Skip to main content

Kohlsuppen Diät

Eine Diät bei der man so viel essen kann, wie man möchte? Das klingt wie ein Traum. Doch mit der „Kohlsuppen Diät“ wird er wahr. Hier ist hungern beim Abnehmen passé. Bei dieser Diät darf man so viel essen, wie man möchte. Zwar nur von der Suppe selbst und anderen, auf den Diätplan abgestimmten Lebensmitteln – aber immerhin! Hungergefühl ist das Abbruchkriterium Nummer eins bei einer Diät, viele halten deswegen nicht durch. Heißhungerattacken können aber auch gemein sein. Egal wann, egal wie viel – von der Kohlsuppe darf immer genascht werden. Warum die Diät funktioniert, wie sie durchgeführt wird und was damit erreicht werden kann, zeigen die folgenden Zeilen.

Wie und warum die Diät funktioniert:

Die „Kohlsuppen Diät“ gehört zu den sogenannten Crash-Diäten, da man mit ihr in kurzer Zeit ziemlich viel Gewichtsverlust erreichen kann. Die ursprüngliche Diät stammt aus den USA und ist auf sieben Tage ausgelegt, in denen man sechs bis acht Kilo verlieren kann. Der Erfinder der Diät muss ein wahrer Kohl-Fan gewesen sein, denn sie basiert, wie der Name schon sagt, nur auf Kohl. Das Gemüse wird in einer Suppe zubereitet und kann immer gegessen werden. Kohl ist schwer verdaulich – der Organismus muss deutlich mehr Energie, also Kalorien, aufbringen, um ihn zu verdauen. Dem hinzugefügt werden Nahrungsmittel, die wenig Eiweiß, Kohlenhydrate und Kalorien enthalten. Durch das Prinzip, dass man so viel essen kann, wie man möchte, entsteht kein Hungergefühl. Im Gegenteil, der Körper scheint permanent satt und beschäftigt. Zudem greift der Körper die eigenen Kohlenhydratreserven an – er verliert sehr viel Wasser, was die schnelle Gewichtsreduktion erklärt. Daher sollte bei dieser Diät immer viel getrunken werden. Da der Kohl sich auf die Verdauung schlagen kann, bei manchen sogar Blähungen auslöst, empfehlen sich hier Magen-Darm-Tees.
Die Diät passt meist gut in den Alltag hinein. Die Zutaten sind in jedem Supermarkt zu kaufen, die Suppe kann auf Vorrat gekocht werden. Nascherei sind hier allerdings tabu. Wie bei jeder Diät muss ein wenig Selbstdisziplin aufgebracht werden, damit die Pfunde purzeln. Ernährungsberater empfehlen für eine langfristige Gewichtsreduktion, nach der „Kohlsuppen Diät“ eine Ernährungsumstellung vorzunehmen. Die Basis ist mit der ersten Woche hervorragend gelegt.

Kohlsuppe

Kohlsuppe ©iStockphoto/HeikeRau

Die Kohlsuppe – das Rezept zum Kochen:

Wie der Name schon sagt: man braucht einen Kopf Weißkohl für die Suppe. Dazu benötigt der Koch ein Kilo Karotten, zwei Paprika, eine Stange Sellerie, sechs Zwiebeln (mittelgroß), sechs frische Tomaten oder zweimal geschälte Tomaten in der Dose. Kräuter werden gebraucht: mindestens Petersilie, aber auch gerne Schnittlauch oder tiefgekühlte Kräutermischungen können der Suppe hinzugefügt werden. Das Ganze wird mit Salz, Pfeffer und Paprika-Pulver gewürzt, wer mag, kann auch mit Gemüsebrühe etwas nachhelfen. Für die Verdauung empfiehlt sich, Kümmel hinzufügen.
Das Kochen der Kohlsuppe ist ziemlich einfach. Die Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden und in Öl anbraten bis sie braun sind. Dann werden sie mit fünf Liter Wasser abgelöscht. Das restliche Gemüse, dass klein geschnitten wurde, kann nach und nach hinzugefügt werden, während die Flüssigkeit sich durch Kochen bei geringer Hitze reduziert. Bei frischen Tomaten sollten diese vorher mit kochendem Wasser übergossen und dann gehäutet werden. Wichtig ist, dass die wertvollen Vitamine erhalten bleiben. Das empfindliche Gemüse (auch bei Variationen) sollte daher eher gegen Ende hinzugefügt werden, damit es nicht tot gekocht wird. Die Kräuter kommen ganz zum Schluss zur Suppe und runden das Gericht ab. Diese Mengenangaben eignen sich hervorragend, um mehrere Portionen zu kochen. Die Suppe kann kalt und warm gegessen werden, eignet sich zum Einfrieren oder hält sich im Kühlschrank bedenkenlos mehrere Tage.

