Skip to main content

5 zu 2 Diät

Abnehmen, ohne Hunger leiden zu müssen? Das klingt wie der absolute Traum jeder Frau! Aber mit der neuen 5 zu 2 Diät funktioniert das tatsächlich! Mit dem in England als Diätrevolution gefeierten Intervall-Fasten werden doppelt so viele Fettpölsterchen hilflos dahinschmelzen, wie mit einer klassischen Diät ohne Hungerpause.

Die Funktionsweise der 5 zu 2 Diät ist einfach: Jede Woche 5 Tage schlemmen, 2 Tage fasten. Das neue Buch zur 5 zu 2 Diät ist der GU-Ratgeber von Ernährungsprofi Elisabeth Lange, es gibt jedoch unter dem Schlagwort „Intervall-Fasten“ oder „The fast diet“ jede Menge anderer Literatur zu diesem Thema. Ursprünglich entwickelt wurde die Diät an der Universitätsklinik in München. Sie sollte durch die veränderte Hormonausschüttung das Brustkrebsrisiko von Frauen senken. Der nicht beabsichtigte Nebeneffekt war, dass die Studienteilnehmerinnen im Schnitt doppelt so viel Gewicht verloren, wie es bei einer herkömmlichen Diät üblich ist. Und dabei sind alle Lebensmittel erlaubt! „Iss das nicht, damit du schlank wirst“ ist bei der 5 zu 2 Diät kein Thema! Klingt doch perfekt, oder?

Ist die 5 zu 2 Diät wirklich so einfach?

Kurz gesagt: Ja! An 5 Tagen können wir essen, so viel, so oft und was wir wollen. Sogar die als Dickmacher verschrienen Kohlenhydrate wie Brot und Nudeln dürfen auf den Teller!

An 2 Tagen heißt es stark sein, denn dann wird die erlaubte Kalorienzufuhr für den Körper drastisch reduziert. Frauen sollten nicht mehr als 500, Männern nicht mehr als 600 Kalorien zu sich nehmen, das ist etwa ein Viertel des normalen Tagesbedarfs.

Die beiden Fasttage in der Woche können jedoch völlig frei gewählt sein, man kann sich für das Wochenende entscheiden (was aufgrund von Familienfeiern und anderen kulinarischen Verlockungen die wenigsten tun), man kann sich für Montag und Dienstag entscheiden (nach einem kalorienreichen Wochenende) oder auch für Mittwoch und Samstag, denn die beiden Tage müssen nicht einmal direkt aufeinander folgen. Experten empfehlen übrigens Montag und Donnerstag. Wichtig ist nur, dass die Fasttage nicht jede Woche geändert werden, damit sich der Körper mit der Zeit auf den Rhythmus einstellen kann. Am besten die gewählten Tage im Kalender markieren und mit eiserner Disziplin durchziehen! Studien haben ergeben, dass die Diät sogar effektiver ist, wenn die beiden Fasttage nicht hintereinander liegen, weil die Gefahr einer Heißhungerattacke reduziert wird. Und wenn die 500 Kalorien auf einmal (am besten mittags) zu sich genommen werden, wird die Fettverbrennung stärker angekurbelt.

Was darf ich an den Fasttagen essen und was nicht?

Die erlaubten Mahlzeiten an den Fasttagen sind zwar nicht üppig, enthalten aber viel Eiweiß und Gemüse, von dem man satt wird. Die maximale Kalorienanzahl von 500 oder 600 Kalorien kann entweder auf einmal oder auf zwei kleine Mahlzeiten verteilt verspeist werden. Zwischen den beiden Mahlzeiten sollten allerdings 12 Stunden liegen. Die ideale Mahlzeit an den Fasttagen besteht aus einem kleinen Stück mageren Fleisch, eiweißreichen Milchprodukten, Haferflocken, Bulgur oder Quinoa und viel Gemüse. Fett und Öl zum Anbraten sind tabu, die Mahlzeiten können allerdings mit allerlei Gewürzen wie Kräuter, Knoblauch, Chili, Senf oder Essig verfeinert werden.

5 zu 2 Diät

5 zu 2 Diät ©iStockphoto/ariwasabi

Bei der Zubereitung der Fasten-Mahlzeiten gibt es allerdings doch „verbotene Lebensmittel“. Dazu gehören Brot, Gebäck, Kartoffeln, Nudeln, Getreide, Zucker und Süßigkeiten. Alkohol sollte ebenfalls weggelassen werden, denn er bringt viele Kalorien ohne wirklich zu sättigen und könnte außerdem die Disziplin untergraben. Für die Flüssigkeitszufuhr viel Tee und Wasser trinken, auch Kaffee ist erlaubt. Auf zuckerhaltige Säfte, Energy Drinks und Soft Drinks muss verzichtet werden. Wichtig ist allerdings, dass man sich gut fühlt, man sollte an den Fasttagen keinesfalls bis zum Kreislaufkollaps verzichten. Lässt dies der Lebenswandel nicht zu, einen anderen Tag auswählen, an dem man nicht so viel Kraft braucht. Auf anstrengende Workouts sollte an den Fasttagen verzichtet werden, außer man fühlt sich fit genug. Ansonsten lieber Walken oder Joggen, da mit leerem Kohlenhydratspeicher die Fettverbrennung auf Hochtouren läuft. Um das Wunschgewicht anschließend zu halten, reicht übrigens ein Fasttag pro Woche.

