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Fatburner Diät

Es klingt zu simpel, um wahr zu sein: Einfach die richtigen Lebensmittel zu sich nehmen und schon purzeln die Pfunde. Genau das verspricht aber die Fatburner Diät. Natürlich ist es auch bei dieser Diät wichtig, dass man grundsätzlich dem Körper weniger Energie zuführt, als er verbraucht. Aber durch den gezielten Einsatz bestimmter Speisen oder Gewürze soll man ganz ohne lästiges Kalorienzählen mehr abnehmen können als bei vergleichbaren Diäten.

Funktionsweise von Fatburnern

Als Fatburner bzw. Fettverbrenner gelten verschiedene natürliche Substanzen, die eine anregende Wirkung auf den menschlichen Fettstoffwechsel haben. Dadurch kann der Körper die in der Nahrung enthaltenen Fette bereits während der Verdauung in nutzbare Energie umwandeln, statt sie zu speichern. Darüber hinaus kann das bereits vorhandene Körperfett abgebaut werden. Auch Stoffe, die die Körpertemperatur erhöhen oder eine wachmachende und stimmungsanregende Wirkung haben, zählen zu den Fatburnern, da dadurch der Grundumsatz steigt und der Körper bei unveränderter Kalorienzufuhr und gleichbleibenden Bewegungsgewohnheiten mehr Energie verbraucht.

Von Natur aus stellt der Körper bereits einige Fatburner her, die für den Stoffwechsel unerlässlich sind. Dazu zählen insbesondere Schilddrüsen- und Wachstumshormone, die die Bildung von Muskelgewebe steuern. Auch Adrenalin wirkt als natürlicher Fatburner, da dieses in Stresssituationen ausgeschüttete Hormon als Reserve eingelagerte Fettreserven kurzfristig in Energie umwandelt und so körperliche Höchstleistungen möglich macht.

Fatburner Diät

Fatburner Diät ©iStockphoto/tadija

Von den mit der Nahrung aufgenommenen Fatburnern dürfte das Vitamin C der bekannteste sein. Dieses wirkt allerdings nur indirekt auf die Fettverbrennung, indem es ganz allgemein das Immunsystem stärkt. Durch die zeitgleiche Aufnahme von bestimmten Enzymen kann der positive Effekt von Vitamin C sogar noch gesteigert werden. L-Carnitin, eine chemische Verbindung der Aminosäure Lysin, regt dagegen direkt den Fettstoffwechsel an. Es verhindert vor allem, dass sich zu viel Fett im Blut ansammelt. Ähnliches gilt für die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium, die auch für den Aufbau von Knochen und Muskelgewebe notwendig sind. Lokal begrenzt ist dagegen die Wirkung von Linolsäure, die die Darmschleimhaut optimiert, so dass das in der Nahrung enthaltene Fett bereits im Darm als Energie nutzbar gemacht werden kann. Während einer Fatburner Diät sind auch Bitterstoffe wichtige Bestandteile der Ernährung, da diese äußerst anregend auf die Leber wirken und so neben dem Abbau von Fettsäuren auch für eine Entgiftung des Körpers sorgen. Auf ganz andere Weise anregend wirkt Chili, das als einer der besten natürlichen Fatburner gilt. Durch das in ihm enthaltene Capsaicin, das der Mensch beim Essen als Schärfe wahrnimmt, wird der Blutkreislauf angeregt und die Körpertemperatur deutlich erhöht. Dies sorgt nicht nur für ein wohlig-warmes Gefühl, sondern verbrennt dabei auch tatsächlich Energie. Ein ebenfalls häufig im Zusammenhang mit Fatburnern genannter Stoff ist das sonst meist als eher ungesund geltende Koffein, das das gesamte Herz-Kreislauf-System anregt und so für eine Erhöhung des Grundumsatzes sorgt.

Lebensmittel mit Fatburner-Effekt

So unterschiedlich die Stoffe sind, die als Fatburner wirken, so unterschiedlich sind auch die Lebensmittel, mit denen man diese aufnehmen kann. Grundlage der Fatburner Diät ist eine Ernährungsweise, wie man sie auch bei vielen anderen Diäten findet: fettarm und eher eiweißreich mit einem großen Anteil an frischem Obst. Dabei sollen Südfrüchte wie Ananas und Papaya besonders wirksame Fatburner sein, da sie neben Vitamin C auch noch Enzyme enthalten, die den Fettstoffwechsel beeinflussen. Auch Zitrusfrüchte und Gemüse wie Artischocken und Löwenzahn sollen wegen der in ihnen reichlich zu findenden Bitterstoffen in größeren Mengen gegessen werden. L-Carnitin ist ein natürlicher Bestandteil von Fleisch, weshalb der Diätplan verhältnismäßig viel mageres Geflügel vorsieht. In diesem ist darüber hinaus ein verhältnismäßig hoher Anteil an Linolsäure. Auch fettarme Milch und Milchprodukte wie Joghurt oder Quark sollten während der Fatburner Diät regelmäßig eingeplant werden. Sie enthalten hochwertiges Kalzium, das nicht nur auf den Fettstoffwechsel wirkt, sondern auch für den Aufbau der Knochen unerlässlich ist. Magnesium, das zur Bildung von Muskelzellen benötigt wird, ist ebenfalls ein Bestandteil von Fleisch und Milchprodukten, vor allem aber in Vollkorngetreide und Nüssen zu finden. Wird bei der Zubereitung von Speisen das herkömmliche Öl durch Keimöl ersetzt, kann man so für eine ausreichende Magnesium-Zufuhr sorgen. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, damit bei dem angestrebten Gewichtsverlust tatsächlich nur die Fettreserve, nicht aber Muskelmasse abgebaut wird. Pflanzliche Öle sind überdies wichtige Lieferanten von Linolsäure. Wertvolle Omega-3-Fettsäuren kann Fisch liefern, der diese Art von Diät aus einem weiteren Grund abrundet: Durch das ihn ihm enthaltene Jod werden körpereigene Schilddrüsenhormone gebildet, die von Natur aus als Fatburner wirken.

Ernährungsumstellung oder Nahrungsergänzungsmittel?

Im Handel sind inzwischen zahlreiche Fatburner in Form von Tabletten, Kapseln oder Pulver als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Mit diesen soll es möglich sein die gleiche Wirkung zu erzielen wie mit einer herkömmlichen Diät, deren Schwerpunkt auf Fatburnern liegt. Allerdings ist es zur erfolgreichen Gewichtsabnahme zwingend notwendig, dass mit der Nahrung weniger Energie aufgenommen wird, als der Körper letztendlich verbraucht. Künstlich zugeführte Fatburner alleine können keine Reduktionsdiät ersetzen, auch wenn sie spürbar in den Organismus eingreifen können. Dies gilt insbesondere für Guaranà-Präparate, die hochkonzentriertes Koffein enthalten und in größerer Menge sogar gesundheitsgefährdend sein können.

Die Fatburner Diät kommt im Normalfall ohne Nahrungsergänzungsmittel aus. Neben der bewussten Nutzung von Fatburnern, die auf natürliche Weise in verschiedenen Lebensmitteln enthalten sind und die anregend auf den Fettstoffwechsel wirken sollen, basiert diese Diät vor allem auf einer ballaststoffreichen Ernährung mit wenig Fett und vergleichsweise viel Eiweiß. Da die meisten Obst- und Gemüsesorten dabei in unbegrenzter Menge erlaubt sind, ist sie meist auch sehr sättigend. Da überdies das lästige Kalorienzählen in der Regel entfällt, gilt diese Art der Diät als sehr leicht durchführbar.

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