Skip to main content

FdH Diät

Der Ursprung von FdH ist in der heutigen Zeit nicht mehr feststellbar. Sie entspringt aber mit Sicherheit der modernen Zivilisation, die stets nach einfachen Methoden sucht, um Gewicht abzubauen oder eine Zunahme zu verhindern.

Den Begriff FdH kennt jeder. Friss die Hälfte – eigentlich ganz einfach, sagt ja schon der Name der Diät. Aber wie gut funktioniert das wirklich und welchen Erfolg bringt die Diät?

FdH Diät – So funktioniert es

FdH ist eine sehr bekannte und uralte Abnehmregel. Das Konzept ist sehr simpel gestrickt. Einfach nur die Hälfte von allem essen, dann nimmt man nur die halbe Kalorienanzahl auf und verliert Gewicht. Leichter ist das Abnehmen kaum noch, da nicht so sorgfältig überlegt werden muss, welche Lebensmittel man zu sich nimmt. Man muss lediglich seine Portionsgrößen halbieren. Das ist wohl der Grund für die große Beliebtheit dieser Diätform.

Diese Diät begründet ihren Erfolg auf der Kalorienreduzierung. In der Theorie geht man davon aus, dass man nur halb so viele Kalorien aufnimmt als gewöhnlich, da man schließlich nur die Hälfte isst. Bei einem Ausgangswert von täglich 2000 Kalorien würde man während der Diät nur 1000 Kalorien täglich zu sich nehmen. Hierbei zählen auch Getränke, insbesondere nährstoffreiche, wie Limonade oder Saft. Wasser sollte ungeachtet des Ernährungskonzeptes niemals reduziert werden.

FdH bedeutet, dass man von jedem Essen nur die Hälfte seiner gewohnten Portionen isst. Diese Diätform kann jeder umsetzen, ohne seine lieb gewonnenen Ernährungsweisen abzulegen. Besondere Rezepte braucht man nicht. Lästiges Kalorienzählen und Abwiegen der Mahlzeiten sind nicht nötig. Es wird einfach nur weniger gegessen. Bei Heißhungerattacken trinkt man Mineralwasser oder ungesüßten Tee. Der Kalorienverbrauch wird mit Sport und Aktivität unterstützt.

Die FdH Diät

Die FdH Diät ©iStockphoto/phinizrl

Was bringt die Diät und welche Risiken gibt es?

Zunächst ist die FdH Diät sehr einfach durchzuführen und bringt auch erst mal einen tollen Abnahmeerfolg. Auf Dauer ist sie aber nicht geeignet, denn dadurch, dass man ungesunde Essgewohnheiten nicht umstellt, kann es zu ständigen Heißhungerattacken kommen sowie zu Mangelernährung. Der Grund ist, dass man nicht nur seine Nahrung halbiert, sondern auch die Nährstoffe. Mangelernährung zeigt sich oft in Gemütsschwankungen, Haarausfall und unschönen Änderungen des Hautbildes.

Die Grundidee von FdH ist theoretisch richtig. Eine verminderte Portionsgröße führt zu geringerer Kalorienzufuhr und somit zur Abnahme. In der Praxis sieht das jedoch anders aus. Hier ist auch die Zusammensetzung der Nahrung wichtig. Wer allein nur auf die Kalorienzufuhr achtet, erzielt keine dauerhaften Erfolge. Denn der Körper ist während einer Diät sehr sparsam mit seinen Energiereserven. Deshalb wird er bei nicht ausreichender Ernährung Schutzmaßnahmen ergreifen, welche die Abnahme immer weniger werden lassen bis zum Stillstand oder sogar einer Zunahme.

Ein weiteres Problem sind die Portionsgrößen. Eine Portion ist keine Konstante und demzufolge nicht definiert. Deshalb ist es schwierig, wirklich die Hälfte zu ermitteln, sondern die Wahl der Portionsgröße ist abhängig vom Hunger und vom Willen der jeweiligen Person.

Auch bei dieser Diät bleibt der Jo-Jo-Effekt nicht aus, denn durch die reduzierte Kalorienzufuhr wird dem Körper eine Hungersnot vorgetäuscht. Wenn man nach der Diät wieder normal isst, kommt es unweigerlich zur Gewichtszunahme. Empfehlenswert ist es, von den ungesünderen Speisen wirklich nur die Hälfte zu essen, aber den Fokus der Ernährung auf viel frisches Obst und Gemüse zu legen. Hier darf nach Herzenslust zugegriffen werden. Diätfreundliche Getränke sind Wasser, ungesüßter Tee und Saftschorlen.

Vorteile

– sofort umsetzbar
– relativ kostengünstig, da keine besonderen Produkte erforderlich
– keine komischen Blicke von Freunden oder Kollegen, denn man fällt nicht auf
– auch im Restaurant möglich
– schneller Gewichtsverlust
– einfach durchführbar, nur die Hälfte einer Portion essen oder eine Mahlzeit streichen
– keine ärztliche Beratung nötig
– kein Kalorienzählen
– keine Diätpläne, keine Spezialrezepte
– keine Einschränkungen, weder essenstechnisch, noch zeitlich
– sinnvoll, wenn die Ernährung ausgewogen ist und nur die Nahrungsmengen zu groß sind

Nachteile

– eventuell Nährstoffmangel, welcher zu Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, schlaffer Stoffwechsel und Muskelabbau führt, besonders in Verbindung mit Sport
– Lerneffekt für gesundes Essverhalten, Nährstoffe und Zusammenhänge nicht vorhanden, folglich auch keine Ernährungsumstellung, um dauerhaft das Wohlfühlgewicht zu halten
– Heißhungerattacken durch halbierte Nahrungsmenge
– schlechte Lebensmittelauswahl, Bewegungsmangel und psychische Gründe oft für Übergewicht ursächlich
– schlechte Haut und Haarausfall
– Mineralwasser stoppt Hunger nur kurzzeitig
– FdH kann gut zum Selbstbetrug genutzt werden (nur eine halbe Packung Kekse)
– Jo-Jo-Effekt, wenn wieder normale Portionen gegessen werden

Wie viel kann man mit FdH abnehmen?

Der Gewichtsverlust ist schnell. Wenn man die Diät gut einhält, kann man pro Woche 2 bis 3 Kilo abnehmen.

Eine gesündere Form der FdH Diät

Die herkömmliche FdH Diät ist vollkommen geeignet, um nach ein paar Sündentagen, das Gewicht wieder auszugleichen oder um ein paar überflüssige Kilos auf die Schnelle loszuwerden. Für eine langfristige Diät ist es besser, die Ernährung komplett umzustellen. Die kalorien- und zuckerreichen Speisen werden halbiert, die gesunden Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, Nüsse, Wasser und gesunde Pflanzenöle sollten stets auf dem Speiseplan stehen.

In Anbetracht des möglichen Nährstoffmangels ist es sinnvoller, die einzelnen Nährstoffe ausgewogen zu kombinieren, also weniger FdH, sondern besser die Fett- und Zuckermenge zu halbieren. Vollkornbrot, Reis, Kartoffeln, Nudeln, Haferflockenmüsli mit Obst und Naturjoghurt sind immer eine gute Wahl.

Top Artikel in Diäten