 2012 unterstützt, die Low Carb mit Low Fat verglich und auch hier für die Patientengruppe bei Low Carb die besseren Blutwerte fand.

Eine aktuelle Studie aus Schweden, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde, erschüttert ebenfalls den Thron des Low-Fat-Ansatzes. Sie kommt zu dem Schluss, dass eine fettreiche Ernährung eher vor Fettleibigkeit schützt, als eine fettarme Diät. Probanden dieser Studie waren Männer aus ländlichen Gebieten Schwedens im Alter von 40 bis 60 Jahren. Betrachtet wurden vor allem Milchprodukte als Fettquellen. Fleisch und Fisch ließ die Studie dagegen außen vor.

Gesundheitliche Aspekte in Studien

Die DIRECT-Studie aus dem Jahr 2008 bescheinigt den Low-Carb-Diäten ebenfalls gute Resultate. Hier wurden sie mit mediterranen und Low-Fat-Diäten verglichen. Neben dem Gewichtsverlust half Low Carb dabei, die Triglyceride im Blut zu senken. Diese Glyceride sind die hauptsächlichen Fetttransporter im Blut. Außerdem zeigten die Formen des Low Carb den höchsten Anstieg im gesunden HDL Cholesterin. Die gesundheitliche Empfehlung dieser Studie lief aber auch auf Rat Rat hinaus, Gemüse und auch etwas Obst und Vollkorn zu sich zu nehmen, um keine Mangelerscheinungen an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen zu erleiden.

Als gesundheitlich unbedenklich in einer längerfristigen Studie wurde die ketogene Diät befunden. Hier wurden keine gesundheitlichen Einschränkungen für Kinder oder Erwachsene festgestellt.

Auch für Patienten mit Diabetes Typ 2 und bei Insulinresistenz konnte das Prinzip Low Carb punkten. Durchschnittlich waren die Blutwerte der Probanden mit Low Carb besser als mit anderen Diäten.

Low Carb – Ein positives Fazit

Low Carb ist – will man der einen oder anderen Studie glauben – also doch keine reine Glaubensfrage. Der Effekt lässt sich greifbar nachweisen. Allerdings sind die Zusammenhänge von Ernährung, Stoffwechsel und Fettleibigkeit sehr komplex. Daher kann Low Carb nicht für jeden Abnehmwilligen die richtige Lösung sein. Auch die Befürworter dieser Ernährungsform sagen, dass man eben ein Low-Carb-Typ sein muss, damit es passt. Interessant ist diese Diätform aber allemal. Vor allem für Glucose-Intolerante und Diabetiker ist die Diätvariante durchaus interessant. Mit ärztlicher Begleitung kann sie sogar der Gesundheit und den Blutwerten förderlich sein. Damit und mit dem nachgewiesenen Gewichtsverlust hat sich Low Carb durchaus seine Daseinsberechtigung unter den Diäten erkämpft. Vielleicht ist die Reduktion von Kohlenhydraten auch für Sie der Weg in ein neues, leichteres Leben …


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