Ich habe schon so viele Diäten erfolglos ausprobiert – warum sollte diese funktionieren?

Weil sie flexibel ist
Die 5 zu 2 Diät ist die erste Diät, bei der es wirklich fast keine Regeln gibt. Wann man fastet bleibt einem überlassen, geht sich ein geplanter Fasttag einmal nicht aus, verschiebt man ihn um einen Tag. So lange das nicht zu oft vorkommt, ist eine derartige Flexibilität durchaus kein Problem. Auch zwei Wochen Fastenpause im Urlaub ist völlig in Ordnung, man soll sich schließlich nicht noch unnötig quälen.

Weil sie nichts verbietet
Klassische Diäten bedeuten, über mehrere Wochen auf ungesunde Dinge zu verzichten. Und schon nach drei Tagen sieht die Tafel Schokolade im Küchenkasten besonders lecker aus. Mit jedem weiteren Tag schwindet das Durchhaltevermögen und schließlich gibt man sich geschlagen und reißt die Tafel auf. Nachdem man sie verdrückt hat, plagt das schlechte Gewissen und die Glücksgefühle, die die Schokolade ausgelöst hat, verpuffen sofort wieder. Bei der 5 zu 2 Diät ist alles anders. Man muss nur einen Tag durchhalten, danach kann man ganz ohne schlechtes Gewissen Schokolade, ein Stück Kuchen oder was auch immer genießen. Wissenschaftler fanden heraus, dass auch an den Tagen nach dem Fasten nur 10% mehr gegessen wird, als normal. Aber mit jedem Tag, den man verzichtet, steigt das Vermögen der Selbstdisziplin und bald ist es gar nicht mehr so schwer, die Schokolade unangetastet für mehrere Wochen liegen zu lassen.

Und wenn es doch nicht funktioniert?
Normalerweise verlieren Frauen mit der 5 zu 2 Diät ein halbes Kilo pro Woche, Männer aufgrund des erhöhten Stoffwechsels etwas mehr. Klappt es nicht sofort mit der Gewichtsabnahme, kann dies mehrere Ursachen haben. Merkt man vielleicht auf der Waage noch nichts, dafür ist aber der Bauchumfang geschrumpft? Hält man sich wirklich strikt an die 500- bzw. 600-Kalorien-Grenze? Isst man an den Schlemmer-Tagen vielleicht doch zu viel? Mehr als die 2.000 Kalorien Normalverbrauch sollten es auch hier nicht sein. Liegt man nur faul auf der Couch oder sitzt im Büro und verbrennt daher kaum Kalorien durch Bewegung? Wenn dies alles nichts nützt, bleibt nichts anderes übrig, als die Anzahl der Fasttage auf drei pro Woche zu erhöhen. Klingt hart und ist es auch.

Was sind die Vorteile der 5 zu 2 Diät?

• Der Körper wird straffer, da zwar die Kilos purzeln, die Muskeln aber erhalten bleiben, da die Fastenzeit nicht von Dauer ist.
• Jeder geschaffte Fasttag ist ein kleines Erfolgserlebnis, der das Selbstbewusstsein steigert und für die kommenden Fasttage motiviert.
• Der Gewichtsverlust ist nachhaltig, denn durch die 5 Nicht-Fasttage, an denen man durchschnittlich nur 10% mehr isst, als normal, bleiben die Heißhungerattacken aus und dem Jojo-Effekt ist ein Schnippchen geschlagen.
• Durch die Fasttage ist man auch an normalen Tagen schneller satt, der Körper stellt sich auf die reduzierte Kalorienzufuhr ein.
• Die Diät wirkt sich nicht nur auf der Waage, sondern auch im Blutbild positiv aus. Blutdruck und Puls sinken, der Zuckerstoffwechsel stabilisiert sich und der Cholesterinspiegel sinkt.
• Angeblich soll die 5 zu 2 Diät auch Herzerkrankungen und Alzheimer vorbeugen, dies ist aber (noch) nicht belegt.
• Es wird überwiegend Fett in der Bauchregion verbrannt, das für viele gesundheitliche Probleme verantwortlich ist.

Was sind die Nachteile der 5 zu 2 Diät?
• Die Diät ist noch nicht lange genug bekannt, damit langfristige Studien durchgeführt werden konnten, der langfristige Erfolg oder mögliche Nebenwirkungen sind also nicht belegt.
• An den Fasttagen können durch die verringerte Kalorienzufuhr Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, verstärkte Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen auftreten.
• Für Schwangere, stillende Mütter und Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder Untergewicht ist die 5 zu 2 Diät nicht geeignet.

Top Artikel in Diäten