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Tipps zur Motivation während einer Diät

Die erfolgreiche Umsetzung von bestimmten Projekten im alltäglichen Leben beruht nicht nur auf einer adäquaten Planung, einer sinnvollen Struktur und auf einem Gespür für Realismus, es ist auch die persönliche Motivation, welche die Menschen bei der Verwirklichung ihrer Ziele antreibt. Denn ohne Anreiz und ohne Triebkraft führt in den meisten Fällen selbst das solideste und vielversprechendste Konzept letztlich nicht zu einem positiven Ergebnis.

Motivations-Pusher und Impulse

Agens und Ansporn spielen auch bei der Durchführung einer Gewichtsreduzierung eine entscheidende Rolle. Um eine Diät erfolgreich durchzuhalten und auch längerfristig mit einem affirmativem Effekt rechnen zu können, sind Willenskraft und Standhaftigkeit gefragt.

Und damit Entschiedenheit und Dynamik nicht während des Prozesses verloren gehen, sind immer wider neue Impulse zur eigenen Motivation nötig. Agens und Ansporn sind zumeist sehr eng mit dem Erreichen des individuell gesetzten Zieles, also auch mit der Erwartung eines bejahenden und bestätigenden Effektes verbunden. Wie bei vielen anderen Maßnahmen für eine gesündere und bewusstere Lebensgestaltung ist auch bei Diäten das Prinzip einer individuellen Belohnung für erbrachte Leistungen eine wirksamer Motivations-Pusher. Ob Low-Carb, Weight Watchers, Glyx oder FDH, die persönliche, stetige Motivation durch Impulse und die Erhaltung der inneren Triebkraft sind immer von großer Bedeutung für einen längerfristig anhaltenden Erfolg.

Zielsetzung – Realismus und Struktur

Zu Beginn einer Diät ist es ratsam, das gewünschte Endergebnis festzulegen und vorausschauend zu planen, wie dieses erreicht werden kann. Soll die Gewichtsreduzierung beispielsweise 15 Kilogramm umfassen, so stellt diese Zahl das angestrebte Ziel dar. Der gewählte Weg, um an dieses Ziel zu gelangen, kann in mehrere kleinere und insbesondere realistische Teilziele gesplittet werden. Ein Teilziel könnte hierbei zum Beispiel die Zielsetzung sein, innerhalb einer Woche ein Kilogramm an Gewicht zu verlieren. Denn kleine Erfolge auf dem Weg zum angestrebten Endziel stellen einen der wirkungsvollsten Anreize dar, um auch weiterhin Kraft und Energie in das Vorhaben zu investieren.

Motivations-Tipps während einer Diät in der Übersicht

Formulierung der Teilziele und Konkretisierung des Endziels

Als erster Impuls während einer Diät kann das Setzen von realistischen Zielen dienen, hierbei sind Endergebnis und Zwischenziele miteinbezogen. Die angestrebten Ziele sollten klar und deutlich formuliert werden und persönlich lohnenswert erscheinen. Wichtig ist hierbei außerdem, das der realistische Rahmen eingehalten wird. Denn ein zu hoch gesetztes Ziel, welches letztlich nicht erreicht werden kann, führt zu einer Entmutigung durch Misserfolg. Eine Niederlage aufgrund von unrealistischen Erwartungen ist also Gift für die persönliche Motivation.

Motivation während einer Diät

Motivation während einer Diät ©iStockphoto/MarynaVoronova

Das Prinzip der Belohnung als Anreiz

Ein weiterer effektiver Motivations-Pusher bei einer Diät ist das Prinzip der Belohnung. Für das Erreichen von kleineren Teilzielen kann ein spezieller Wunsch, welcher als Lohn für das erreichte Ziel erfüllt wird, ein adäquater Ansporn sein. Diese kleinen Geschenke an sich selbst können in Form von einem „sündigen Tag“ eingeplant werden, also Lebensmittel, welche während der Diät gemieden werden, dürfen an diesem speziellen Tag in einem angemessenen Rahmen genossen werden. Weitere reizvolle Belohnungen sind Kurzurlaube wie Wellness-Wochenenden, Konsumgüter wie hochwertiges Parfum oder spezielle Kleidungsstücke. Exklusive Bekleidung ist besonders als Belohnung für das erreichte Endziel oder für ein Teilziel in der letzten Periode der Diät geeignet, da die Kleidergröße mit dem zu erreichendem Wunschgewicht verbunden ist.

Regelmäßige Motivations-Übungen

Als täglicher Motivations-Pusher fungiert das Fokussieren der Gedanken auf positive Dinge sowie das Ausblenden von negativem Denken. Beim morgendlichen Blick in den Spiegel kann das persönliche Befinden durch einfache, laut ausgesprochene Worte mit positivem Charakter beeinflusst werden, dies wirkt sich auf den gesamten Tagesablauf aus. Sätze wie „Ich bin stark“, „Ich bin auf dem richtigen Weg“, „Ich lasse mich nicht entmutigen“ oder „Ich genieße mein Leben und verliere dabei nicht mein Ziel aus den Augen“ helfen, regelmäßig angewendet, keine demotivierenden Gedanken in sich zu lassen. Denn bei jeder Diät gibt es Zeiträume, in welchen die Gewichtsreduzierung schleppend voran geht. Während zumeist bei stark übergewichtigen Menschen die Pfunde anfangs regelrecht purzeln, dauert es bei Menschen mit leichtem Übergewicht mitunter etwas länger, bis überflüssige Pfunde verschwinden. Je nach individuellem Stoffwechsel oder Besonderheiten des eigenen Organismus kann der Körper sich in eine „Übergangsphase“ versetzen, welche zur Folge hat, das weniger Energie verbrannt wird. Nach einer gewissen Zeit der Eingewöhnung fügt sich der Stoffwechsel den neuen Bedingungen und bedient sich somit den unerwünschten Fettreserven des Körpers, eine Gewichtsreduzierung tritt also ein.

