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Zumba: 5 gute Gründe für Zumba

Pilates und Pump, Fitnessboxen und Flow-Yoga, Step Aerobic und Spinning – wer fit werden will, muss sich heute erst einmal durch einen dichten Dschungel an höchst unterschiedlichen Kursen durcharbeiten. Einige von ihnen sind ebenso schnell verschwunden, wie sie erschienen sind. Andere wiederum haben sich zu echten Dauerbrennern gemausert. Zumba gehört dazu.

Das beliebte Fitnessprogramm kam in den 1990ern auf den Markt und revolutionierte das Kursangebot in Studios, Vereinen und Volkshochschulen. Der fetzige Mix aus intensiven Aerobic-Moves und lateinamerikanischen Rhythmen trat nach seiner Erfindung durch Alberto Perez von Kolumbien aus den Siegeszug um die (Fitness-)Welt an.

Zumba-Anhänger wissen natürlich genau, warum sie auch nach Jahren noch voller Begeisterung in die wöchentliche Stunde strömen. Wer es noch nicht ausprobiert hat und trendigen Sportkursen vielleicht grundsätzlich ein wenig skeptisch gegenübersteht, fragt sich nach den Gründen, warum gerade um Zumba ein regelrechter Fitness-Hype entbrannt ist. Was ist das Besondere an der Welle des „Latino-Aerobic“, die zu uns nach Europa herübergeschwappt ist? Handelt es sich nur um eine Fitnessform, die von einem besonders gutes Marketing gefördert wurde oder „zündet“ Zumba wirklich? Warum sollte ich von den vielen Fitnesskursen gerade Zumba unbedingt einmal ausprobieren? Was kann dieses Programm wirklich? – Der folgende Überblick liefert allen Interessenten fünf wirklich gute Gründe für Zumba.

1. Zumba pusht Herz und Kreislauf

Wer eine Stunde zu den eingängigen Klängen und Beats der Zumba-Musik tanzt, springt und mit den integrierten Aerobic-Elementen powert, verbessert effektiv seine Ausdauer und damit die Leistungsfähigkeit seines Herz-Kreislauf-Systems. Durch die steigende Herzfrequenz beim Durchtanzen der einzelnen Musiktracks wird der Körper durchblutet und der lebenswichtige Sauerstoff in den entlegensten Winkel transportiert. Der Herzmuskel wird wirkungsvoll trainiert – ein wesentlicher Faktor für alle, die an ihrer Fitness arbeiten möchten.

Eine gute Nachricht für alle, deren Blutdruck nicht optimal ist: Zumba ist auch hier eine sportliche Lösung, die effektiv ist und zudem Spaß macht. Ein regelmäßig durchgeführtes Workout – kontinuierliches Üben ist die Voraussetzung für einen dauerhaften Trainingseffekt – kann erhöhte Blutdruckwerte senken und damit in Rücksprache mit dem Arzt eine wertvolle Therapieergänzung sein. Auch bei niedrigem Blutdruck ist Zumba der ideale Partner, wenn es darum geht, den Kreislauf auf die Sprünge zu bringen.

Auch das Gefäßsystem profitiert vom modernen Mix aus Aerobic und Latino: Die Venenpumpen werden aktiviert und sorgen für einen physiologischen Rückfluss des venösen Blutes zum Herzen. Die regelmäßige Ausdauerbelastung hilft ein erhöhtes Cholesterin senken und ist somit ein wichtiger Bestandteil in der persönlichen Strategie, wenn man sein Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall verringern möchte. Positiver Effekt auf die Lunge: Ihre Aufnahmefähigkeit für Sauerstoff vergrößert sich ebenfalls, sodass der Organismus schon nach ein paar Zumba-Stunden besser versorgt wird.

Die verbesserte Durchblutung sorgt auch dafür, dass der Stoffwechsel im Körper angekurbelt wird. Entgiftungsprozesse werden angeregt, die Leistungsfähigkeit des Verdauungstrakts verbessert und selbst auf die Nerven hat Zumba einen tollen Einfluss: Durch die verbesserte Durchblutung im Körper können auch Wahrnehmungs- und Lernfähigkeit sowie Konzentration verbessert werden.

Voraussetzung für eine deutliche Verbesserung der Grundlagenausdauer ist es, zwei-, besser dreimal wöchentlich zu trainieren. Hier kann eine Zumba-Einheit pro Woche natürlich auch mit der Joggingrunde um den See oder einer halben Stunde Power am Heimtrainer ergänzt werden.

