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Low Fett 30 Diät

Bei Low Fett 30 handelt es sich um eine seit vielen Jahren in Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern bekannte und beliebte Diätmethode. Ihre Zielsetzung ist ein verhältnismäßig langsames und gesundes Abnehmen und aus diesem Grund eignet sie sich auch für Menschen, die viel Gewicht verlieren möchten oder die – sofern eine Absprache mit dem Arzt vorliegt – gesundheitliche Probleme haben.

Das Konzept von Low Fett 30

Die Basis dieser Diät liegt in einer fettarmen Ernährung. Auf der anderen Seite gibt es im Wesentlichen keine Beschränkung bei der Anzahl der Kalorien. Dennoch wird empfohlen, bei der Ernährung nach diesem Konzept die Kalorien nicht völlig außer Acht zu lassen, sondern sie trotzdem zusätzlich zu der aufgenommenen Fettmenge zu kontrollieren. Die aufzunehmende Fettmenge hat dabei keinen absoluten Wert, sondern richtet sich nach der gesamten Anzahl an Kalorien. Die Kalorien, die über das Fett aufgenommen werden, sollten 30 Prozent der gesamten Kalorien nicht übersteigen. Dies macht auch deshalb Sinn, weil Fett im Vergleich zu den anderen beiden Energieträgern Kohlenhydrate und Eiweiß besonderes viele Kalorien besitzt. Während Eiweiß und Kohlenhydrate etwa vier Kalorien pro Gramm haben, besitzt Fett ganze neun Kalorien pro Gramm – also mehr als doppelt soviel. Durch eine Einsparung von Fett lassen sich also besonders leicht und ohne unangenehmes Hungern viele Kalorien einsparen. Aus diesem Grund lässt sich diese Diät auch besonders leicht und damit notfalls auch langfristig durchhalten, ohne aufgrund von Hunger- und Verzichtsgefühlen zu leiden.

Fettarme Mahlzeit

Fettarme Mahlzeit ©iStockphoto/bocaminus

Die Durchführung und weitere Hinweise

Die Diät Low Fett 30 basiert auf einem wichtigen Grundsatz und mehreren nebenläufigen Hinweisen. Der wichtige Grundsatz liegt darin, maximal 30 Prozent der gesamten täglich aufgenommenen Kalorien aus Fett zu beziehen. Deshalb ist es wichtig, sowohl die aufgenommene Fettmenge als auch die Anzahl der Kalorien zu überwachen. Hierfür gibt es verschiedene Hilfsmittel wie zum Beispiel Lebensmitteltabellen in Buchform oder auch im Internet sowie interaktive Programme, in die die einzelnen Lebensmittel am Computer oder auf dem Smartphone eingetragen werden können. Auf dem Markt existieren auch auf die Diät ausgerichtete spezielle Tabellen, die direkt anzeigen, ob ein einzelnes Lebensmittel für sich genommen zu viel Fett im Verhältnis zur Anzahl seiner Kalorien hat. Dies bedeutet aber nicht, dass dieses Lebensmittel nicht mehr gegessen werden darf. Die Begründerinnen der Diät empfehlen hier, das entsprechende fettreiche Lebensmittel mit fettarmen Beilagen zu kombinieren. Beispiele für diese Beilagen sind Brote aller Art, Nudeln, Reis oder Kartoffeln.

Diese sollen gut und dauerhaft sättigen und so einen Diäterfolg ermöglichen. Neben der wichtigen prozentualen Fettregel gibt es bei der Diät noch weitere Hinweise, die ebenfalls von Bedeutung sind. Zunächst einmal ist es sehr wichtig, sich nicht völlig fettfrei zu ernähren, da der Körper ein Mindestmaß an Fett benötigt. Bei diesem Fett handelt es sich um sogenannte „essentielle Fettsäuren“, die vor allem in fettreichen pflanzlichen Lebensmitteln und Pflanzenölen vorkommen. Deshalb sollte immer auch eine gewisse Menge an diesen Lebensmitteln auf dem Speiseplan stehen (zum Beispiel mit einem Esslöffel Öl in der Nudelsauce). Außerdem sollte die Diät nicht dazu verführen, es mit fettarmen Süßigkeiten oder mit anderen Arten von Zucker zu übertreiben. Auch diese können nämlich dick machen. Viel besser sind stärkereiche Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Im Idealfall sind diese dazu auch noch vollwertig, wie zum Beispiel Vollkornbrot oder Naturreis. Eine weitere wichtige Regeln im Programm von Low Fett 30 liegt in der regelmäßigen Ausübung von Sport. Dabei bleibt es dem/der Einzelnen überlassen, welche Sportart es am besten sein soll. Auch regelmäßige Spaziergänge sind bereits der Gesundheit und dem Erfolg beim Abnehmen sehr zuträglich.

Die Berechnung des Fettanteils

Low Fett 30 hat als Diät ihren Namen daher, dass der Fettanteil an den Gesamtkalorien maximal 30 Prozent betragen darf. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf dieses Ergebnis zu kommen. Die erste Methode liegt darin, sich auf Lebensmittel zu beschränken, die dieses Verhältnis erfüllen. Für naturbelassene Lebensmittel hilft dabei der Blick auf Tabellen im Internet oder in Büchern, die über die Kalorienzahl und den Fettgehalt Auskunft geben. Der Fettgehalt in Gramm wird dabei mit 9 multipliziert. Das Ergebnis sollte maximal 30 Prozent der Kalorienzahl ausmachen. Diese Obergrenze erhält man, indem man die Kalorienzahl durch 100 teilt und das Ergebnis mit 30 malnimmt. Etwas einfacher ist es, darauf zu achten, dass das Lebensmittel pro 100 Kalorien weniger als etwa drei Gramm Fett besitzt. Bei industriell hergestellten Lebensmitteln lassen sich Kalorienzahl und Fettanteil in den meisten Fällen der Verpackung entnehmen. Eine andere Methode besteht darin, den Anteil nicht für einzelne Lebensmittel, sondern für ganze Mahlzeiten zu berechnen. Dies hat den Vorteil, dass die Auswahl an Lebensmitteln hier wesentlich weniger eingeschränkt ist und auch fettreiche Lebensmittel erlaubt sind, wenn sie mit fettarmen kombiniert werden. Ein weiterer Schritt besteht darin, sich zum Ziel zu setzen, an einem einzelnen Tag auf die 30-Prozent-Relation zu kommen. Manche bevorzugen es sogar, in einer Woche die genannte Relation zu erreichen. So sind an einzelnen Tagen auch einmal fettreiche Mahlzeiten erlaubt, wenn sie durch fettarme Tage ausgeglichen werden.

Wichtige Lebensmittel und Rezepte

Für die Diät gibt es aufgrund ihrer Beliebtheit und aufgrund der Tatsache, dass sie auch von Ärzten empfohlen wird, zahlreiche Kochbücher und verschiedene Ratgeber. Auch das Internet bietet eine Vielzahl von Rezepten, die die 30-Prozent-Hürde nicht überschreiten. Wer die Diät versuchen möchte, sollte auf stärkehaltige Nahrungsmittel wie Brot und anderes Getreide, Nudeln, Reis und Kartoffeln setzen. Obst und Gemüse bilden ebenfalls einen wichtigen Grundstein der Diät. Dennoch muss auf fettreichere Lebensmittel nicht verzichtet werden, wenn es gelingt, sie sinnvoll zu kombinieren. Sogar fettarme Süßigkeiten sind erlaubt, wenn damit nicht übertrieben wird.

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