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Spielen Vitamine beim Abnehmen eine Rolle?

Ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung leidet durch moderne Ernährungs- und Lebensgewohnheiten langfristig an niedrigen Vitalstoffwerten. Fast Food und Fertiggerichte enthalten nahezu keine Vitamine, sondern sind durch ihren hohen Gehalt an künstlichen Zusätzen sogar indirekt daran beteiligt, dass der Körper weniger Vitalstoffe aus der Nahrung aufnehmen und verwerten kann.

Wer durch eine Diät Gewicht reduzieren möchte, läuft besonders Gefahr, ohne es zu wissen durch die Abstriche auf dem Speiseplan auf eine einseitige Ernährung umzustellen. Neben daraus resultierenden Mangelerscheinungen, die ein erstes Zeichen für die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sind, kann auch der Energiehaushalt und damit die Leistungsfähigkeit durch eine Vitamin-Unterversorgung erheblich leiden. Da es aber nur zu einer effizienten Fettverbrennung und dadurch den Abbau von unschönen Fettpolstern an Bauch, Po und Hüfte kommen kann, wenn eine gesunde Diät auch durch ausreichende Bewegung begleitet wird, kann eine einseitige Ernährung schnell dazu führen, dass die körperliche Fähigkeit zu sportlicher Leistung chronischer Müdigkeit und Antriebslosigkeit weicht.

Wie zahlreiche Studien gezeigt haben, sind es gerade die Vitamine und Vitalstoffe in frischen Lebensmitteln, die im Zuge einer Abnehmkur wesentlich dazu beitragen können, dass die überflüssigen Pfunde auf gesunde Weise reduziert werden. Manche Vitamine genießen sogar den Ruf als sogenannte Fettburner-Geheimwaffen, die bei regelmäßiger Zufuhr ihren Teil dazu beitragen, dass der Stoffwechsel in Bewegung kommt und dadurch die Fettverbrennung angeheizt wird. Im Folgenden sollen nun diese Vitamine und der richtige Umgang mit ihnen näher beleuchtet werden.

Vitamine

Vitamine ©iStockphoto/mcfields

Mit vitaminreicher Kost zur Traumfigur

Bei den meisten übergewichtigen Menschen lässt sich neben offensichtlicheren Ursachen wie Bewegungsmangel und dem überwiegenden Konsum dickmachender Gerichte auch ein signifikant niedriger Vitalstoffspiegel im Blut nachweisen, der dadurch entsteht, dass die Fettzellen an den Problemzonen dem Körper zusätzlich Vitamine entziehen. Dadurch befinden sich Betroffene häufig in einem Teufelskreis, der nur dann durchbrochen werden kann, wenn die Ernährung zugunsten eines hohen Vitamingehalts dauerhaft umgestellt wird. Vitaminreiche Kost hilft schon dadurch beim Abnehmen, dass die vitalstoffreichsten Lebensmittel auch die kalorienärmsten und oft die am besten sättigenden in der Lebensmittelpyramide darstellen. Eine Kost auf Basis solcher Lebensmittel besteht zum größten Teil aus frischem Obst und Gemüse, das bevorzugt in Bioqualität gewählt werden sollte, da moderne Anbaumethoden, Pestizide, künstliche Dünger und Glashäuser wesentlich daran beteiligt sind, dass den Pflanzen die Vitalstoffe entzogen werden und damit weniger Vitamine auf unserem Teller landen. Ein hoher Anteil an pflanzlicher Bio-Kost garantiert eine optimale Versorgung mit Vitaminen, die durch ihre positive und ausgleichende Wirkung auf den Stoffwechsel wesentlich dazu beitragen, dass der Körper die überschüssigen Fettpolster abbaut und dadurch der Wunsch von der Idealfigur ein realisierbares Ziel wird.

Die Geheimwaffen unter den Vitaminen

Das Fatburner-Vitamin C, das vor allem wegen seiner immunstärkenden Eigenschaften bekannt ist, produziert in Kombination mit Proteinen ein Wachstumshormon, das wesentlich daran beteiligt ist, dass der Körper das mit der Nahrung aufgenommene Fett in Energie umwandelt. Darüber hinaus sorgt Vitamin C nachweislich für ein straffes Bindegewebe und reduziert damit unerwünschte Cellulite-Dellen an Oberschenkeln und Po. Diese Wirkung ist gerade während einer Diät von großem Vorteil, weil starker Gewichtverlust oft zu schlaffer Haut führt. Vitamin C, das in vielen Obst- und Gemüsesorten steckt, sollte deshalb täglich zugeführt werden.

US-amerikanische Wissenschaftler fanden im Zuge einer umfassenden Studie heraus, dass Vitamin D, das der Körper zu einem großen Teil durch Sonneneinstrahlung bildet, maßgeblich die Effizienz einer Diät unterstützt. Je höher der Vitamin-D-Spiegel der Probanden dieser Studie war, desto schneller verloren sie auch die überschüssigen Pfunde. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sowie häufiger Konsum von fettem Seefisch wie Lachs, Makrele oder Dorsch füllen die Vitamin-D-Speicher auf und helfen dadurch, auf schnellem Wege das Wunschgewicht zu erreichen.
Auch die Vitamine der B-Gruppe werden immer häufiger mit einem effizienten Fettabbau und der Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit, die vor allem für sportliche Betätigung im Rahmen einer Diät notwendig ist, in Verbindung gebracht. Während Vitamin B1 die Verdauung ankurbelt und die Muskelmasse stärkt, unterstützen B7 und B12 den Fettabbau. Vitamin B2 gewährleistet, dass Kohlenhydrate und Eiweiße in Energie umgewandelt werden und sich nicht in den Fettdepots einlagern. Wer regelmäßig Fisch, mageres Fleisch, Vollkornprodukte, grüne Gemüsesorten, Pilze, Eier, Weizenkeime und Quark in den Speiseplan integriert, garantiert eine optimale Versorgung mit den B-Vitaminen. Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin A, das vorwiegend in Karotten, Lachs und Blattgemüse steckt sowie mit in Nüssen, Getreide und kalt gepressten, hochwertigen Ölen enthaltenem Vitamin E garantiert, dass der Eiweißhaushalt nicht aus dem Gleichgewicht gerät und der Körper belastbar bleibt.

