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Die Zitronensaftkur – Abnehmen und Entschlacken mit Zitronensaft

Viele Frauen fragen sich, wie berühmte weibliche Hollywoodstars ihre Traumfigur bewahren und dennoch hin und wieder nach Herzenslust schlemmen. Neben vielen teils absurden und einseitigen Diätprogrammen, die unter Stars und Promis weit verbreitet sind, sticht ein Abnehmkonzept heraus, das auf eine lange Tradition zurückblickt und durchaus sehr sinnvoll sein kann, vorausgesetzt, es wird richtig durchgeführt. Die Zitronensaftkur, die seit einiger Zeit als neues Geheimrezept gegen die überflüssigen Pfunde und Fettpolster an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln gepriesen wird, soll gleichzeitig Schlacken und Giftstoffe aus dem Organismus spülen und für zarte und reine Haut sorgen. Wie bei vielen anderen Diätkonzepten gilt auch bei der Zitronensaftkur: Einige Grundregeln müssen beachtet werden, damit es nach Beendigung des Programmes nicht zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt kommt.

Was bedeutet Abnehmen mit Zitronensaft?

Im Rahmen der Zitronensaftkur werden dem Körper keine festen Nahrungsmittel zugeführt, denn die Nährstoffe, die er benötigt, sollen in einem Getränk stecken, das aus frisch gepresstem Zitronensaft, Wasser, Ahornsirup und Cayennepfeffer zubereitet wird. Dieser nähstoffreiche Cocktail bildet im Zuge einer maximal zehntägigen Kur das Hauptnahrungsmittel und wird statt jeder Mahlzeit, mindestens jedoch dreimal täglich getrunken. Ziel ist es, durch die im Zitronensaft enthaltene Säure den Körper zu entgiften und ihn durch die hohen Flüssigkeitsmengen anzuregen, die freigesetzten Schlacken und Toxine auszuscheiden. In Kombination mit dem Cayennepfeffer, der wie viele andere scharfe Gewürze nachweislich die Fettverbrennung anregt, purzeln bei einer konsequent durchgeführten Zitronensaftkur gleichzeitig die überflüssigen Pfunde. Der dem Getränk beigemengte natürliche Ahornsirup versorgt den Organismus in dieser Zeit mit hochwertigen Kohlenhydraten, wichtigen Mineralstoffen und einigen Vitaminen der B-Gruppe. Dadurch soll es in dem Zeitraum, in dem die Kur durchgeführt wird, nicht zu Mangelerscheinungen kommen.

Zitronen

Zitronen ©iStockphoto/anna1311

Dieses Fastenkonzept wurde bereits in den Vierzigerjahren des vorigen Jahrhunderts von dem US-amerikanischen Arzt und Heilpraktiker Stanley Burroughs entwickelt, allerdings ursprünglich nicht zum Abnehmen, sondern um Menschen mit Magengeschwüren zu heilen. Da alle seine Patienten, die die Kur zehn Tage lang erfolgreich durchführten, jedoch gleichzeitig auch einiges an Gewicht verloren, wurde sie auch unter den Bezeichnungen Master Cleanse Diät, MC-Fasten oder Limonadendiät als Abnehmkonzept bekannt. Einen wahren Boom erlebte die Zitronensaftdiät allerdings erst, als Tom Woloshyn, der Schüler und Nachfolger des Erfinders, sie im Jahr 2009 mit einem neuen Buch populär machte. In seiner Arbeit beschreibt Woloshyn im Detail alle positiven Nebeneffekte der Kur, die von Gewichtverlust, einer umfassenden Entgiftung und einem deutlich verbesserten Hautbild bis hin zu erholsamem Schlaf, einer positiven Grundstimmung und einer verbesserten psychischen Gesundheit reichen. Kein Wunder, dass die Limonadendiät schon kurze Zeit nach der Publikation des Buches in den Vereinigten Staaten von vielen Stars aufgegriffen und die darin beschriebenen Anleitungen erfolgreich umgesetzt wurden. Beyoncé Knowles, Heidi Klum, Jennifer Ansiton oder Naomi Campbell – die Liste der Stars, die damit ihre Traumfigur halten, ist lang. Nach Woloshyn soll die Zitronenkur auch wesentlich dazu beitragen, sich von der Sucht nach Süßigkeiten, Nikotin, Alkohol oder Kaffee erfolgreich zu befreien. Ob alle im Buch versprochenen Effekte tatsächlich eintreten, kann kaum beantwortet werden, unbestritten ist jedoch, dass die hohen Gaben von Vitamin C, die im Zitronensaft stecken, die allgemeine Gesundheit und das körperliche sowie psychische Wohlbefinden sehr wohl signifikant verbessern.

