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Wieso nehme ich nicht ab?

Warum nehme ich nicht ab? – Wege zum Wunschgewicht

Hollywood- oder Ananas-Diät, Atkins oder Low Fat: Heilsversprechungen im Bereich Ernährung und Diät gibt es viele. Doch trotz verbissener Anstrengungen will sich der Erfolg oftmals nicht einstellen – oder das Gewicht steigt sogar. Doch was steckt dahinter, wenn der Zeiger auf der Waage zu klemmen scheint? Und was ist wirklich die beste Methode, um überflüssige Pfunde loszuwerden? Einige Ernährungsregeln können dabei helfen, dem Hüftgold endlich erfolgreich zuleibe zu rücken.

Druck macht dick!

Ständiges Wiegen, Frust statt Lust, Verzicht statt Genuss: Wer sich permanent unter Druck setzt, wird schwerlich sein Wunschgewicht erreichen. Nicht umsonst betonen Ernährungsexperten, dass Abnehmen im Kopf beginnt, denn Druck blockiert und sorgt dafür, dass das Gegenteil eintritt. Es gilt also, sich realistische Ziele zu setzen und nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen, wenn man der Versuchung doch einmal nachgegeben hat. Besser ist es, die Ess- und Bewegungsgewohnheiten schrittweise zu ändern und sich auch an kleinen Erfolgen zu freuen. Wer Schokolade liebt, sollte sie sich nicht ganz verbieten, sondern sich beispielweise immer wieder ein paar Stückchen gönnen. Denn auch kleine Etappensiege sind ein Grund, um stolz auf das Erreichte zu sein. Eine positive Grundhaltung sich selbst gegenüber lässt die Wahrscheinlichkeit steigen, dass es mit dem Abnehmen klappt.

Dickmacher aufspüren

„Ich esse doch gar nicht so viel, ich weiß gar nicht, warum ich zunehme.“ Dieser Satz ist mitunter von Menschen zu hören, die gerne abnehmen würden – aber irgendwie will es nicht so recht funktionieren. Hierbei ist es hilfreich, ein paar Tage lang alles aufzuschreiben, was man gegessen hat: Waren es vielleicht zu viele Snacks? Ist der vermeintlich kalorienarme Salat mit Croutons, Speck, fettigem Dressing und Weißbrot wirklich eine Alternative? Steht überhaupt zu viel Fett auf dem Speiseplan? Regelmäßiges Nachschauen in einer Nährwerttabelle kann dabei helfen, Kalorienbomben auf die Spur zu kommen, die auf den ersten Blick ganz harmlos erscheinen.

Kein Gewichtsverlust

Kein Gewichtsverlust ©iStockphoto/kzenon

Zuckerfallen meiden

Zucker im Übermaß ist ungesund, macht dick und träge – das wissen wir alle. Doch das süße Gift steckt beileibe nicht nur in Schokolade & Co. Auch zu viel Obst, Süßgetränke und Fruchtsäfte treiben den Blutzuckerspiegel in die Höhe. Ein Glas Orangensaft beispielsweise hat bedingt durch den Fruchtzucker genauso viele Kalorien wie Cola. Deswegen gilt auch bei Obst und Fruchtsäften: bitte nur in Maßen.
Ernährungswissenschaftler sagen, dass 300 Gramm Obst am Tag ausreichend sind.

Vorsicht ist auch bei Light-Getränken und Süßstoff angebracht: Denn durch den süßen Geschmack wird dem Körper suggeriert, dass Zucker zugeführt wird. Dadurch wird automatisch Insulin ausgeschüttet. Kommt de facto aber kein Zucker, entsteht Unterzucker. Dieser wiederum führt zu Hunger, der bis zu zwei Stunden lang anhalten kann. Aufgrund dieses Kreislaufes machen Light-Getränke eher dick als dünn.

Auch viele andere Nahrungsmittel enthalten oftmals mehr Zucker als angenommen. Dies gilt zum Beispiel für Fertiggerichte, die häufig mit Zucker, Salz und Geschmacksverstärkern angereicht werden. Die Alternative ist, zu frischen Lebensmitteln zu greifen und möglichst viel selbst zuzubereiten. Das ist natürlich mit mehr Aufwand verbunden, lohnt sich aber. Um dem Zucker auf die Spur zu kommen, sollte man sich regelmäßig Nährwertangaben auf den Verpackungen anschauen. Dabei wird man staunen, was in unseren Lebensmitteln so alles drin steckt.

Bewegung, Bewegung, Bewegung!

Ein trainierter Körper verbraucht mehr Energie und das sogar im Schlaf. Um dauerhaft abzunehmen, ist es ideal, auf eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining zu setzen. Dadurch werden Kalorien und Fett verbrannt, mehr Muskeln sorgen außerdem dafür, dass der Grundumsatz des Körpers steigt. Ideal ist es, eine Sportart zu finden, die Spaß macht, denn wenn beim Sport die Freude ausbleibt, bleibt man schwerlich bei der Stange.
Bewegung kann man dabei auch ganz einfach in den Alltag einbauen: die Treppe nehmen statt den Fahrstuhl, einen Spaziergang in der Mittagspause machen, Rad fahren statt Bus usw. Gerade Bewegung im Alltag hält uns fit und gesund, angeblich soll jede Treppe, die wir steigen, das Leben um 5 Sekunden verlängern.

