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Ernährungspläne bei Allergien

Geht es Ihnen nach mancher Mahlzeit im Bauch herum? Haben Sie vielleicht häufig Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall? Diese und ähnliche Symptome treiben viele Deutsche jährlich zum Arzt. Doch nicht immer steckt eine Krankheit dahinter. Auch Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten können sich dahinter verbergen. Um sie aufzudecken nutzen Ärzte auch die Hilfe von Ernährungstagebüchern und Ernährungsplänen.

Symptome von Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Das Problem

Wenn Sie ein Lebensmittel nicht wirklich vertragen, kann sich das auf viele Weisen äußern. Am nächsten liegen einige Verdauungsbeschwerden wie:

  • Sodbrennen
  • Blähungen
  • Bauchkrämpfe
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Doch nicht alle Beschwerden müssen mit dem Verdauungstrakt zusammenhängen. Auch Kopfschmerzen und Migräne, Unruhe, Schlafstörungen und Kreislaufprobleme lassen sich mitunter auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zurückführen. Veränderungen der Haut sind typische Allergiesymptome, können aber auch bei Unverträglichkeiten auftreten. So sollten Sie bei wiederholten Quaddeln auf der Haut, Ekzemen oder Rötungen und Juckreiz auch einmal an Ihren Speiseplan denken. Da Unverträglichkeiten auch auf das Immunsystem schlagen können, führen sie sogar zu Erkrankungen wie Bronchitis, grippalen Infekten und immer wiederkehrenden Entzündungen von Mittelohr, Nebenhöhlen oder Mandeln.

Doch nicht immer wird die Nahrungsmittelintoleranz erkannt. Bleibt sie unbehandelt kann sie eine chronische Müdigkeit, ein Schwächegefühl, Infekte und sogar Depressionen nach sich ziehen. Auch Gewichtsprobleme und Wasseransammlungen im Körper sind mitunter auf eine Nahrungsmittelintoleranz zurückzuführen. Die Betroffenen versuchen dann häufig ergebnislos auf verschiedensten Wegen abzunehmen.

Wenn Sie also einige der hier genannten Symptome bei sich beobachten und mit Gewichtsproblemen kämpfen, sollten Sie Ihren Arzt auf die Möglichkeit einer Nahrungsmittelintoleranz ansprechen.

Auf der Suche nach dem Feind – Ernährungstagebücher und Ernährungsplan

Zieht Ihr Arzt die Möglichkeit einer Unverträglichkeit in Erwägung, gilt es, das Lebensmittel zu finden, das Sie nicht vertragen. Dabei helfen im ersten Schritt Ernährungstagebücher. Dafür nehmen Sie eine Exceltabelle, ein kleines Büchlein oder einen Organizer und notieren, was Sie am Tag essen. Welche Form der Tagebuchführung Sie wählen, ist für den Erfolg gleich. Wichtig ist, dass Sie es lückenlos und regelmäßig führen. Zur den verzehrten Lebensmitteln notieren Sie, welche Symptome Sie an sich bemerkt haben.

Nach einer Zeit von zwei bis vier Wochen haben sich in der Regel genug Daten angesammelt, um mögliche Verdächtige auszumachen. Ist es Lactose? Oder vielleicht Gluten? Oder vielleicht etwas ganz anderes? Jetzt werden in der Regel Labor- und Allergietests gemacht. Sind diese in ihrem Ergebnis nicht eindeutig, können auch Ernährungspläne helfen, indem Sie ganz gezielt mögliche Auslöser im Essensplan von einander trennen. So können Sie am besten unterscheiden, was Sie wirklich nicht vertragen.

Mit dem Ernährungsplan aus der Figurfalle

Wenn Sie mit Hilfe Ihres Arztes herausgefunden haben, welche Lebensmittel Sie nicht vertragen, können Sie auch die daraus resultierenden, überschüssigen Pfunde angehen.

Der Ernährungsplan hilft Ihnen dabei gleich zweifach. Zum einen sorgt er für eine ausgewogene, kalorienreduzierte Ernährung. Zum anderen hilft er Ihnen, unverträgliche Lebensmittel konsequent zu vermeiden.

Bei Lebensmittelunveträglichkeiten kommt der Sorgfalt in der Erstellung des Plan eine besondere Rolle zu. Da jeder Plan zu Vermeidung unverträglicher Lebensmittel nur so gut ist wie seine Vorbereitung, sollten Sie sich dafür viel Zeit nehmen und auch recherchieren.

Einfach ist es, Lebensmittel zu vermeiden, die ganz offensichtlich den Stoff enthalten, auf den Sie reagieren. So werden Sie kaum Milch oder Sahne verplanen, wenn Sie eine Lactoseintoleranz haben. Aber wussten Sie, dass beispielsweise auch Kochschinken Lactose enthalten kann? Dieses Beispiel macht deutlich, wie genau Sie bei der Erstellung Ihres Ernährungsplans hinschauen müssen.

Bei Lebensmittelintoleranzen kann es daher auch Sinn machen, sich für einige Nahrungsmittel zusätzlich die Hersteller aufzuschreiben. Machen Sie also mal einen Rundgang in Ihrem Stammsupermarkt und studieren Sie die Inhaltsstoffe der Lebensmittel, die Sie in Ihren Plan aufnehmen möchten. Während zum Beispiel Marke A Lactose im Schinken enthält, könnte Marke B oder C lactosefrei sein. Also notieren Sie sich die lactosefreien Marken für Ihren Ernährungsplan. So gehen Sie bei jeder Lebensmittelintoleranz und bei allen verarbeiteten Lebensmitteln vor.

Wissen Sie einmal, welche Marken und Lebensmittel Sie verplanen dürfen, ist der Rest ein Kinderspiel. Lassen Sie sich dann einfach von Rezeptbüchern und Online-Angeboten inspirieren und erstellen Sie Ihren persönlichen Ernährungsplan.

Ernährungsplan

Ernährungsplan ©iStockphoto/alexskopje

Dank der Vorrecherche sparen Sie sich beim Einkaufen viel Zeit, denn Sie wissen nun schon genau, wo Sie zugreifen können und was Sie besser im Regal stehen lassen.

Mit Konsequenz zum Erfolg

Gerade Nahrungsmittelintoleranzen können Ihnen das Leben schwer machen. Einmal erkannt, können Sie die Konsequenzen wie beispielsweise das daraus resultierende Übergewicht jedoch wirkungsvoll bekämpfen. Wichtig ist hier besonders die Konsequenz. Wer lange nach der Ursache gesucht hat, sollte seinem Körper Zeit geben, sich umzustellen.
Mit einer vielfältigen, gesunden Ernährung ohne zu viele gesättigte Fette und kurzkettige Kohlenhydrate sollten Sie bald die ersten Erfolge feiern können.
Wichtig ist auch bei dieser Diät: die Bewegung macht’s. Sport hilft Ihnen, den Körper zu straffen und Kalorien zu verbrennen. Und so ganz nebenbei schenkt er Ihnen durch die Ausschüttung von Glückshormonen ein ganz neues, gutes Gefühl. Entdecken Sie dieses Gefühl als als neuen Bestandteil Ihres Lebens und genießen Sie die Glücksmomente im und nach dem Training.


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