Die wertvollen Nährstoffe im Zitronensaft-Cocktail

Frisch gepresster Zitronensaft gilt als einer der besten Lieferanten für Vitamin C, das für die menschliche Gesundheit unentbehrlich ist. Schon in hundert Milliliter Zitronensaft steckt rund die Hälfte des täglichen Tagesbedarfs an Vitamin C. Daneben enthalten Zitronen wie alle anderen Zitrusfrüchte viele andere wichtige Nährstoffe. Zu den absoluten Spitzenreiter in der Zitrone zählen Kalium, Magnesium und Phosphor, aber auch Eisen, Folsäure, Fluorid und Kalzium sind in Zitronensaft enthalten. Vitamin C gilt als das wichtigste Vitamin, wenn es um Fettverbrennung und Abnehmen geht. Es ist an allen wichtigen Stoffwechselprozessen maßgeblich beteiligt, die den Muskelaufbau, die Zellerneuerung, die Stärkung des Immunsystems, die Straffung des Bindegewebes und die Fettverdauung regulieren. Ohne eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C aus frischem Obst und Gemüse kann keine Diät der Welt den gewünschten Erfolg bringen. Neben dem hohen Gehalt an Vitamin C ist der Zitronensaft jedoch auch reich an entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkstoffen. Er kurbelt die Verdauung an, blockiert die Einlagerung von Nahrungsfetten in den Fettdepots an den Problemzonen und reinigt den Darm. Schon in diesem Hinblick kann eine einige Tage begrenzte Zitronensaftkur nur gesundheitliche Vorteile bringen. Neben dem Zitronensaft sind auch der Ahornsirup und der Cayennepfeffer wertvolle Bestandteile des heilenden und immunstärkenden Getränks. Der natürliche Zucker im Ahornsirup liefert bei geringem Kaloriengehalt die Kohlenhydrate, aus denen der Organismus in der Zeit der Fastenkur seine Energie gewinnt. Dadurch werden alle lebenswichtigen Stoffwechselfunktionen aufrecht erhalten, während der Organismus auf Sparflamme schaltet. Der im Cayennepfeffer enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Capsaicin wirkt anregend auf den Blutkreislauf, die Verdauung und den Stoffwechsel, weshalb er die Effekte des Zitronensaftes verstärkt und vor allem in Hinblick auf die Fettverbrennung bedeutend ist. Die aus diesen Zutaten frisch hergestellte, äußerst gesunde Zitronenlimonade ist daher ein hocheffektiver Cocktail, um in kurzer Zeit einige Pfunde zu verlieren und gleichzeitig den Körper von Toxinen zu befreien.

Durchführung der Zitronensaftkur

Die Rezeptur, die dieser Diät zugrunde liegt, ist denkbar einfach. Zwei Esslöffeln Zitronensaft und 250 oder 300 Milliliter kaltem oder lauwarmem Wasser müssen lediglich zwei Esslöffel naturbelassener Ahornsirup und eine Messerspitze gemahlener Cayennepfeffer untergemischt werden, und fertig ist die hochpotente Zitronenlimonade. Der Zitronensaftdiät liegt das Konzept zugrunde, für eine Dauer von bis zu zehn Tagen nichts außer dem beschriebenen Cocktail zu sich zu nehmen. Dies bedeutet, dass keine feste Nahrung gegessen werden darf und auf Kaffee, schwarzen Tee oder andere gewohnte Getränke weitgehend verzichtet werden muss. Dass dies für viele Menschen eine große, vielleicht nicht zu bewältigende Herausforderung auf körperlicher und psychischer Ebene darstellt, ist klar. Es handelt sich bei dieser Diät nämlich um eine richtige Saftfastenkur, und als solche sollte sie nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden. Die Limonadendiät sollte von Menschen mit Magenproblemen keinesfalls ohne Rücksprache mit einem Arzt durchgeführt werden, da die Zitronensäure die angegriffene Magenschleimhaut zusätzlich reizen und zu Bauchschmerzen führen kann. Wer beruflich eingebunden ist, private Verpflichtungen zu erfüllen hat und ein hektisches Leben führt, wird eine solche Fastenkur kaum nebenbei durchführen können. Auch wenn die frische Zitronenlimonade eine ganze Reihe an Nährstoffen enthält, führt sie dem Körper kaum die Energie zu, die er für die Bewältigung eines intensiven Lebensalltags benötigt. Wer die Zitronensaftdiät länger als drei Tage durchzuführen plant, sollte sich unbedingt in ärztliche oder heiltherapeutische Betreuung begeben, um Schwächeanfälle und gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Menschen, die eine Zitronensaftdiät beginnen und vorher gerne Kaffee getrunken haben, sollten sich auf Kopfschmerzen gefasst machen, die als natürliche Nebenwirkung des Koffeinentzugs auftreten.

