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Vegetarisch kochen

Aus ethischen Gründen vegetarisch kochen

Inzwischen zählen deutsche Statistiken neun Prozent der Menschen, die vegetarisch kochen. Dass sie Außenseiter sind, lässt sich nicht erkennen. Ganz im Gegenteil! Vegetarier sind intelligent, witzig, modebewusst. Eben, weil immer mehr Menschen den Unsinn des Wegwerfkonsums erkennen, erkennen viele von ihnen die ethischen Gründe als vorteilhaft an. Diese modernen Trendsetter verzichten auf den Genuss von Fleisch, weil jedes nicht konsumierte Tier der Fleischlobby deren Gründe nimmt, immer mehr Massentierhaltung aufzubauen. Die vegetarische Küche ist ausgewogen und vielseitig, sie achtet auf die Herkunft der Produkte und besteht aus den Komponenten: Bewusste Ernährung – Intelligente Zusammensetzung – Würdiger Umgang mit den „Früchten der Natur“. Zu diesen „Früchten“ zählen auch Produkte von Tieren wie Eier oder Milch.

Vegetarisch kochen aus gesundheitlichen Gründen

Der menschliche Körper hat bei gesunden Menschen mit normalem Essverhalten seine eigene „Meinung“ zu schmackhaften Speisen. Für viele ist der Anblick von Fleisch oder dessen Geruch – vor, während und nach dem Garen – ekelhaft. Wer von ihnen ganz bewusst auf seine körperlichen Signale achtet, stellt fest, dass der Körper tierisches Eiweiß und tierische Fette schlichtweg ablehnt. Gesellschaftsbedingt entlastet es den Körper sogar, vegetarisch zu kochen. Gesundheitsbewusste Menschen folgen also einfach ihrer Natur. Viele von ihnen haben keine ethischen Gründe für den Verzicht. Vegetarisch kochen wurde in den Anfangszeiten dieser alternativen Lebensweise oft als „Essstörung mit Alibi“ stigmatisiert. Das stimmt nicht. Vegetarier haben gelernt, sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Sie entdecken schnell das bessere Wohlbefinden bei der Ernährungsumstellung, sind häufig vitaler als gleichaltrige Fleischesser und allgemein KEINE spezielle „Sorte Mensch“. Sie achten auf die Zutaten ihrer Nahrung und dadurch sehr genau auf die Bedürfnisse ihres Körpers. Mediziner sind vom allgemeinen Gesundheitszustand selbst betagter Vegetarier begeistert. Denn viele Zivilisationskrankheiten sind nachlässiger Ernährung geschuldet – jedoch nicht bei vegetarischer Küche.

Diese Zutaten sind für das vegetarische Kochen erlaubt

Obst und Gemüse sind auch Fleischessern aus jenen Zeiten wohlbekannt, wenn der grundsätzliche Wille zum gesünderen Essen aufkeimt. Bei vielen bleibt es bei der einen oder anderen Diät, obwohl nachweislich durch die verstärkte Zufuhr solch gesunder Kohlehydrate neben der Abnahme auch eine Vitalisierung des Körpers stattfindet. Erlaubte Zutaten für die vegetarische Küche sind jegliche Getreidesorten, alles Gemüse und Obst sowie tierische Produkte wie Eier und Milch. Inhaltlich liefern diese Früchte der Natur alles, was der menschliche Körper zum Überleben und für ein gesundes Gleichgewicht benötigt: Mineralstoffe, Proteine, Vitamine, Kohlenhydrate und Eiweiß. Mit beinahe weniger Gewürzen als für Fleischgerichte gelingen Gerichte, die sogar bei Fleischessern für Begeisterung sorgen. Wichtig ist bei der Zusammenstellung der Zutaten etwas mehr Aufmerksamkeit als in der klassischen, fleischhaltigen Küche. Nicht alles, was für vegetarische Gerichte zur Verfügung steht, schmeckt auch oder liefert je nach Tageszeit die richtigen Inhalte. Aber inzwischen gibt es genügend vegetarische Rezepte, die ohne Probleme schmackhaft und gesund zugleich für eine wirklich gesunde Ernährung sorgen.

