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Low Carb – Vorteile und Nachteile

Low Carb gehört zu den Diäten, die Ihr Leben und Ihre Ernährung dauerhaft verändern. Da fragt sich schon der Eine oder Andere, worauf er oder sie sich da einlässt. Welche Vorteile bietet Low Carb eigentlich? Und mit welchen Nachteilen muss man sich vielleicht arrangieren? Erfahren Sie es jetzt bei uns!

Die Vorteile von Low Carb

Low Carb bietet eine ganze Reihe von Vorteilen, die es so beliebt gemacht haben. Ganz oben auf der Liste steht seine Effektivität. Wer auf Low Carb umstellt, sieht schnell Ergebnisse. Das spornt an und versöhnt auch mit so manchem Nachteil. Da Low Carb für so manchen eine ziemlich radikale Umstellung der Essgewohnheiten bedeutet, fördert es die Auseinandersetzung mit dem, was wir eigentlich essen. Das ermöglicht eine bewusstere Auswahl der Nahrungsmittel und fördert außerdem einen bewussteren Umgang mit dem eigenen Körper. So manch anderer Diätform hat das Low Carb voraus, dass bei dieser Ernährungsform keine Heißhungerattacken entstehen. Der Blutzuckerspiegel pendelt kaum. Massive Insulinausschüttungen, die den Hunger auf Süßes triggern, bleiben so aus. Ein weiterer Vorteil ist der Sättigungseffekt. Low-Carb-Mahlzeiten beschäftigen den Magen länger. Die Zeitspanne, bis wir wieder Hunger verspüren wird größer. So gehört auch Hungern für die Figur mit Low Carb der Vergangenheit an. Nicht nur durch den gedämpften Hunger und fehlende Heißhungerattacken sieht die Kalorienbilanz bei Low Carb günstiger aus. Auch der Verdauungsprozess an sich braucht mehr Energie, sodass am Schluss weniger möglicherweise überschüssige Kalorien aus der aufgenommenen Kaloriengesamtmenge übrig bleiben. Da der Eiweißanteil der Nahrung erhöht ist, fördert die Diät auch den Muskelaufbau. Das ist ein Vorteil, den vor allem ambitionierte Sportler zu schätzen wissen. Viele Menschen, die sich für Low Carb als Diät entschieden haben, berichten zudem, dass sie bessere Laune haben und sich einfach energiegeladener fühlen. Bei einigen lässt sich auch ein Rückgang von Entzündungen im Körper und ein verbessertes Hautbild beobachten.

Nicht zuletzt bedarf die Low-Carb-Ernährung einer gewissen Planung. Wer öfter Gelüste auf bestimmte „Sünden“ verspürt, lernt mit Low Carb, dieses Essverhalten zu überdenken. Auch Stress-Esser, Langeweile-Esser und Frust-Esser kommen dank der Ernährungslehre des Low Carb hinter ihr eigenen Essschemata und lernen, sie nach und nach zu beseitigen.

Low Carb

Low Carb ©iStockphoto/jgroup

Die Nachteile von Low Carb

Wo Licht ist, ist in der Regel auch Schatten. Das gilt natürlich auch für die Low-Carb-Diät. Und so sollen auch die Kritikpunkte an dieser Diät nicht verschwiegen werden. Der wohl populärste – wenn auch nicht ganz unumstrittene – Kritikpunkt ist, dass Low Carb auf Dauer gesundheitsschädlich sei. US-amerikanische Studien haben haben zumindest an Mäusen nachweisen können, dass die Fettablagerungen in den Arterien bei dieser Ernährung ansteigen. Dadurch kommt es zu einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Dem steht eine andere Studie – ebenfalls aus den USA – entgegen, beim Menschen keinen Effekt aus der Menge der gesättigten Fettsäuren in der Nahrung auf diese Risiken nachweisen konnte. Ebenfalls von vielen kritisch beäugt wird die Nährstoffversorgung bei Low Carb. Da eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus dem Speiseplan gestrichen werden, besteht die Gefahr einer Mangel- oder Fehlernährung und eines damit einher gehenden Nährstoffmangels. Auch Ballaststoffe fehlen. Häufige Verstopfungen können die Folge sein. Der hohe Eiweißanteil bei Low Carb bringt weitere Probleme mit sich. Je mehr Eiweiß die Nahrung enthält, umso mehr müssen auch die Nieren Arbeiten. Das kann zu einer erhöhten Belastung und in Extremfällen auch zu einer Überlastung und damit zu Schädigungen der Niere führen. Auch lässt der hohe Eiweißanteil den Harnsäurespiegel nach oben schnellen. Die Wahrscheinlichkeit, Gichtanfälle zu erleiden, steigt. Nicht zuletzt steigt durch die tierischen Fette im Low Carb auch der Cholesterinspiegel. Aufgrund dieser Möglichen Nebenwirkungen raten Ärzte und auch Ernährungsexperten einigen Bevölkerungsgruppen von dieser Diät ab. Low Carb eignet sich aus ihrer sich beispieslweise nicht für ältere Menschen, Schwangere, Menschen mit Leber- und Nierenproblemen oder mit einer Herz-Kreislauferkrankung. Schwierig gestaltet sich Low Carb auch für Vegetarier und Veganer. Für sie schrumpft die Auswahl erlaubter Lebensmittel und möglicher Rezepte erheblich. Das und auch die strikten Regeln des Low Carb im Allgemeinen verleiten so machen dazu, die Diät doch wieder aufzugeben. Frust und Jojo-Effekt sind dabei mögliche Folgen. Einen im Alltag etwas unangenehmen Nebeneffekt produzieren die Ketonkörper, die der Stoffwechsel produziert: schlechten Mundgeruch. Berichten die Einen von besserer Laune und mehr Energie, gibt es aber auch gegenteilige Erfahrung mit der Diät. So mancher klagt über Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Anhänger der Diätform argumentieren hier jedoch, dass dies nur ein Effekt der Anfangsphase sei. Durchhalten heißt also die Devise. Zu guter Letzt lassen sich mitunter auch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Krämpfe in der Muskulatur beobachten. Diese können unter anderen auch auf einen Nährstoffmangel zurückzuführen sein.

Ein kleines Fazit

Sie sehen, Low Carb kann mit überzeugenden Effekten punkten. Bevor Sie sich aber für diese Ernährungsform entscheiden, sollten Sie auch die Nachteile gründlich abwägen und eventuell vor einer Umstellung der Ernährung Ihren Arzt aufsuchen. So vermeiden Sie ein böses Erwachen und können Ihre Diäterfolge viel unbeschwerter genießen!


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