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Hilft langsames Essen beim Abnehmen?

Wer langsam isst, verliert schneller an Gewicht. Eine These, die viele Menschen im Vorfeld als widersprüchlich ansehen. Denn weshalb sollte ein langsameres essen dazu führen, dass der Gewichtsverlust eintritt? Stimmt die Theorie, dass eine langsamere Nahrungsaufnahme gleichzeitig das Gewichtsproblem beseitigt?

Faktor Stress

Es muss schnell gehen. In der heutigen Zeit leiden immer mehr Menschen unter Zeitdruck – für das Essen selbst bleiben nur wenige Minuten am Tag. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass nicht nur die Zubereitung schnell geht, sondern auch der Essensvorgang nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. Fast Food oder Fertiggerichte sorgen dafür, dass in der Mittagspause binnen Minuten das Essen vorhanden und gegessen wird. Auch am Abend – daheim – entscheidet man sich für Fertiggerichte. Schlussendlich hat man nach einem langen Arbeitstag wenig Zeit und Lust, noch etwas Frisches zu kochen. Gleichzeitig bedeutet das, dass das Essen in der heutigen Zeit keinen hohen Stellenwert mehr hat. Doch das schnelle Essen, Fertiggerichte oder Fast Food sind schlussendlich die Wurzel all des Übels mit dem Gewicht. Denn das Schlingen macht dick – und sorgt gleichzeitig für Verdauungsschwierigkeiten. Entscheidet sich der Übergewichte Gewicht zu verlieren, ist es ratsam, wenn er im Vorfeld langsam isst. Er wird sozusagen zum Genießer. Auch sollten Fertiggerichte der Vergangenheit angehören. Das Essen braucht einen höheren Stellenwert. Man muss sich Zeit nehmen und sich auf das Essen konzentrieren, es schätzen und bewusst sein, dass man gerade eine Mahlzeit zu sich nimmt.

Der Sättigungsprozess

Wer seine Mahlzeit bewusst genießt, langsam isst und sich dabei konzentriert, erlebt gleichzeitig Vorteile. Isst der Betroffene langsam, dann wird er gleichzeitig weniger zu sich nehmen. Diese geringere Nahrungsaufnahme sorgt dafür, dass der Betroffene weniger Kalorien zu sich nimmt und sodass gleichzeitig der Gewichtsverlust einsetzt. Außerdem sorgt das langsame essen für eine problemlose Verdauung. Der Betroffene klagt weniger über Sodbrennen und leidet auch seltener an Blähungen oder Magenschmerzen. Oftmals sind Verdauungsprobleme auf Grund der schnellen Nahrungsaufnahme zurückzuführen. Auch betrachtet der Betroffene das langsame Essen als Genuss. Er nimmt die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wahr – er lässt sich sozusagen „das Essen auf der Zunge“ zergehen und erlebt eine neue Art der Mahlzeit. Ein weiterer Vorteil der langsamen Nahrungsaufnahme ist der Stressabbau. Wer sich gezielt Zeit für sein Essen nimmt, reduziert automatisch den Stress und sorgt dafür, dass die Pause tatsächlich auch genossen wird.

Slow Food

Slow Food ©iStockphoto/style-photographs

Das Signal des Körpers

Dutzende Studien belegen seit Jahren, dass ein langsameres Essen zu einer schnelleren Sättigung führt. Das bedeutet: Je langsamer der Betroffene isst, umso schneller wird er statt – das bedeutet, dass er gar keine Unmengen an Essen zu sich nimmt. Das klassische „Überessen“ fällt gänzlich aus. Das Sättigungsgefühl tritt nach 15 Minuten bis 20 Minuten – nach dem ersten Bissen – ein. Erst nach dieser Zeit hat der Körper die Möglichkeit zu sagen: Danke, ich bin satt. Vorher ist es dem Körper nicht möglich ein Signal zu senden. Isst der Betroffene innerhalb der ersten 20 Minuten sehr viel, schreit der Körper erst „Halt“, wenn man in Wahrheit schon „überessen“ ist. Man überwindet sozusagen den Mechanismus, dass der Körper sagen kann, er ist satt. Beim langsamen essen hingegen hat der Körper die Möglichkeit, dass er nach 20 Minuten das Signal sendet, dass er genügend Nahrungsmittel zu sich genommen hat. Das liegt auch am stärkeren Anstieg der sogenannten sättigenden Hormone. Je langsamer man isst, umso schneller wird man satt. Eine Theorie – die zu 100 Prozent stimmt und auch mehrmals – durch Studien – belegt wurde.

Langsam essen muss gelernt sein

Doch nicht jeder weiß, wie er langsam isst. Bereits im Kindesalter eignet man sich ein bestimmtes Essverhalten an – das ist im Erwachsenenalter nur schwer wegzubringen. Vor allem deshalb, weil viele Erwachsene gar nicht darauf achten, ob sie schnell oder langsam essen. Schlussendlich achtet der Betroffene gar nicht darauf, weil er dem Essen, im Endeffekt, gar keinen hohen Stellenwert mehr anrechnet. Fakt ist: Nur wer dem Essen hohe Bedeutung schenkt und darauf achtet, dass er langsam und stressfrei die Nahrung zu sich nimmt, kann auch sein Gewicht verringern. Andererseits sorgt er auch dafür, dass es zu gar keinen Gewichtsproblemen kommen kann – denn wer von Anfang an darauf achtet, dass er ruhig und besonnen isst, verhindert Übergewicht und Verdauungsprobleme. Wichtig ist, dass die Betroffenen lernen, wie sie langsam essen. Ein paar Tipps und Tricks helfen – vor allem am Anfang – dabei, wieder ein gemäßigtes Essverhalten zu bekommen:

Tipps und Tricks für das langsame essen

In der Gesellschaft essen. Auch wenn man nicht mit vollem Mund spricht, kann man sich in der Runde – während dem Essen – unterhalten. Das bedeutet gleichzeitig, dass man länger für die Mahlzeit braucht. Auch sollte der Betroffene darauf achten, wie oft er kaut. Durchschnittlich kaut man 10 Mal, bevor der Biss runtergeschluckt wird. Wer darauf achtet, dass er mindestens 20 bis 30 Mal kaut, sorgt dafür, dass er nicht nur länger braucht, sondern verwirklicht auch das Sprichwort „gut gekaut ist halb verdaut“. Ebenfalls ist es ratsam kleinere Bissen zu essen. Große Stücke sorgen dafür, dass die Kauanzahl gemindert wird. Ebenfalls sollte der Betroffene das Essen auf der Zunge zergehen lassen und so die unterschiedlichen Zutaten wie Geschmäcker filtern. So erlebt er eine neue Wahrnehmung seiner Nahrung. Es ist ratsam, hin und wieder eine Essenspause einzulegen. Der Betroffene legt das Besteck für 30 Sekunden zur Seite, genießt das Essen und isst dann erst weiter.

Das Fazit

Natürlich helfen diese Tricks nicht sofort. Je länger man jedoch die einzelnen Tipps und Tricks befolgt, umso schneller wird man automatisch langsamer essen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich das Gewicht reduziert. Außerdem sorgt das langsamere essen dafür, dass man weniger Verdauungsschwierigkeiten hat und sich deutlich gesünder fühlt.

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