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BCM Diät

Die BCM Diät kombiniert eine klassische Formula-Diät mit individueller Ernährungsberatung und Gruppentreffen mit anderen Abnehmwilligen. Es handelt sich dabei um ein Geschäftskonzept der Firma PreCon, die früher auch unter dem Namen Deutsche Gesellschaft für gesundes Leben mbH (DGGL) firmierte. Sämtliche Formula-Produkte und Beratungen sind nur über diese Firma erhältlich.

Ablauf der BCM Diät

Die Abkürzung BCM steht für Body Cell Mass bzw. Körperzellmasse. Diese wird vor Diätbeginn im Rahmen einer professionellen Körperanalyse von einem mit der Firma PreCon zusammenarbeitenden Arzt oder Ernährungsberater bestimmt. Auch der Wasser- und Fettanteil des Körpers wird bei dieser Gelegenheit untersucht und individuelle körperliche Besonderheiten berücksichtigt. Entsprechend der Untersuchungsergebnisse stellt im Folgenden der Arzt oder Ernährungsberater einen auf den jeweiligen Kunden abgestimmten Abnehmplan zusammen. Ergänzt wird der eigentliche Ernährungsplan von wöchentlich stattfindenden Gruppentreffen, die von Ernährungsberatern geleitet werden. Auch als persönliche Ansprechpartner stehen während des gesamten Abnehmprogramms Ärzte und Ernährungsberater zur Verfügung.

BCM Diät

BCM Diät ©iStockphoto/tetmc

Grundsätzlich besteht die BCM Diät aus vier Phasen: Die einleitende Startphase dauert zwei Tage. In dieser Zeit nimmt man ausschließlich BCM-Produkte in vorgeschriebener Menge zu sich. Im Anschluss daran ersetzt man während der eigentlichen Reduktionsphase, die in der Regel sechs bis acht Wochen andauert, zwei der drei täglichen Mahlzeiten durch BCM-Drinks. Die dritte Mahlzeit kann man ganz nach den eigenen persönlichen Vorlieben zusammenstellen, eine Einschränkung bezüglich der verwendeten Lebensmittel besteht nicht. Allerdings sollte man darauf achten, dass die dabei aufgenommene Energiemenge 600 kcal nicht übersteigt. Darüber hinaus sollte man konsequent auf Zwischenmahlzeiten verzichten, da diese den Blutzuckerspiegel kurzfristig ansteigen lassen und die Insulinausschüttung anregen, wodurch es zu Heißhungergefühlen kommen kann. Die dritte Phase, die Haltephase, dauert meist ebenfalls sechs bis acht Wochen an. Neben einer Formula-Mahlzeit sind in dieser Phase zwei Mahlzeiten mit selbst zubereiteten Lebensmitteln gestattet. Insgesamt soll aber die tägliche Energiezufuhr 1200 bis 1500 kcal nicht übersteigen. An die drei Diätphasen schließt sich eine Nachbetreuungszeit an, die bis zu fünf Jahre dauern kann. Diese soll sicherstellen, dass der Abnehmwillige nicht in alte Ernährungsgewohnheiten zurückfällt und das verlorene Gewicht wieder zunimmt. Auch während dieser Zeit finden Gruppentreffen statt, so dass durch den Kontakt mit Gleichgesinnten eine langfristige Umstellung der Lebensgewohnheiten leichter fällt. Falls notwendig, ist auch während der Nachbetreuungszeit die Rücksprache mit einem Arzt oder Ernährungsberater möglich.

Formula-Produkte als Grundlage der BCM-Diät

Neben einer Betreuung durch Ärzte oder geschulte Ernährungsberater sowie regelmäßigen Gruppentreffen mit anderen Abnehmwilligen ist die Basis der Diät eine teilweise Ernährung mit Formula-Produkten der Firma PreCon. Diese sind sehr proteinreich und enthalten im Gegenzug dafür äußerst wenige Kohlehydrate. Dadurch soll vermieden werden, dass nach den Mahlzeiten der Blutzuckerspiegel zu sehr ansteigt und die Insulinproduktion angeregt wird, was zu Heißhungerattacken und unkontrollierter Nahrungsaufnahme führen könnte. Außerdem hemmt das körpereigene Insulin die Fettverbrennung. Das Milcheiweiß, aus dem die Formula-Produkte hergestellt werden, ist dagegen ein hochwertiger Ernährungsbestandteil, der vom Körper genutzt werden kann, um die Zellen von Muskeln und inneren Organen instand zu halten. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil es bei Reduktionsdiäten häufig zum Abbau von Muskelmasse kommt. Da Muskeln jedoch sogar dann Energie verbrauchen, wenn man sie gerade nicht benutzt, sollte ein Verlust von Körperzellmasse unbedingt vermieden werden. Um eine ausreichende Versorgung mit allen lebensnotwendigen Vitalstoffen zu gewährleisten, enthalten die BCM Formula-Produkte außerdem zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die die in den selbst zubereiteten Mahlzeiten enthaltenen Stoffe ergänzen. Damit die Diät nicht langweilig wird, gibt es verschiedene Formula-Produkte in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen: süße Diät-Drinks, herzhafte Suppen sowie Snacks in Form von Riegeln. Während die Riegel bereits gebrauchsfertig sind, müssen die Formula-Drinks und –Suppen mit Magermilch angerührt werden. Erhitzen kann man sie sowohl herkömmlich auf dem Herd als auch in der Mikrowelle. Sofern man sich an die Gebrauchsanweisung hält, erhält man so Mahlzeiten, die jeweils pro Portion nicht mehr als 220 kcal enthalten und trotzdem sättigen.

Vor- und Nachteile der BCM Diät

Obwohl es sich um eine Formula-Diät handelt, ermöglicht die BCM Diät durch die konsequente Gewöhnung an drei feste Mahlzeiten am Tag und den Verzicht auf Zwischenmahlzeiten und Snacks eine langfristige Ernährungsumstellung. Unterstützt wird dies auch noch durch die individuelle Ernährungsberatung durch Fachleute und die regelmäßigen Gruppentreffen, bei denen sich Gleichgesinnte gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen und so Unterstützung finden können. Auch sind die Formula-Produkte selbst reich an wichtigen Nährstoffen, so dass keine Mangelerscheinungen zu befürchten sind. Abwechslungsreiche Geschmacksrichtungen erleichtern es zusätzlich zu der Gruppendynamik, dass eine einmal begonnene Diät auch durchgehalten und nicht vorzeitig abgebrochen wird. Sollte es in der Zeit nach der eigentlichen Reduktionsphase doch zu einem Ausrutscher kommen oder das Gewicht wieder ansteigen, kann man sehr leicht wieder die eine oder andere Mahlzeit durch einen Formula-Drink ersetzen. Allerdings ist diese Diät im Vergleich zu anderen recht teuer, da nicht nur die verhältnismäßig hochpreisigen Formula-Produkte und Zubehör wie Schüttelbecher und Kochbücher gekauft werden müssen, sondern auch noch Kosten für die Beratung und die regelmäßigen Gruppentreffen hinzukommen. Insgesamt muss man mit einem Betrag in Höhe von 120 bis 140 Euro im Monat rechnen. Außerdem ist die Qualität der Ernährungsberatung keineswegs gleichbleibend. Abhängig von dem jeweiligen Arzt oder Ernährungsberater kann es sich dabei um unpersönliche, kurze Messtermine oder aber auch um eine engagierte und individuelle Betreuung handeln.

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