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Das sind Low Carb Diäten

Low Carb ist der Überbegriff für verschiedene Diäten. Sie haben also die Wahl, ob Sie ganz allgemein den Low Carb Regeln folgen wollen oder eine ganz spezielle Diät für sich entdecken. Wir haben einige Diäten für Sie näher betrachtet und in diesem Überblick zusammengestellt. Erfahren Sie jetzt mehr über Atkins, Glyx und Co.

Atkins-Diät – Der Low Carb Klassiker

Die Atkins-Diät geht auf den amerikanischen Kardiologen und Ernährungswissenschaftler Robert Coleman Atkins zurück. Atkins selbst war stark übergewichtig und suchte nach einer dauerhaften Methode, die Pfunde zu bekämpfen. Im Jahr 1972 stellte er seine Lösung in einem Buch vor. Bis heute beeinflusst sein Weg das Essverhalten vieler Amerikaner.
Atkins stützte seine Diät vor allem auf Fette und Eiweiße. Kohlenhydrate verbannte er weitestgehend aus dem Speiseplan. Mehr als fünf Gramm täglich am Anfang und bis zu 60 Gramm im Diätverlauf sollten es nicht es nicht sein. Die Diät teilt sich in vier Phasen:

  • die Einleitungsdiät, in der die Kohlenhydrate stark reduziert werden
  • die grundlegende Reduktionsdiät, in der die Kohlenhydrate langsam wieder erhöht werden
  • die Vor-Erhaltungsdiät, in der die Kohlenhydrate weiter angepasst werden
  • die Erhaltungsdiät, die für den Rest des Lebens gilt

Auf den Speiseplan wanderten bei Atkins Fleisch, Wurst, Speck, Sahne, Eier und mehr, die man bis zur Sättigung essen darf. Stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Nudeln, Kartoffeln oder Backwaren wurden dagegen gestrichen. Diese Zusammenstellung hat der Diät jedoch auch Kritik eingebracht. Ungesund und einseitig sei sie, sagen Skeptiker. Effektiv und nachhaltig nennen sie dagegen ihre Verfechter.

Low Carb Fischgericht

Low Carb Fischgericht ©iStockphoto/olgna


Abnehmen mit dem Index – Die Glyxdiät

Diese Diät geht auf die Ernährungswissenschaftlerin Marion Grillparzer zurück und basiert auf dem Glykämischen Index, in dem jedes Lebensmittel eingeordnet wird. Ziel ist es, sich nur von Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Indexwert zu ernähren. Die Einordnung erfolgt nach der Auswirkung der enthaltenen Kohlenhydrate auf den Blutzuckerspiegel. Ein hoher Zuckerspiegel bedeutet gleichzeitig einen hohen Indexwert.

Als niedriger Glyx-Index gelten Werte unter 50. Mittlere Werte liegen zwischen 50 und 70, hohe bei 71 bis 100. Als Referenzwert 100 gilt in der Regel Traubenzucker.
Im Gegensatz zu Atkins stellen Gemüse, Obst und Vollkornprodukte die Basis des Speiseplans. Weißmehlprodukte, geschälter Reis und Zucker sind dagegen bis auf kleine Ausnahmen Tabu. Ergänzt wird der Speiseplan mit pflanzlichen Ölen, Nüssen, Fisch, Fleisch und Eiern.

Für diesen Aufbau erntet die Diät auch von kritischen Geistern Lob, da sie mit ihrer Basis aus Obst, Gemüse und Vollkorn deutlich gesünder ist als Atkins. Kritiker rügen jedoch, dass die Kalorienzufuhr vor allem am Anfang der Diät zu gering ist.