Aktivität und frische Luft als Hilfestellung

Sport und Bewegung an der frischen Luft können ebenfalls Motivations-Pusher darstellen. Wenn beim Joggen oder Walken mit den verlorenen Pfunden die Leistungsfähigkeit steigt, ist dies ein besonderer Anreiz, am Ball zu bleiben und den gewählten Weg weiter zu gehen, um das Endziel zu erreichen. Zudem helfen der Sauerstoff und die Aktivität, den Organismus in Schwung zu bringen, die Durchblutung zu fördern und den Kopf frei zu bekommen. Tiefes, bewusstes Atmen und das Freimachen des Geistes durch die Wahrnehmung der Natur führt zu einer positiven Grundstimmung und auch zu einem verbesserten Körpergefühl. Das psychische Wohlbefinden stellt durchaus einen wichtigen Faktor bei der erfolgreichen Durchführung von Projekten wie Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung dar.

Unterstützung durch Andere

Manchen Menschen ist es während einer Diät eine große Hilfe, wenn ein Austausch und ein Mitteilen mit anderen Personen über die Thematik stattfindet. Somit kann die regelmäßige Teilnahme an Treffen von Diätgruppen eine äußerst motivierende Wirkung aufweisen. Durch das Gespräch mit „Leidensgenossen“, welche mit den Schwierigkeiten vertraut sind, Ähnliches erleben und von eigenen Erfahrungen berichten können stellt sich ein Gefühl des Miteinanders ein und fördert den Willen, gemeinsam auf ein gleich ausgerichtetes Ziel zuzusteuern.
Unterstützend kann es außerdem sein, Freunde und Familie in das Vorhaben mit einzubeziehen, sie an Erfolgen teilhaben zu lassen und vor allem die letztliche Zielsetzung öffentlich zu machen. Denn Lob und Anerkennung durch Bekannte oder Verwandte wirken bestärkend und bestätigend. Zuspruch in niederschmetternden Durststrecken, wenn der Erfolg ein wenig auf sich warten lässt, kann helfen, den Mut nicht zu verlieren und den Fokus weiterhin auf das gesetzte Ziel und den Weg dahin zu legen.

Akut-Maßnahmen bei schwindender Motivation während einer Diät

Trotz regelmäßiger und stetiger Motivation durch Impulse kann es in schwierigen Zeiten zu einem akuten Abfall der inneren Bereitschaft kommen, an dem Projekt der Gewichtsreduzierung festzuhalten. Dies kann durch auf sich warten lassende Erfolge, durch unerwartete stressige Ereignisse wie äußere Einflüsse oder einfach durch psychischen Druck und vermindertes Wohlbefinden erfolgen.

Für eine Akut-Motivation sind Sofort-Strategien erforderlich. Es kann mitunter helfen, mit sich selbst auszumachen, den Diätplan beispielsweise noch bis zum Wochenende durchzuhalten, also spontane Zwischenziele zu setzen. Denn häufig sind die schwachen Momente der Demotivation am nächsten Tag schon vorbei, die Sofort-Strategien dienen also der zeitlichen Überbrückung von Krisen. Worte an sich selbst vor dem Spiegel wie „Ich warte ab, ob ich mich morgen früh immer noch so schlecht fühle und entscheide dann, wie ich weiter verfahre“ oder „Ich halte an meinem Plan fest, um zu sehen, ob es sich um eine vorübergehende Krise handelt“ können den schwachen Momenten ihre Bedrohung nehmen und negative Gedanken entkräftigen. Zur Akut-Motivation können auch spontane Belohnungen gehören, wie beispielsweise ein Kinobesuch mit Freunden, das Anschauen des Lieblingsfilms, ein entspannendes Vollbad oder eine Massage. Denn wichtig ist es hier vor allem, den kritischen Moment der Demotivation mit möglichst angenehmen Dingen zu überbrücken.

Eine Hilfestellung ist es möglicherweise, die negativen Gedanken und den eigenen Frust auf ein Stück Papier niederzuschreiben und diesen in einem Schuhkarton zu verstauen, also ein „Rauslassen und Verstauen von Störendem und Demotivierendem“. Auf diesen Zetteln darf durchaus gejammert werden, solange die Beschwerden an sich selbst als eine Art Ritual auch tatsächlich im Karton verschwinden. Solche Maßnahmen können eine Befreiung der persönlichen Gedanken darstellen und dienen somit der Kraftgewinnung für neue Motivation und Impulse.
Hilfreich kann es außerdem sein, sich das bereits Erreichte noch mal vor Augen zu führen, an den eigenen Stolz zu appellieren und zu versuchen, den momentanen akuten Zustand als das zu sehen, was er letztendlich ist, ein temporäres Unwohlsein, welches mit der Zeit auch wieder verschwindet.

Schwache Momente der Demotivation sind menschlich und treten daher immer wieder in den verschiedensten Situationen auf, der Fokus sollte darauf liegen, wie der Umgang mit ihnen gestaltet wird, sodass Krisen mit den Gefühlen des Versagen und der möglichen Niederlage zwar wahrgenommen, jedoch nicht als Grund für ein Aufgeben angesehen werden müssen.


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