Grundregeln für den Erfolg der Zitronensaftkur

Der Körper sollte einige Tage vor Beginn der Kur auf die Fastenzeit vorbereitet werden. Damit sich der Organismus darauf einstellt, in der Phase der Kur seine Energiereserven zu verbrauchen und Giftstoffe auszuscheiden, sollten im Vorfeld mindestens zwei oder drei Entlastungstage erfolgen, in denen die Nahrungsaufnahme bereits deutlich reduziert wird. Vegetarische, schonend zubereitete Lebensmittel, Gemüsebrühen, viel Wasser und ungesüßter Kräutertee stimulieren die natürlichen Entgiftungsprozesse. Alkohol, Kaffee und Nikotin sollten bereits einige Tage vor Beginn der Kur konsequent gestrichen werden. Für das geistige und körperliche Wohlbefinden ist es auch empfehlenswert, keinen anstrengenden beruflichen und familiären Verpflichtungen nachkommen zu müssen und sich ausreichend Erholung zuhause und in der freien Natur zu gönnen. Für die Zeit vor der Limonadenkur empfehlen Burroughs und Woloshyn zudem eine Darmreinigung mit Natron, die verhindert, dass im Zuge der Entschlackung Giftstoffe an die Blutbahn abgegeben werden und sich negativ auf Körper und Psyche auswirken. Zusätzlich sollten Menschen während der Kur jeden Morgen etwas Salzwasser und am Ende jedes Tages einen Kräutertee mit abführender Wirkung trinken.

Dem Jo-Jo-Effekt entgegenwirken

Jede Saftfastenkur, und so auch die Zitronensaftdiät, ist als Crash-Diät zu betrachten, die einen verantwortungsvollen Umgang erfordert, damit es nicht zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt kommt und die mühsam verlorenen Pfunde nach einer herausfordernden Woche nicht innerhalb kürzester Zeit wieder auf der Waage angezeigt werden. Wie nach jeder Fastenkur sollten auch nach der Zitronensaftdiät mehrere Tage eingeplant werden, an denen der Körper wieder langsam an feste Nahrung gewöhnt wird. Leichte Gemüsesuppen, frisch gepresste Gemüse- und Obstsäfte, Haferbrei, Rohkost und Salate sind in dieser sensiblen Umstellungsphase die beste Kost. Erst nach und nach sollten anschließend wieder Fisch, Fleisch, Brot, Eier und Milchprodukte in den Speiseplan integriert werden. Damit sich der Abnehmerfolg langfristig bezahlt macht, ist nach Beendigung der Kur generell auf eine ausgewogene, möglichst naturbelassene Ernährung mit hochwertigen Ölen, viel Frischkost und biologischen tierischen Produkten zu achten.

Eine wesentlich einfachere Methode, von den gesundheitlichen Vorteilen der Zitronensaftdiät auf lange Sicht zu profitieren, ist es, hin und wieder einen Tag einzulegen, an dem dem Organismus nur leichte Lebensmittel und die nährstoffreiche Limonade zugeführt werden. Wer sich an den würzigen Geschmack des hocheffizienten Fatburner-Getränks gewöhnt hat, wird es bald auch gerne täglich statt Cola, Bier oder Kaffee trinken.