Hilfreich ist auch ein Schrittzähler. Dadurch werden wir motiviert, die empfohlenen 10.000 Schritte am Tag, die dem Erhalt der Gesundheit und der Vermeidung chronischer Krankheiten dienen, auch wirklich zu gehen – oder sogar noch mehr, denn es macht Spaß, sich selbst zu übertreffen. Auf diese Weise ist es einfacher, die notwendige Disziplin aufzubringen, die erforderlich ist, um den Körper auf Dauer fit und schlank zu halten.

Finger weg von Diäten!

Mit einer Crash-Diät 10 Kilo abnehmen, um nach vier Monaten wieder 15 Kilo mehr auf die Waage zu bringen: Die meisten Diäten sind darauf angelegt, einen Gewichtsverlust in sehr kurzer Zeit zu erzielen. Doch bekommt der Körper zu wenig Kalorien und Nährstoffe (unter 1.200 kcal), schaltet er automatisch auf Sparmodus, der bis zu zwölf Monate lang aktiv bleiben kann. Das Ergebnis ist, dass die meisten Menschen nach einer Crash-Diät mehr wiegen als zuvor. Der berühmt-berüchtigte Jo-Jo-Effekt tritt ein. Zu wenig essen ist daher genauso nachteilig wie zu viel essen. Besser ist es, auf Dauer eine ausgewogene, gesunde Ernährung mit ca. 1.200 kcal am Tag mit viel Bewegung zu kombinieren.

Work-Life-Balance

Auch Stress kann dick machen: Denn durch Stress wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet, welches dafür sorgt, dass mehr Fett eingelagert wird. Um auf Dauer ein gesundes Gewicht zu erreichen oder zu halten, ist es also elementar, eine Balance zwischen Anspannung und Erholung zu finden. Sport, regelmäßig Freunde treffen, ein Hobby pflegen: All dies hilft Körper und Seele, Cortisol wieder abzubauen und zur Ruhe zu kommen. Diese Erkenntnis wird unter dem Stichwort Work-Life-Balance zusammengefasst. Auch zuwenig Schlaf ist übrigens ein Stressfaktor. Selbstredend ist das Schlafbedürfnis unterschiedlich, so dass jeder herausfinden muss, wie viel er benötigt. Auf Dauer braucht der Mensch für seine Gesundheit und somit auch für ein gesundes Gewicht auf jeden Fall ausreichend Ruhephasen.

Heißhunger austricksen

Heißhunger auf Süßes oder Deftiges überkommt uns ganz plötzlich und es ist schwer, ihm zu widerstehen. Doch Heißhunger kommt nicht von ungefähr. Ist es möglich, dass zu unregelmäßig gegessen wurde? Verschieben wir beispielsweise das Mittagessen auf 14.30 Uhr, kann es passieren, dass wir mehr essen als ursprünglich gewollt. Aber auch sehr kohlenhydratreiche Speisen können zu Heißhunger führen. Zucker beispielsweise sorgt im Wechselspiel mit Insulin dafür, dass wir das Bedürfnis nach immer mehr Zucker haben und der Fettabbau im Körper blockiert wird. Ratsamer ist es daher, auf langfristig sättigende Lebensmittel wie Gemüse, Vollkornprodukte oder Proteine (zum Beispiel fettarme Milchprodukte) umzusteigen, die dafür sorgen, dass der Blutzucker konstant bleibt und der Körper darüber hinaus mit wertvollen Nährstoffen versorgt wird. Allerdings sollte ein bisschen Naschen hin und wieder drin sein: Denn wer „nie wieder“ sagt, setzt sich automatisch unter Druck, was wiederum dazu führt, dass erneut unwiderstehliches Verlangen entsteht.

Siege feiern!

Statt der 8 zeigt die Waage endlich eine 7 an? Das ist ein Grund zum Feiern! Beim Abnehmen ist die Kunst, sich wirklich zu freuen, genauso wichtig wie Disziplin, denn positive Gefühle sorgen dafür, dass wir bei der Stange bleiben. Sich einen gemütlichen Abend mit Freunden gönnen, ein neues Kleidungsstück kaufen oder ein neues Paar Schuhe: Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu belohnen. Hauptsache wir belohnen uns nicht mit Essen. Wer sich über Erreichtes freut und sich dann auch etwas gönnt, ist auch weiterhin motiviert. Ein ganz wichtiger Tipp übrigens: Kleidungsstücke, die nicht mehr passen, sollten rigoros aussortiert und durch neue ersetzt werden. Schließlich läutet das Erreichen des Wunschgewichts ein neues Lebensgefühl ein und das sollte sich auch in Äußerlichkeiten widerspiegeln.

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