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Logi-Methode Diät

Die Basis: Ein niedriger Blutzuckerspiegel

Das Akronym LOGI bedeutet LOw Glycemic and Insulinemic Diet, zu Deutsch: Ernährung auf der Basis eines niedrigen Blutzucker- und Insulinspiegels.
Der Entwickler der Diät ist der 1951 geborene Dr. Nicolai Worm, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Ernährung. Er hat nicht nur lange Zeit eine Lehrtätigkeit im Bereich der Sporternährung ausgeübt, sondern auch zahlreiche Fachbücher und Broschüren zum Thema Ernährung verfasst. Auch durch seine TV-Auftritte ist er im deutschen Raum kein Unbekannter.

Dr. Worms Theorie besagt, dass die Menschen immer fettleibiger werden und dass Erwachsene mit einem gesunden Gewicht ein immer seltenerer Anblick werden – Schuld sei jedoch nicht eine fett-, sondern eine kohlehydratreiche Ernährung. Laut Dr. Worm sind die Gründe für Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes hausgemacht, kurz: die Menschen haben selbst Schuld.

Eine ungesunde Lebensweise als Verursacher

Allerdings trifft die Schuld nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes. Oft verhindert schon der Beruf allzuviel Bewegung; nach einem achtstündigen Bürojob inklusive Überstunden hat man selten Lust, noch eine Sporttasche zu packen und ins Fitnessstudio oder in die Sporthalle zu fahren.

Die Fettleibigkeit vieler Leute basiert jedoch nicht allein auf mangelnder Bewegung, sondern auch auf falscher Ernährung. Allgemein bekannt ist die Annahme, dass Übergewicht durch zu viel fettes Essen verursacht wird. Laut Dr. Worm ist dies jedoch grundsätzlich falsch – Schuld an der Fettleibigkeit seien nicht etwa die von allen gescholtenen Fette, sondern vielmehr ein Zuviel an Kohlehydraten, welche im Übrigen auch für Störungen des Blutzuckerspiegels verantwortlich seien. Die Folge ist unter anderem Diabetes Mellitus, an dem mittlerweile nicht nur ältere Zeitgenossen, sondern auch Menschen in der Blüte ihres Lebens und sogar Teenager erkranken.

Paar macht Diät

Paar macht Diät ©iStockphoto/gmast3r

Verkannte Dickmacher: Kohlehydrate

Dr. Worms geht davon aus, dass die menschliche Ernährung, evolutionär betrachtet, nur in sehr geringem Maße auf dem Verzehr von Kohlehydraten beruht. Stärke war noch vor mehreren tausend Jahren Mangelware und stand nicht oder kaum auf dem menschlichen Speiseplan. In unserer heutigen Zeit jedoch werden Kohlehydrate nicht nur täglich, sondern in so exzessivem Maß konsumiert, dass sie sogar gesundheitsschädlich sein können.
Forscher an der renommierten Harvard-Universität in Boston haben neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über den menschlichen Stoffwechsel zusammengetragen. Auf dieser Grundlage wurde eine ganz neue Art der Ernährung entwickelt, die sich, laut Dr. Worm, eng am menschlichen genetischen Erbe orientiert und genau auf die Bedürfnisse des Menschen eingeht.
Die LOGI-Methode ist keine Diät im eigentlichen Sinne, auch wenn sie so heißt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine permanente Ernährungsumstellung.

Der Säure-Basen-Haushalt

Die Theorie nach Dr. Worm besagt: „Schlechtes“ Essen, sprich: Essen, welches eine Glykämische Last bewirkt, kann nicht nur dick, sondern auch krank machen. Die Folgen können unter anderem Osteoporose und Diabetes sein.

Der Entwickler der LOGI-Methode geht davon aus, dass sich ein Überschuss an Säure negativ auf den gesamten menschlichen Organismus auswirken kann. Daher ist die Balance zwischen Säuren und Basen bei dieser Art der Ernährung sehr wichtig.
Zucker und Reinfette haben keine Auswirkungen auf den Säure-Basen-Haushalt; Getreideprodukte jedoch, die heute einen Großteil unserer Ernährung ausmachen – wie Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot -, kippen das empfindliche Gleichgewicht im Körper, indem sie dem Organismus zuviel Säure zuführen. Dadurch kann es sein, dass im Laufe der Zeit die Knochendichte abnimmt.

Hält man sich an die LOGI-Methode, konsumiert man wieder vermehrt basische Nahrungsmittel. Da man seinem Körper bei dieser Art der Ernährung besonders viel Gemüse, Obst und Salat und somit organisch gebundene Mineralstoffe zuführt, entlastet man den Säure-Basen-Haushalt. Des Weiteren führt man seinem Körper zwar Mineralstoffe, nicht jedoch Kalorien im Übermaß zu, sodass es leicht sein soll, auf diese Art abzunehmen.

Die Ernährungspyramide der LOGI-Diät

Als optische Orientierungshilfe wurde auf den oben genannten Grundlagen die LOGI-Pyramide entwickelt, in deren Basis sich ausschließlich Salat, Obst und Gemüse befinden. Diese Nahrungsmittel dürfen täglich in gewünschter Menge gegessen werden, fast ohne sich einzuschränken. Es sollte nur darauf geachtet werden, nicht zu viel süßes Obst zu essen, da auch diese Obstsorten Zucker enthalten.
Die zweite Stufe der Pyramide enthält unter anderem Milch und Milchprodukte, Eier, Nüsse und Hülsenfrüchte, Fisch und Fleisch. Diese Lebensmittel dürfen und sollten häufig gegessen werden.
Gleich darüber rangieren die gefürchteten Kohlehydrate, beispielsweise Kartoffeln, Reis und Nudeln. Hier sollte man sich eher einschränken.
Die Spitze der Pyramide enthält Süßigkeiten wie Schokolade, Kuchen und Kekse. Diese Lebensmittel sollten selten konsumiert werden.

LOGI als artgerechte Ernährung

Die LOGI-Methode geht also davon aus, dass sich die meisten Menschen heutzutage nicht mehr artgerecht ernähren. Daher wird hierbei auf mehrere Faktoren geachtet:

Die Nahrungsmittel, die laut LOGI erlaubt sind beziehungsweise häufig konsumiert werden dürfen, sättigen lange und führen dem Körper alle nötigen Nährstoffe zu.
Durch LOGI wird einem Jojo-Effekt vorgebeugt, da es sich hierbei, wie erwähnt, nicht um eine Diät im eigentlichen Sinne, sondern um eine dauerhafte Ernährungsumstellung handelt.
LOGI erhebt nicht den Zeigefinger und verbietet Lebensmittel, sondern teilt die Lebensmittel lediglich in verschiedene Kategorien ein – Süßigkeiten sind erlaubt, wenn auch in sehr geringem Maße.
Die LOGI-Methode ist, anders als andere Diät-Arten, für alle Menschen geeignet, auch für Schwangere, Stillende und Kinder, da es den gesamten Nährstoffbedarf abdeckt.
Es geht nicht darum, nur noch Gerichte zu verzehren, die fad und langweilig sind. Vielmehr geht es darum, die gesamte Ernährung umzustellen und auf Lebensmittel, die besonders schädlich für den Säure-Basen-Haushalt sein sollen, weitgehend zu verzichten. Sie sind jedoch weiterhin in Maßen erlaubt.
Der Nachteil ist, dass Vegetarier Probleme haben könnten, LOGI umzusetzen, da bei dieser Ernährungsform sehr viel Fleisch und Fisch konsumiert wird.


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