Vitamine schonend zubereiten

Viele der in Obst und Gemüse enthaltenen Schlankheitsvitamine werden im Zuge der Speisezubereitung zerstört. Mit einigen Tricks lässt sich der Vitalstoffgehalt der Lebensmittel jedoch zu einem großen Teil erhalten. Die Konzentration von Vitaminen in Obst und Gemüse nimmt durch lange Lagerzeiten signifikant ab. Dies bedeutet, dass ein optimaler Vitalstoffgehalt in pflanzlichen Lebensmitteln nur dann gewährleistet ist, wenn diese bald nach dem Kauf weiterverarbeitet werden und nicht wochenlang in der Gemüselade des Kühlschranks lagern. Tiefkühlgemüse weist in vielen Fällen eine deutlich höhere Vitaminkonzentration auf als frische, nach langen Transportwegen in den Supermarkt gelangte Ware, da es direkt nach der Ernte schockgefroren wird und dadurch ein Großteil der Vitalstoffe erhalten bleibt.

Es empfiehlt sich, so oft wie möglich pflanzliche Lebensmittel in ihrer rohen Form in Salaten, auf Rohkostplatten oder zum Knabbern zwischendurch zu verzehren, denn dadurch werden dem Körper die meisten pflanzlichen Vitamine zugeführt. Beim Kochen sollte darauf geachtet werden, diese nicht durch zu lange Garzeiten aus den pflanzlichen Lebensmitteln zu schwemmen. Das Kochwasser, das beim Zubereiten von Gemüse entsteht, ist besonders nährstoffreich und sollte aufgefangen werden, um es später als Basis für Suppen, Saucen oder Fonds zu verwenden. Es ist darüber hinaus empfehlenswert, das Gemüse und Obst erst kurz vor dem Verzehr oder der Zubereitung zu zerkleinern.

Das Fatburner-Vitamin C ist besonders hitzeempfindlich und wird durch Kochen, Backen und andere Zubereitungsformen weitgehend zerstört. Lediglich Sauerkraut und Kartoffeln können länger gekocht werden, ohne dass sie ihren Vitamin-C-Gehalt verringern. Früchte und Gemüsesorten wie Paprika oder Salat sollten deshalb so oft wie möglich in roher Form auf dem Speiseplan stehen.

Die Lügen der Vitaminpillen-Industrie

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Die Pharmaindustrie bietet eine Vielzahl an Präparaten, die in Reformhäusern in allen erdenklichen Kombinationen und Wirkstoffkomplexen erhältlich sind. Trotz der Versprechen der Hersteller, die behaupten, dass sich Immunsystem, Gesundheit und Leistungsfähigkeit durch diese „Wunderpräparate“ signifikant verbessern lassen, ist es heute wissenschaftlich erwiesen, dass künstlich hergestellte Vitamine vom Körper nicht aufgenommen und verarbeitet werden können. Dies bedeutet, dass solche teuren Präparate als Nahrungsergänzungsmittel völlig nutzlos und damit Geldverschwendung sind. Die Vorstellung, mit ungesunder Ernährung und der Einnahme einiger Pillen denselben Effekt zu erzielen wie durch eine auf frischem Obst, Gemüse, Vollkorn, Milchprodukten und magerem Fleisch und Fisch basierende Kost ist somit schlichtweg illusorisch.

Statt lebensverlängernder Wirkung, wie sie von den Pharmakonzernen beworben wird, lauert sogar eine nicht zu unterschätzende Gefahr in diesen Vitaminkomplexen. Wissenschaftler konnten in zahlreichen Langzeitstudien nachweisen, dass die Überdosierung mancher Vitamine, die vor allem durch die Einnahme dieser Pillen zustande kommt, erhebliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Da ein Zuviel gewisser Vitalstoffe nicht über die Nieren ausgeschieden werden kann, reichern sich diese in der Leber an und vergiften unter Umständen den gesamten Organismus. So wurde beispielsweise ein Überschuss von Vitaminen mit einem erhöhten Risiko, an Lungen- oder Prostatakrebs zu erkranken, in Verbindung gebracht. Auch für Leberschäden, Muskelschwächen oder Störungen des Nervensystems werden überdosierte künstliche Vitamine verantwortlich gemacht.

Eine gesunde, vitalstoffreiche Ernährung ist, auch oder besonders im Zuge einer Diät von größter Wichtigkeit und kann keinesfalls durch Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel ersetzt werden. Eine gewissenhafte Ernährungsumstellung zugunsten einer vitaminreichen Kost bewirkt einen hohen Vitalstoffspiegel im Blut, was zu mehr Ausdauer und Durchhaltevermögen beim Sport, besserer Laune sowie einer deutlichen Verbesserung der Beschaffenheit von Haut, Haaren und Nägeln führt. Dies bedeutet mehr Freude am Prozess des Abnehmens und einen zusätzlichen positiven Schub für das Selbstbewusstsein, der die Beziehung zum eigenen Körper signifikant verbessert und vor allem übergewichtigen Menschen den Weg zur Traumfigur erleichtert.

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