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Stoffwechsel-Beschleuniger

Wenn man sein Wunschgewicht erreichen möchte, ist es sehr wichtig, auf einen schnellen Stoffwechsel zu achten. Auf diese Weise können zusätzliche Kalorien verbraucht werden. Eine schnellere und gesündere Gewichtsabnahme ist die Folge. Nur sehr wenige Menschen haben von Natur aus einen starken Stoffwechsel. Die Geschwindigkeit, mit der wir die Energie nutzen können, ist eine Frage der Veranlagung. Bereits bei der Geburt wird festgelegt, ob wir die Kalorien schnell oder nur langsam verbrauchen. An unserer genetischen Veranlagung können wir nichts ändern. Beeinflussen können wir aber andere Faktoren, die für unseren Stoffwechsel ebenfalls von großer Bedeutung sind:

1. Regelmäßig Sport treiben

Körperliche Bewegung bringt den Kreislauf in den Schwung. Das Blut fließt schneller. Die Muskeln laufen warm. Die Atmung wird tiefer. Der gesamte Stoffwechsel wird beansprucht und damit erheblich beschleunigt.

Eine noch bessere und nachhaltigere Wirkung erzielt man, wenn die sportliche Betätigung an der frischen Luft stattfindet. Radfahren oder Joggen sind dabei die beste Wahl, falls man sich bereits an die regelmäßige Bewegung gewöhnt hat. Verläuft der Arbeitsalltag eher im Sitzen, ist es ratsam, am Beginn mit einfachen Übungen anzufangen. Längere Spaziergänge überfordern nicht, bringen den Körper aber gut in Gang. Das vermindert den Muskelkater, der viele Menschen am Anfang einer solchen Umstellung plagt. Damit können die Spaziergänge länger und regelmäßiger durchgeführt werden. Erst wenn diese leicht fallen, ist es anzuraten, zum Joggen oder Radfahren überzugehen.

2. Krafttraining

Mit einem Krafttraining kann der Stoffwechsel langfristig erhöht werden. Wichtig dabei ist der Muskelaufbau. Die Entwicklung der größeren Muskelmasse kostet viel Energie. Der Verbrauch an Kalorien steigt erheblich. Vor allem aber erhöht sich mit dem größeren Muskelanteil der gesamte Grundumsatz des Körpers. Es wird während des ganzen Tages mehr Energie gebraucht. Der Stoffwechsel wird auf Dauer beschleunigt.

Grüner Tee

Grüner Tee ©iStockphoto/Kasiam

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Krafttraining regelmäßig betrieben wird. Denn Muskeln, die nicht immer wieder genutzt werden, verschwinden relativ schnell. Die höhere Energiezufuhr wird von dem Körper aber erwartet. Zusätzliche Fettpölsterchen sind die Folge.

Falls der Gang zum Fitnessstudio einen zu großen Aufwand bedeutet und im Tagesablauf nicht unterzubringen ist, gibt es auch andere Möglichkeiten. Einen ähnlich guten Erfolg erzielt man mit einfachen Sportgeräten, die zu Hause untergebracht werden können. Der Platzbedarf bei solchen Gerätschaften ist sehr unterschiedlich. Manche lassen sich zusammenklappen und verstauen. Andere – wie Expander oder Hanteln – sind ganz und gar leicht unterzubringen.

3. Viel Wasser trinken

Wenn der Stoffwechsel durch die körperliche Betätigung angekurbelt wurde, ist es sehr wichtig, viel Wasser zu sich zu nehmen. Nur mit viel Flüssigkeit ist der Körper in der Lage, über längere Zeit Fette zu verbrennen und die Pfunde schmelzen zu lassen.

Am besten dazu geeignet ist einfaches Mineralwasser. Dieses kann kohlenhydrathaltig oder still sein, je nach persönlichem Geschmack. Wichtig ist lediglich, dass es nicht gesüßt ist. Von Limonaden ist dringend abzuraten. Diese bringen einen Zuckeranteil von 10 Prozent mit und können daher für den gesunden Flüssigkeitshaushalt nicht gezählt werden.

Ist das einfache Wasser geschmacklich sehr unangenehm, kann dies durch die Beigabe von Säften geändert werden. Bereits ein Spritzer Zitronensaft macht das einfache Wasser zu einem erfrischenden, gesunden und schmackhaften Erlebnis. Wichtig bei der Auswahl der Säfte ist, dass es sich dabei um 100-prozentige Säfte handelt. Von Saftgetränken ist abzuraten, da diese immer auch zuckerhaltig sind.