Zumba

Zumba ©iStockphoto/omgimages

2. Zumba kräftigt und strafft

Die ideale Alternative für alle, denen das sture Stemmen von Hanteln im Fitnessstudio oder das Mattentraining in Bauch-Beine-Po-Kursen zu öde ist: Zumba ist nicht nur ein Kurskonzept, das mit viel guter Laune die Ausdauer fördert, sondern trainiert auch ganz nebenbei die Problemzonen des Körpers.

Schwerpunkt liegt dabei natürlich auf der Muskulatur von Gesäß und Beinen: Durch die nahezu pausenlose Beanspruchung während einer Zumba-Stunde erfolgt ein intensiver Trainingsreiz auf die untere Körperpartie. Während Serien von Aerobicübungen wie Kniebeugen oder Ausfallschritte gezielt den Muskelaufbau fördern, liegt der Effekt der tänzerischen Belastungen mit Tanzschritten, Drehungen oder Sprüngen durch die Dauer der Zumba-Stunde auf der Kraftausdauer, die im Alltag besonders benötigt wird. Vor allem die großen Muskelpartien der unteren Extremitäten wie der vordere Oberschenkelmuskel und der große Gesäßmuskel werden gestärkt und der Körper insgesamt gestrafft.

Auch im Bereich von Armen und Schultern macht sich ein regelmäßiges Zumba-Training mit einer attraktiven Optik bemerkbar. Durch viele Armbewegungen im Rahmen der Choreografien wird auch die Muskulatur in diesem Bereich nachhaltig gestärkt. Das Ganze geschieht ganz ohne die Verwendung von Gewichten, sondern nur durch den Fluss der tänzerischen Bewegung mit Aerobic-Elementen. Das Ergebnis sind schön definierte Arme und Schultern, die im Sommer beim knappen Top oder T-Shirt perfekt zur Geltung kommen. Toller Nebeneffekt: Durch die vielen Bewegungen der oberen Extremitäten fördert Zumba auch die Beweglichkeit der oberen Körperregion, lockert Verspannungen und ist deshalb auch der ideale Ausgleich für alle, die den ganzen Tag am PC sitzen müssen.

Was viele nicht wissen: Zumba ist auch gut für Bauch und Rücken! Dadurch, dass bei den vielen Sprüngen, Drehungen und schnellen Tanzschritten eine fest angespannte Rumpfmuskulatur nötig ist, werden die vielen großen und kleinen Muskelgruppen rund um die Wirbelsäule aktiviert und gekräftigt. Der Lohn: eine aufrechte Haltung und eine gute Prophylaxe oder Therapie gegen Rückenschmerzen.

3. Zumba lässt die Pfunde purzeln

Das Zählen und Verbrennen von Kalorien kann unter Umständen eine ganz schön mühevolle Angelegenheit sein. Für viele ist das ständige Radeln auf dem Heimtrainer vor allem zu einer langweiligen Angelegenheit geworden. Eine Stunde Zumba ist hier ein abwechslungsreiches und überaus unterhaltsames Kontrastprogramm. Der Vorteil: Wer sich zu Mambo und Merengue, Samba und Salsa bewegt, auch einmal Bauchtanzelemente ausprobiert oder sich bei Hip Hop austobt, wirkt nicht nur erfolgreich auf seine persönliche Kalorienbilanz ein, sondern bemerkt im Rausch der Bewegung zur Musik häufig die Anstrengung gar nicht so sehr. Hier gilt das Motto: Je mehr Spaß es macht, umso weniger spürt man die Belastung.

In diesem Zusammenhang ist der gruppendynamische Prozess einer Zumba-Stunde nicht zu unterschätzen. Wer vielleicht am heimischen Trimmrad schon längst aufgegeben hätte, bekommt durch den anspornenden Gruppeneffekt die sprichwörtliche zweite Luft. Wenn um einen herum alles tanzt und gute Laune versprüht, steckt einen dies an und hilft dabei, den inneren Schweinehund auch dann zu überwinden, wenn man vielleicht schon ein wenig aus der Puste ist und mit einer kleinen Pause geliebäugelt hat. Gerade dann, wenn die Choreografie sitzt und man sich die Abfolge der Tanzschritte und Aerobicelemente nicht ins Gedächtnis rufen muss, ist Zumba das ideale Fitnesskonzept, sich von Musik und dem Mittanzenden mitreißen zu lassen – ohne dabei sehr auf die Anstrengung achten zu müssen.