Gewicht verlieren mit der LOGI-Methode

Die LOGI-Methode hat ihren Namen nicht von der Logik, sondern ist die Abkürzung für Low Glycemic and Insulinemic Diet. Sie wurde vom Autor und Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm begründet und orientiert sich ebenfalls am glykämischen Index. Vollkorn fällt hier jedoch aus der Lebensmittelbasis heraus. Diese bilden stattdessen Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Öle. Lebensmittel mit einem mittleren oder hohen glykämischen Index werden bei dieser Methode also konsequent eliminiert. Die Begründung dafür findet Worm in der Evolution des Menschen, nach der er ein geborener Jäger und Sammler, aber kein Ackerbauer sei. Getreide würde dem Stoffwechsel also weniger bekommen und wir nehmen zu. Daher sind Brot und anderes Gebäck, Reis, Mais, Kartoffeln und Co. nach der LOGI-Methode verboten oder radikal reduziert.

Pluspunkte heimst die Methode für den hohen Anteil an Obst und Gemüse im Speiseplan ein. Minuspunkte gibt es dagegen für den hohen Fett- und Eiweißgehalt der Lebensmittelzusammensetzung sowie für die oft zeitraubenden Rezepte.

Mit Heidi Klums Figurgeheimnis zum Erfolg – Die New York Diät

Die New York Diät geht auf den amerikanischen Ernährungsberater und Personal Trainer David Kirsch zurück und ist nach der Stadt benannt, in der er sie entwickelt hat, New York. Nach Kirschs Methode dürfen Sie Kohlenhydrate zwar aus Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten essen, nicht aber aus Reis, Kartoffeln, Nudeln oder Backwaren und Zucker. Außerdem wird der Fettanteil des Essens auf 30 Prozent begrenzt. In der Natur ihres Erfinders liegt es auch, dass zur New York Diät grundsätzlich ein anspruchsvolles Sportprogramm gehört.

Die Diät besteht aus insgesamt drei Phasen:

  • Phase 1, in der Sie auf sämtliche Kohlenhydrate verzichten und extrem fettarm essen
  • Phase 2, in der Sie wieder etwas Obst, Vollkorn und Fett zum Speiseplan ergänzen
  • Phase 3 bildet die endgültige Ernährungsumstellung

Daumen hoch gibt es bei der New York Diät für den Verzicht auf Weißmehl, Zucker und Alkohol und die Einführung von Vollkorn in den Speiseplan. Nach unten zeigt der Daumen dagegen wegen des dazugehörigen, sehr zeitintensiven Sportprogramms, das sich kaum in den Alltag von Otto Normalbürger integrieren lässt.

Mit Ausdauer zum Erfolg: Die Strunz-Diät

Benannt ist die Diät nach ihrem Erfinder, dem deutschen Internisten, (Ex-)Triathleten und Autor Ulrich Strunz. Obst, Gemüse, Kraft- und Ausdauersport regieren den Plan von Dr. Strunz. In drei Diätphasen soll ein Gewichtsverlust von bis zu sieben Kilogramm pro Woche möglich sein.

Wie die New York Diät gliedert sich auch diese Diät in drei Phasen:

  • Phase 1 mit intensivem Sportprogramm, Obst, Gemüse und Eiweißdrinks
  • Phase 2 mit einem wechselnden Ernährungsprogramm
  • Phase 3 mit der Ernährungsumstellung

In der dritten Phase machen Sie Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch zum Mittelpunkt Ihrer Ernährung. Auch der tägliche Eiweißdrink findet hier dauerhaft seinen Platz. Viel Trinken und ein straffes Sportprogramm runden Ihr neues, schlankes Leben ab.

Doch genau für dieses Sportprogramm kassiert die Strunz-Diät kräftig Schelte, da es kaum in einen normalen Alltag zu integrieren ist. Insgesamt sehen Befürworter die Maßgabe zu mehr Sport, aber auch die Ernährungsgrundlage mit viel Obst und Gemüse positiv. Auch der Verzicht auf Weißmehl, Zucker und Fertigprodukte erntet Lob.

Die Low Carb Diäten – Ein Fazit

Hier haben wir Ihnen nur einen kleinen teil der vielen Low Carb Diäten vorgestellt. Wie Sie sehen, haben alle ihre Vorzügen, aber auch ihre Haken. Welche Diät am besten zu Ihnen passt, sollten Sie also in Ruhe entscheiden und ruhig auch mehr als eine Diät probieren, wenn es beim ersten Anlauf nicht die Richtige ist.

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