Vegetarisch kochen

Vegetarisch kochen ©iStockphoto/JackF

Heiße Zubereitungsarten der vegetarischen Küche

Grillen ohne Fleisch ist durchaus möglich und schmackhaft. Gemüsespieße, panierte Scheiben zum Beispiel von Zucchini oder Kürbis, lecker gefüllte Tomatenspezialitäten oder Fingerfood für den Backofen sind nur einige Beispiele für schmackhafte, gehaltvolle und gesunde Kost ohne Fleisch. Heiße Zubereitungsarten der vegetarischen Küche liefern das gleiche Maß an Fetten, Eiweißen und Kohlehydraten wie die „fleischigen Verwandten“, nur schonender zubereitet und damit für den Körper leichter verwertbar. Wer eine Diät damit verbinden möchte, vegetarisch zu kochen, der darf sich freuen: Abnehmen mit heißen Zubereitungsarten ohne tierische Fette oder Eiweiße ist für den Körper vorzüglich. Pflanzliche Mikrostoffe setzt der menschliche Körper schnell und sehr vollständig um. Die Verdauung ist weniger belastet, der Geschmack wird intensiv belohnt, und im Übrigen sind die Verdauungsprodukte weit weniger übelriechend als jene von fleischlicher Kost. Somit erweist sich das vegetarische Kochen gleich mehrfach angenehm. Denn was der Körper nicht mühsam verdauen und ausscheiden muss, das steht an schneller Energie für eine bessere Vitalität, ein gesundes Hautbild und gesteigerte Kreativität zur Verfügung.

Vegetarisch kochen funktioniert auch ohne Kochtopf oder Herd

In der Rezeptvielfalt zum vegetarischen Kochen ist das Anrichten fleischloser Speisen auch mit vielen rohen Gemüsen möglich. Das ist erstens appetitlich wegen der frischen Farben von Biosorten wie Gurke, Tomate, Paprika oder Karotte. Zweitens sättigen vegetarische Kaltspeisen genauso anhaltend wie Fleischkost. Und drittens bleiben bei kalter vegetarischer Küche die Vitamine im Obst oder Gemüse nahezu erhalten. Zum Würzen können Vegetarier auf viele herkömmliche Geschmacksstoffe verzichten. Einige Wurzelgemüse wie Ingwer, Petersilienwurzel oder Sellerie führen in der richtigen Kombination zu Geschmackserlebnissen – auch in der kalten, vegetarischen Küche -, die Fleischesser überraschen und viele vom Umstieg überzeugen. Der Nebeneffekt ist zugleich eine körperliche Entlastung, da diese geschmacklichen Verstärker völlig natürlich wirken und Niere, Leber und Magen von bisher schwer verdaulichen Zusätzen entlasten.

Vegetarische Küche für Kinder

Im Wachstum bedarf es besonderer Aufmerksamkeit, Kinder komplett von vegetarischer Küche zu ernähren. Richtig? Falsch! Denn Hülsenfrüchte, Getreidesorten und das große Angebot an Obst und Gemüse liefern ALLES, was ein kleiner menschlicher Körper zum Gedeihen braucht. Natürlich ist es wichtig, nicht nach Gutdünken vegetarisch zu kochen, sondern sich speziell nach Kindergerichten umzusehen. Vorbilder finden sich in der asiatischen Küche traditioneller Speisen. Viele davon kommen seit tausenden von Jahren gänzlich ohne Fleisch aus. Der Effekt in der heute meist übermächtigen „Normalküche“ wird durch eine Umstellung auf das vegetarische Kochen für Kinder sogar umgangen und führt zu Heranwachsenden, die den gesunden Umgang mit fleischlosen Zutaten als selbstverständlich erfahren und sich geschmacklich völlig natürlich darauf einstellen.

Keine Diätpläne, und trotzdem vegetarisch kochen?

Vegetarisch kochen ist längst nicht mehr eine Frage der Ethik oder des „Außenseitertums“. Vielmehr geht diese Form der Ernährung gegen viele Zivilisationskrankheiten körperlicher und seelischer Natur an. Ja, auch ohne den Wunsch abzunehmen sollte das vegetarische Kochen zumindest einen Teil der alltäglichen Ernährungsgewohnheiten ersetzen. Denn in Zeiten von Bewegungsmangel, Hektik und unbewussten „Hineinschlingens“ lindern die leichteren und zugleich gehaltvollen Zutaten pflanzlicher Herkunft die schädigenden Einflüsse der Fast-Food-Gesellschaft. Mediziner haben längst erkannt, dass nicht Sport allein, sondern auch die zugehörige, leichtere Ernährung das Leben verlängern, den Körper vital und den Geist leistungsfähig halten. Deshalb lohnt der Gedanke an vegetarische Ernährung, und sei es auch nur während der Zeiten guter Vorsätze für eine „leichteren“ (also entspannteren) Lebenswandel. Leichte Ernährung unterstützt solche Ziele auf jeden Fall.

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