Für eine Person von 70 kg Körpergewicht sind mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag unbedingt erforderlich. Beim Krafttraining, Joggen oder Fahrradfahren sollte die Menge auf drei Liter erhöht werden, um Dehydrierungen zu vermeiden. Wenn Sie bei einer sportlichen Übung merken, das es Ihnen schwindlig ist, Sie sich nicht richtig konzentrieren können und die Atemwege zu trocken sind, ist es ein Zeichen für Dehydrierung. Daher ist zu empfehlen, bei Sport immer ausreichend Wasser dabei zu haben.

4. Kleine Mahlzeiten zu sich nehmen

Um den Stoffwechsel zu beschleunigen sollten viele kleine Mahlzeiten über Tag verteilt gegessen werden. Dies hat mehrere positive Effekte.

Zum Einen bringt jede kleine Menge Essen die vollständige Verdauung in Gang. Es kostet den Körper Energie, die erst einmal erschlossen werden muss. Die Fette werden verbrannt. Dies gilt allerdings nur, wenn dem Essen kein Zucker oder sonstige Süßigkeiten beigemischt sind.

Im Weiteren lassen die kleinen Mahlzeiten keinen großen Hunger aufkommen. Die Diät ist leichter, die Heißhungerattacken sind seltener, der Erfolg ist sicher.

Um zwischen den Mahlzeiten Heißhunger zu vermeiden, ist es außerdem wichtig, keine süßstoffhaltige Produkte zu sich zu nehmen. Die Süßstoffe versprechen dem Körper schnelle Energie, ohne diese liefern zu können. Das verstärkt den Appetit. Es wird mehr gegessen. Aus diesem Grund finden sich Süßstoffe häufig in industriell hergestellten Fertigprodukten oder sogar Salaten. Sie können diese vermeiden, wenn Sie vor dem Kauf die Zutatenliste der Produkte genau durchlesen.

5. Stoffwechsel Beschleuniger: Kälte oder Hitze

Auch Umwelteinflüsse können als Stoffwechsel Beschleuniger dienen. In der kalten Jahreszeit braucht der Körper erheblich mehr Energie, um die interne Körpertemperatur zu halten. Der Grundumsatz wird höher. Der Energieverbrauch steigt. Besondere Vorsicht ist allerdings bei Unterkühlung geboten, da diese zu schweren Erkältungen führen kann.

Auch Hitze fördert den Stoffwechsel. Der Körper braucht viel Energie, um für Abkühlung zu sorgen. Längere Hitzephasen sind aber mit Vorsicht zu behandeln. Durch die lang andauernde körperliche Belastung kann es zu Herz-Kreislauf-Problemen kommen. Sollte die Hitze im Hochsommer nur schwer zu vermeiden sein, ist eine reichliche Wassereinnahme von entscheidender Bedeutung. Zusätzliche körperliche Anstrengung sollte – soweit möglich – vermieden werden.

Der beste und einfachste Weg, durch die Hitze und Kälte den Stoffwechsel anzuregen, ist die Sauna. Sie ermöglicht eine höchst belebende Abfolge von Hitze und Kälte, die den Körper schnell auch Hochtouren kommen lässt. Die Verweildauer im heißen und kalten Abschnitt kann nach individuellen Wünschen eingestellt werden. Empfehlenswert ist ein Saunabesuch pro Woche.

6. Weitere Faktoren

Leider gibt es auch eine Reihe von Faktoren, die unseren Stoffwechsel verlangsamen und auf die wir nur wenig Einfluss haben:

Mit dem Alter verlangsamt sich unser Stoffwechsel grundsätzlich. Es wird davon ausgegangen, dass ab dem 40. Lebensjahr der Stoffwechsel alle 10 Jahren 5 % langsamer wird. Dies bedeutet allerdings nicht, dass es nicht wieder in Schwung gebracht werden kann. Wer vor dem 40. Lebensjahr einen bewegungsarmen Alltag pflegte, kann in älteren Jahren damit beginnen, viel Sport zu treiben und sich gesund zu ernähren. Trotz Alters kann der Körper in diesem Fall die Energie viel schneller umsetzen als in den früheren Lebensabschnitten. Alter ist daher kein guter Grund, um auf die gesunde Lebensführung zu verzichten.

Auch bestimmte Krankheiten können sich negativ auf unseren Stoffwechsel auswirken. In einem solchen Fall ist es ratsam, eine Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Unter Umständen sind leichte körperliche Bewegung oder Spaziergänge an der frischen Luft möglich oder sogar förderlich. Eine gesunde Ernährung und viel Flüssigkeit sind auch und vor allem bei einer Erkrankung sehr wichtig.


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