Auch wenn man von der Suppe so viel naschen darf, wie man möchte, wird das Ganze geschmacklich auf Dauer ziemlich langweilig. Damit der Appetit auf anderes dadurch nicht angeregt wird, kann man im Rezept ein wenig variieren. Unterschiedliche Kräuter bringen unterschiedliche Geschmacksnoten, Knoblauch macht alles ein wenig intensiver. Ebenso kann verschiedenes Gemüse weggelassen oder hinzugefügt werden. Statt der Zwiebeln kann als Basis auch eine Zwiebelsuppe dienen. Wer es scharf mag, kann auf Peperoni zurückgreifen. Im Herbst können Waldpilze hinzugefügt werden, im Winter machen Äpfel, Zimt und Nelken das Gericht weihnachtlich. Im Sommer empfiehlt sich die mediterrane Variante mit Basilikum und Oregano. Im Allgemeinen kann die Suppe mit den Gewürzen unter ein regionales Motto gestellt werden. Wichtig ist auch bei der „Kohlsuppen Diät“ – Langeweile demotiviert. Mit ein bisschen Fantasie fällt das Durchhalten leichter.

Der Diätplan – das darf hinzugefügt werden:

Wie bereits erwähnt, ist die Diät ursprünglich auf sieben Tage ausgelegt. An allen Tagen darf die Kohlsuppe in unbegrenzter Menge gegessen werden. Zusätzlich dürfen an verschiedenen Tagen weitere Lebensmittel verzehrt werden.

Tag 1: Heute ist Obsttag. Außer Bananen und Honigmelonen dürfen alle möglichen Obstsorten gegessen werden. Dadurch wird dem Körper bereits zu Beginn der Diät ein wichtiger Vitaminschub gegeben.

Tag 2: Gemüsetag, an dem so viel Gemüse wie möglich roh geknabbert werden darf. Ausnahmen sind Erbsen und Mais – beide haben zu viele Kohlenhydrate, als dass sie für die Diät geeignet wären. Am Abend darf neben der Suppe auch eine große Pellkartoffel mit etwas Magerquark gegessen werden. Als Alternative kann man mit Zwiebeln auch leicht Bratkartoffeln daraus machen.

Tag 3: Heute steht alles im Zeichen von Rohkost – sowohl Obst, als auch Gemüse sind erlaubt. Dabei eignet sich ein Salat hervorragend zur Begleitung der Suppe. Aber auch Smoothies und Säfte sind erlaubt – immer daran denken, dass bei dieser Diät viel getrunken werden sollte.
Tag 4: Bananentag! Drei Bananen und ein Viertel Liter Joghurt ist heute abseits der Suppe erlaubt.

Tag 5: Heute kommt Fleisch oder Fisch auf den Tisch. Am Abend dürfen 200 Gramm Geflügelfleisch oder Fisch zur Mahlzeit hinzugefügt werden. Diese dürfen gern mit ein wenig Gemüse kombiniert werden oder direkt zur Suppe hinzugefügt werden. Vegetarier sollten auf Tofu zurück greifen.
Tag 6: Steaktag: ein mageres Steak sorgt weiter für Eiweiß zusätzlich zur Suppe. Der Vegetarier, der nicht schon wieder Tofu essen möchte, kann sich eine andere Eiweißquelle, wie Frischkäse oder Mozzarella kombiniert mit Gemüse suchen.
Tag 7: Am letzten Tag der Diät kommen wieder Kohlenhydrate ins Spiel – mit Reis, rohem Gemüse und Obst. Es empfiehlt sich, Vollkornreis zu nehmen und damit eine leckere Mahlzeit zur Suppe zu kochen.

Achtung: An allen Tagen sollte viel getrunken werden. Auch auf Eis muss man bei dieser Diät nicht verzichten. An den Obsttagen können die Früchte püriert und dann gefroren werden – eine gesunde Alternative zu herkömmlichem Milcheis. Obst und Gemüse sollte der Jahreszeit angepasst werden. Regionale Produkte schonen nicht nur den Geldbeutel, sondern sind meist auch besser zu erwerben.

Alternativen zur Kohlsuppe:

Auch die Industrie hat die Magie der „Kohlsuppen Diät“ entdeckt. Daher tummeln sich zahlreiche Alternativprodukte auf dem Markt. Die Kohlsuppe in der Dose zum Beispiel. Diese kann gerne einmal gewählt werden, wenn es schnell gehen muss. Aber auf Dauer ist sie nicht geeignet, denn man kann nie sicher sein, was wirklich drin steckt. Auch schmeckt sie immer gleich.

Natürlich muss es auch die Wunderwaffe „Kapsel“ auf dem Markt geben: Kohlsuppe in Kapselform, mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Vorteilen, die der Kohl mit sich bringt. Doch dem sollte nicht unbedingt vertraut werden. Was wirklich in den Kapseln steckt, ist oft schlecht nachzuvollziehen. Daher sollte die Diät wirklich auf die klassische Weise durchgeführt werden. Essen bis zum Abwinken – probieren geht über Studieren!


Top Artikel in Diäten