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Psycho Diät

Da es einen großen Bedarf an Diäten gibt, die unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen sollen, gibt es mittlerweile eine große Vielzahl an Diät-Ratgebern auf dem Markt. Diese beschäftigen sich in den meisten Fällen damit, mit welcher Kombination und Zubereitung von verschiedenen Lebensmitteln ein Erfolg beim Abnehmen erzielt werden kann. Die allerwenigsten von ihnen beschäftigen sich dagegen mit der psychologischen Seite des Abnehmens. Diese Lücke soll die Psycho Diät füllen. Diese Diät, die es ohne objektiven Grund nur zu wenig Bekanntheit gebracht hat, setzt voll und ganz auf das natürliche Empfinden des Körpers und auf die Wiederherstellung eines „echten“ und gesunden Hungers.

Das Prinzip hinter der Psycho Diät

Diese Diät erstellt keine Vorschriften in Bezug auf die Ernährung, die für alle Anwender und Anwenderinnen gelten sollen. Vielmehr geht es um die Stärkung des individuellen Körpergefühls und vor allem um die Wiederherstellung des normalen Hunger- und Sättigungsgefühls. Auf diese Weise soll der Abnahmeerfolg ganz automatisch geschehen. Die Autoren des Ratgebers vertrauen darauf, dass jeder Körper – auch der von Personen mit Gewichtsproblemen – ein solches natürliches Empfinden besitzt, das nur wiederentdeckt und wiederhergestellt werden muss. Wenn das geschehen ist, soll es nach dem Konzept der Diät ganz einfach und ohne Qual möglich sein, überschüssiges Körpergewicht zu verlieren, da das Interesse an übermäßigem Essen der falschen Lebensmittel als solches verschwindet und nicht – wie bei vielen anderen Diätformen – einfach ignoriert wird. Die Autoren möchten auf diese Wiese nicht nur zu einem deutlichen und nachhaltigen Gewichtsverlust verhelfen, sondern auch ein glücklicheres und zufriedeneres Leben ermöglichen, das nach dem Lernprozess innerhalb der Diät frei ist von Gelüsten auf ungesundes und stark kalorienhaltiges Essen.

Psycho Diät

Psycho Diät ©iStockphoto/Tempura

Die Funktionsweise der Diät

Die Psycho Diät folgt trotz ihrer Besonderheit einigen Regeln. Diese liegen aber nicht in Essensplänen oder Ernährungsvorschriften, sondern in einer Hilfestellung für einen Lernprozess, der die innere Einordnung von Lebensmitteln und zubereiteten Speisen betrifft. Wer die Diät anwendet, lernt, alle Lebensmittel in „summende“ und in „winkende“ Lebensmittel zu unterteilen. Diese Unterteilung verläuft ganz individuell und richtet sich nach dem inneren Gefühl des/der Diätenden. Bei den winkenden Lebensmitteln handelt es sich um solche, die einen besonderen Sensationseffekt haben und die starke Gelüste hervorrufen, die vom Hunger unabhängig sind. Die summenden Lebensmittel sind diejenigen, auf die der Körper tatsächlich anspricht. Diese sollen das tatsächliche Hungergefühl befriedigen und zusätzlich auch diejenigen Nährstoffe liefern, die der Körper gerade benötigt. Infolge der nach und nach gelernten inneren Unterscheidung wird ein neues Hunger- und Sättigungsgefühl entwickelt, mit dem sich schlechte Gewohnheiten durchbrechen lassen. Nach den Erfindern der Psycho Diät soll es zudem möglich sein, auf diese Weise den sonst so gefürchteten „Jo-Jo-Effekt“ – also das schnelle Zunehmen nach der Beendigung einer Diät – zu durchbrechen. Deshalb soll der Erfolg der Diät dauerhaft sein.

Die Durchführung der Diät

Wer Lust hat, diese besondere Form der Diät einmal auszuprobieren, sollte nicht mehr unüberlegt etwas essen. Vielmehr gilt es, vor jeder Mahlzeit (und auch jedem Snack) genau in sich hineinzuhorchen und dabei die von dem Lebensmittel oder der Speise ausgehenden Schwingungen zu betrachten. Auf diese Weise kann sie einer der beiden Kategorien „winkend“ oder „summend“ zugeordnet werden.

Winkende Lebensmittel erkennen

Ein winkendes Lebensmittel ist eines, das starke Gelüste hervorruft, die rational nicht spontan erklärt werden können. Hinter diesen Gelüsten stecken aber dennoch bestimmte Ursachen. Zum Beispiel verbinden viele Menschen mit dem individuell winkend empfundenen Lebensmittel besondere Erinnerungen. Dies kann etwa der Fall sein, wenn sie dieses Lebensmittel – meist Süßigkeiten – in der Kindheit als Belohnung oder Geschenk erhalten haben. Dieser Belohnungseffekt prägt sich tief ein und weckt vor allem in Stresssituationen und in Situationen intensiven Gefühlsempfindens die „winkenden“ Gelüste. Ähnlich verhält es sich mit besonders fettigen oder besonders zuckerreichen Speisen. Der menschliche Körper ist darauf geprägt, die eigentlich von Natur aus nur spärlich vorhandenen Energieträger Fett und Zucker möglichst umfangreich aufzunehmen, sodass die kurzen Zeiten des Überflusses für spätere Hungerperioden in Form von Körperfett genutzt werden können. So entwickeln sich die entsprechende Gelüste, die in der heutigen Zeit nicht mehr angebracht und schädlich sind. Auch die gesellschaftliche Stellung eines Lebensmittels kann „winkend“ wirken, da sie ebenfalls unnatürliches Begehren weckt. Letztendlich können auch süchtig machende Wirkstoffe wie Alkohol in diese Kategorie eingeordnet werden.

Summende Lebensmittel herausfinden

Auch bei den summenden Lebensmitteln gilt es, auf das eigene Körperempfinden zu hören. Während winkende Lebensmittel meist für viele Menschen solcherart sind, sind die summenden Lebensmittel vom einzelnen Menschen abhängig und auch hier an den ständig wechselnden Bedarf des Körpers gekoppelt. Ein summendes Lebensmittel ist zudem auch schwieriger zu erkennen, da die Gefühle und Schwingungen hier weniger stark ausgeprägt sind. Hier gilt es, tief in sich hinein zu horchen und sich zu fragen, welches Lebensmittel es nun sein soll. Dieser Vorgang erfordert nicht selten etwas Übung, klappt aber nach und nach immer besser. Summende Lebensmittel sind dabei solche, die bestimmte Nährstoffe enthalten, an denen der Körper gerade einen Mangel hat. Zudem sind es fast immer auch Lebensmittel, die allgemein als gesund gelten. Dabei ist es empfehlenswert, auch einmal etwas mutig zu sein und neue Gerichte und Speisen zu probieren, um neue summende Lebensmittel herauszufinden und so den eigenen Speiseplan zu erweitern.

Für wen eignet sich die Psycho Diät?

Grundsätzlich ist diese Diät mit nur geringem Risiko behaftet. Sie eignet sich allerdings nicht, wenn die Fähigkeit zur Selbstkontrolle im Bereich Essen eingeschränkt oder ausgeschaltet ist, wie es zum Beispiel bei bestimmten Ess-Störungen der Fall sein kann. Dennoch kann sie auch hier eine sinnvolle begleitende Maßnahme sein, da sie das Körperempfinden und das Vertrauen in den eigenen Körper stärkt.

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