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South-Beach Diät

Der US-amerikanische Kardiologe Dr. Arthur Agatston hat die South-Beach Diät entwickelt. Sie soll ein Abnehmen durch einen Verzicht auf schlechte Kohlenhydrate sowie Fette ermöglichen. Ferner ist die Menge der konsumierten Nahrungsmittel entscheidend.

Erfinder der Diät

Der US-amerikanische Mediziner Dr. Arthur Agatston, geboren im Jahr 1947, hat nach seinem Medizinstudium zuerst im New York University Medical Center. Bereits nach einem Jahr ging er nach Florida, um in Miami seine Tätigkeit als Arzt fortzusetzen. Er legte seinen Schwerpunkt auf die Kardiologie und entwickelte so die South-Beach Diät. Heute ist er medizinischer Direktor und praktiziert in South Beach im Bereich der präventiven Kardiologie.

Grundprinzipien der South-Beach Diät

Bereits seit einigen Jahren erlangte die South-Beach Diät als Abnehmhilfe an Berühmtheit. Sie setzt auf einen moderaten Low-Carb Diätplan und gründet sich auf der Ansicht, dass durch den Konsum von langkettigen Kohlenhydraten sowie ungesättigten Fetten der Heißhunger auf Süßigkeiten gemindert wird. Dies soll nicht nur eine Gewichtsabnahme ermöglichen, sondern auch ein Risiko auf diversen chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden und Diabetes reduzieren. Der Fokus liegt damit auf Kohlenhydraten, die einen niedrigen glykämischen Index aufweisen und Fetten, die sich nicht negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken. Die South-Beach Diät ähnelt aufgrund dieser Grundprinzipien der bekannten Low-Carb-Diät von Dr. Atkins, jedoch sind der Kohlenhydratkonsum sowie die Aufnahme von gesunden Fetten nicht so restriktiv.

South-Beach

South-Beach ©iStockphoto/mgahura

Wie sich die Diät aufbaut

Die Diät von Dr. Arthur Agatston gliedert sich in drei Phasen, die der Abnehmwillige einhalten muss. Nur so sollen die Resultate nachhaltig sichtbar sein. Die ersten beiden Phasen sehen eine momentane Nahrungsumstellung vor, während die letzte Phase dauerhaft durchgehalten werden soll. Während der ersten Wochen dieser Diät soll ein rasches Abnehmen einsetzen. In den ersten 14 Tagen, die die erste Phase ausmachen, wird eine Gewichtsreduzierung von vier bis sechs Kilogramm angestrebt. In der zweiten Phase minimiert sich das Gewicht um weitere 500 Gramm pro Woche. In der dritten Phase wird das Wunschgewicht gehalten. Kalorien und Punkte müssen während der Diät und auch danach nicht gezählt werden. Vielmehr werden einige Lebensmittel strikt gemieden oder stark eingeschränkt.

Die drei Phasen der Diät nach Agatston

Erste Phase: Die erste Phase ist zugleich die radikalste Phase. Sie sollte sich maximal auf einen Zeitraum von zwei Wochen erstrecken. In dieser Zeit werden jegliche Zucker und Kohlenhydrate von dem Ernährungsplan gestrichen. Dazu gehören unter anderem Getreide, Reis, Kartoffeln, Obst, Alkohol und Obstsaft. Aus diesem Grund gehört diese Diät zu der Gruppe der Low-Carb-Diäten, wobei „low carb“ wenige Kohlenhydrate bedeutet. Anstelle von Ballaststoffen stehen nun Eiweiße wie Fisch, Fleisch, Eier und Gemüse auf dem Speiseplan. Ein wichtiges Ziel dieser ersten Phase ist, dass sich der Körper an eine neue Art der Ernährung gewöhnt. Aufbauend auf diesen Grundregeln könnte ein typisches Tagesmenü in dieser Phase mit einem Frühstück aus Eiern und Gemüse bestehen. Als Zwischenmahlzeit wird ein Light-Käse verzehrt oder Gemüse. Zum Mittagessen gibt es einen Salat, eine leichte Suppe oder Hähnchenbrust. Am Abend könnte beispielsweise Fisch oder mageres Fleisch sowie Gemüse verzehrt werden.

Zweite Phase: In der zweiten Phase der Diät von Agatston werden nun die Lebensmittel, die in der ersten Phase verboten worden waren, wieder in die Ernährung aufgenommen. Dabei wird bedächtig vorgegangen. So werden zunächst Nahrungsmittel wie Brot, gewisse Obstsorten und Getreide wieder gegessen, die einen geringen glykämischen Index aufweisen und den Blutzuckerspiegel nur geringfügig erhöhen. Jegliche Weißmehlprodukte wie Reise und Kartoffeln sowie Süßigkeiten sind jedoch werden jedoch immer noch vom Speiseplan verbannt. Ziel dieser zweiten Phase ist daher, sich nach und nach dem gewünschten Gewicht zu nähern. Wenn die Waage das Wunschgewicht anzeigt, kann anschließend in die dritte und damit letzte Phase übergegangen werden.

Dritte Phase: Die dritte Phase ist die letzte Phase dieser Diät. Jetzt geht es darum, die neuen Ernährungsgewohnheiten auf Dauer in den täglichen Tagesablauf zu integrieren. Dies soll dafür sorgen, dass das Wunschgewicht lebenslang behalten wird. Somit soll in dieser letzten Phase verhindert werden, dass in alte schlechte Essgewohnheiten zurückgefallen wird. Es erfolgt eine Einteilung in gute und schlechte Fette sowie Zucker. Die Ernährung soll vornehmlich auf Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index bestehen, sodass pflanzliche Fette und Eiweiße bevorzugt werden.

Grundregeln zur Auswahl der Nahrungsmittel

1. Zu den guten Kohlenhydraten und Zuckern wird natürlicher Zucker gezählt, der sich im rohen Zustand befindet. Dazu gehören Früchte, Vollkornprodukte und Gemüse.
2. Gute Fette nach Dr. Arthur Agatston sind pflanzliche Fette wie Rapsöl, Traubenöl, Nussöl oder Olivenöl, welche für den menschlichen Organismus nützlich sind. Auch die Fette im Fisch werden als wertvoll erachtet.
3. Schlechter Zucker ist jeglicher Zucker, der raffiniert bzw. chemisch bearbeitet ist. Er beispielsweise in industriell gefertigten Desserts und Alkohol zu finden.
4. Schlechte Fette sind jegliche gesättigte Fettsäuren, wozu fast alle tierischen Fette gehören. Sie sind in fetten Käsesorten, Vollmilch, Fleischwaren und Sahne enthalten.

Sportliche Betätigung während der Diät

Ein Bewegungsplan ist während der Diät nicht vorgeschrieben und somit kein essenzieller Bestandteil. Für den Anfang wird allerdings ein aerobes Training wie Fahrradfahren oder die Betätigung eines Crosstrainers empfohlen. Es bietet sich ebenso ein zwanzigminütiger, flotter Spaziergang pro Tag an. Ergänzt wird das Kreislauftraining auf Wunsch durch Dehnübungen und ein Training an den Gewichten. Konkrete Übungen werden allerdings nicht angeboten.


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