Die Angaben über die Anzahl der verbrannten Kalorien während einer Zumba-Stunde gehen von 400 bis über 1000 weit auseinander. Das muss jedoch gar kein Widerspruch sein, da die Belastung natürlich immer von der vom Trainer zusammengestellten Choreografie abhängt. Und selbstverständlich entscheidet auch jeder Teilnehmer am Workout selbst, welche Intensität er in seine Bewegungen legt.

4. Zumba macht glücklich

Natürlich gibt es auch beneidenswerte Menschen, die beim Zweistundenlauf durch einsame Felder oder eintönigen Krafttraining nach Plan an den Gewichten ihr seelisches Gleichgewicht wiederfinden können. Bei vielen ist es jedoch so, dass ein spaßbetontes Training der beste Anreiz ist, aus der Sofaecke zu kommen und das Trainingsoutfit überzustreifen.

Zumba bietet gleich ein Menge Faktoren, die neben dem rein körperlichen Trainingseffekt auch die gute Laune pushen – und vermutlich ist es genau das, was das lateinamerikanische Fitnesskonzept so nachhaltig erfolgreich macht. Hauptfaktor der guten Unterhaltung trotz schweißtreibender Bewegung, die eine Menge Glückshormone ausschütten kann, ist natürlich die Musikauswahl, die beim Zumba durchaus nicht nur rund aus Latino besteht. Auch Elemente verwandter und konträrer Musikstile vom Flamenco über den Reggae bis zum Cha Cha Cha können eingebaut werden und für Abwechslung sorgen.

Geteilte Freude ist doppelte Freude – der weise Satz trifft auch auf die Zumba-Stunde zu. Wer in der Gruppe mit Gleichgesinnten tanzt, schwitzt, singt, dabei Kalorien verbrennt und auch das eine oder andere Mal an die körperliche Belastungsgrenze gelangt, lässt sich nicht selten von den anderen mitreißen und motivieren. Stehen die Verabredungen zum gemeinsamen Workout schon wöchentlich fest, wird man zudem einen solchen Termin oft auch dann einhalten, wenn man vielleicht gerade keine Lust hat. Schon nach den ersten Rhythmen und Moves kommt die gute Laune – und damit auch die Motivation – jedoch meist von ganz alleine und man ist froh, sich für das Training entschieden zu haben.

Übrigens ist auch die Zumba-Bekleidung ein Baustein, wenn es um das Glück rund um die Bewegung zur Musik geht. Natürlich ist jeder beim Zumba willkommen – ganz egal, in welchem Look er daherkommt. Trotzdem kann eine toll geschnittene Hose oder ein sexy Top eine Menge dazu beitragen, dass der Tanz durch die Choreografie zu einem besonders beglückenden Erlebnis wird.

5. Zumba ist für alle da!

Ein großer Pluspunkt des kolumbianischen Konzepts rund um Aerobic und Rhythmen: Zumba schließt kein Geschlecht und keine Altersgruppe aus! Dadurch, dass die Belastung in den Zumba-Stunden individuell von jedem selbst reguliert werden kann, ist das tanzbetonte Workout auch für Senioren oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen – hier nach Rücksprache mit dem Arzt – empfehlenswert. Die Vielseitigkeit von Zumba liegt natürlich in der Musik, zu der sich Mann und Frau, Kinder und Senioren gleichermaßen gerne bewegen. Durch die Vielzahl der Gruppenteilnehmer fällt es auch nicht auf, wenn beim einen oder anderen die Koordination noch nicht so gut ausgeprägt ist.

Um möglichst vielen Menschen das echte Zumba-Feeling zu ermöglichen, schießen spezielle Zumba-Kurse wie die Pilze aus dem Boden. So toben sich beim „Zumbini“ schon die Jüngsten zur Latino-Musik aus, während „Zumba Gold“ auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt ist. „Zumba Step“ kombiniert die beliebte Step-Aerobic mit tänzerischer Bewegung und ist besonders für alle geeignet, die Wert auf einen wirkungsvolle Kräftigung ihrer Bein- und Gesäßmuskulatur legen. Wer einen Mix aus Anstrengung und Erfrischung sucht, genießt beim „Aqua Zumba“ eine ideenreiche Mischung von Wassergymnastik und Zumba-Elementen. Selbst Menschen mit größeren körperlichen Handicaps können Zumba genießen: „Zumba Sentao“ bezieht einen Stuhl in die Zumba-Stunde mit ein und ist eine musikalische Abwechlung zur klassischen Stuhlgymnastik. Fitnessbegeisterte, die ihren Fokus auf die Verbesserung ihrer Kraftfähigkeiten richten möchten, sind beim „Zumba Toning“, der energetisch anspruchsvollen Zumba-Variante richtig.


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