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Was können Fitness Tracker und Wareables?

Sie sind in aller Munde die Fitness Tracker und die Wearables sind der nächste große Trend und somit ist es nicht verwunderlich, dass die Hersteller diese kleinen und sehr handlichen Messgeräte in einer Vielzahl von unterschiedlichen Modellen mit den unterschiedlichsten Funktionen anbieten. Auf dem Markt bieten Hersteller wie Fitbit und Jawbone beispielsweise diese Geräte an und haben sich genau auf dieses Thema spezialisiert. Doch auch die Smartphone-Hersteller haben den Trend erkannt und so bieten auch LG, Samsung oder Sony diese Geräte an und ebenso Apple in Zusammenarbeit mit Nike. Somit ist es nicht verwunderlich, dass man schnell den Überblick verliert und nicht weiss, welcher dieser Fitness Tracker und Wearables denn der passende ist.

Self Tracking oder Selbstvermessung des eigenen Körpers: ein alter Hut

Das Self Tracking via Fitness Tracker und somit die Selbstvermessung von dem eigenen Körper wird im Profisport und in der Medizin seit langen genutzt, doch es brauchte einige Zeit, bis das dieser Trend von den USA bei uns und den Freizeitsportlern Einzug hielt.

Eine Vielzahl von Deutschen (rund 9 Millionen) nutzen diese kleinen digitalen Geräte und messen/zählen damit ihre täglichen Schritte und messen auch die Qualität ihres eigenen Schlafs. Besonders bei der jüngeren Generation sind die Tracker voll im Trend, doch sie werden auch von immer mehr Abnehmwilligen genutzt sowie von denen die mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren wollen.

Was können diese kleinen Geräte?

Die Fitness Tracker und Wearables beobachten ihre Träger den ganzen Tag über, sofern diese denn auch getragen werden, und mahnen dazu sich mehr zu bewegen oder mehr zu schlafen. Die neuen Modelle können drahtlos gepaart werden mit dem Smartphone oder dem Tablet, wo dann die Daten via App ausgelesen und ausgewertet werden. Des Weiteren bieten die Hersteller auch in der Regel Webportale an, wo man seine Werte mit denen von anderen vergleichen kann und sich dann gegenseitig motiviert, sich gemeinsam Ziele setzt oder aber eine digitale Schnitzeljagd veranstaltet.

Allerdings sind die Funktionen welche die Fitness Tracker und Wearables bieten sehr unterschiedlich. Der Fitness Tracker oder zu Deutsch der Aktivitätstracker ist im Grunde dabei behilflich, dass wir sportlicher werden und das heißt aktiver und um Gewicht zu reduzieren. Allerdings erlegt man sich selbst zwei Verpflichtungen auf mit dem Kauf von einem Fitness Tracker:

1. Diesen zu tragen und das zu jeder Tages-und Nachtzeit
2. Den App fleißig mit Daten zu füttern oder diese in die dementsprechende Webseite einzutragen.

Doch hier geht es nicht nur um die Bewegung, sondern die Fitnesstracker sind auch dabei behilflich bei der Ernährung zu helfen bzw. diese zu beobachten. Eben diese Funktion hebt der Anbieter Fitbit besonders hervor, denn es ist möglich, fast alles einzutragen. So ist es möglich, zusätzliche Trainingseinheiten nachzutragen, welche vom Tracker nicht verzeichnet wurden, die verzehrten Mahlzeiten und auch das aktuelle Gewicht bis hin zur Flüssigkeitszufuhr. Jeder der gezielt Gewicht reduzieren möchte, der kann so seine Kalorienbilanz recht gut im Auge behalten.

Sicherlich, das klingt nach viel Arbeit und es ist nicht abzustreiten, dass das alles mit viel Aufwand verbunden ist, dafür das man nur ein wenig Motivation benötigt und eine Rückmeldung wünscht über sein tägliches Verhalten. Daher bieten die Anbieter alle verschiedene Ansätze und so verzichten beispielsweise Misfit und Jawbone komplett auf eine Webseite und sammeln die Daten ausschließlich via App. Bei diesem Weg wird der vermessene Alltag einfacher gestaltet, da auf diesem Weg auf die komplexen Möglichkeiten verzichtet wird.

Fitness Tracker

Fitness Tracker ©iStockphoto/alexey_boldin

Auf geht es! – Bewegung ist angesagt

Die Fitness Tracker und Wearables sind von ihrer Basis her vor allem als Motivationshilfe verkauft. Wenn man rund 100 Euro für einen Bewegungszähler ausgibt und sich auf die tägliche Überwachung einlässt, in Bezug auf seine Aktivität oder eben seiner Faulheit, der will höchstwahrscheinlich etwas ändern in seinem Leben und erhofft sich eben Motivation und Ansporn dadurch, dass er alles digital vor Augen geführt bekommt. Daher legen sich die meisten auch ein Ziel fest. Pro Tag sind rund acht Kilometer empfehlenswert oder 10.000 Schritte und das ist für jemanden der im Büro arbeitet doch recht viel und das macht den Umweg oder den Extra-Spaziergang zur Pflichtübung, sofern man seinen Tracker und damit sich selbst nicht stets enttäuschen will.

Den Apps der Tracker kann man die Motiviations-Gene deutlich anmerken, denn sie geben virtuelle Zeichen von Lob, vor allem wenn das Ziel erreicht ist oder es sogar übertroffen wird. Sicherlich ist man zu Beginn stolz darauf, wenn man das erreicht hat. Im Laufe des Tages kann man seinen aktuellen Fortschritt je nach Modell entweder auf dem kleinen Display oder das Indikator-LED ablesen. Einige Modelle verfügen sogar über einen Vibrationsmotor, der sich bemerkbar mach, wenn man längere Zeit still gesessen hat.

Die tägliche Auswertung ist nicht hilfreich

Wer seinen Fitnesstracker oder Wearables täglich auswertet, der wird nach einiger Zeit feststellen, dass dieses nicht hilfreich ist. Denn es folgen auf „schlechte“ Tage, Tage die regelrecht sportlich sind und weit über dem gesetzten Ziel liegen. Doch die Apps sind in der Regel auf die täglichen Ergebnisse fixiert, obwohl es sinnvoller wäre, den Verlauf der Aktivitäten über einen längeren Zeitraum auszuwerten oder ein Wochenergebnis zu erstellen. Leider steht das bei den meisten der Apps im Hintergrund oder ist erst gar nicht möglich.

Bereits nach kürzester Zeit weiss man, wie viel man sich über Tag bewegt und das hat im ersten Moment keinen großen Einfluss auf den Alltag. So wird dem Alltag hin und wieder ein Spaziergang hinzugefügt und man nimmt seinen Fitness Tracker mit zum Sport, damit man die virtuellen Belobigungen erhält für seine Aktivitäten.

Vergleicht man die Produkte, dann stellt man fest, dass die Auswertung der Tendenzen und der konkreten Ziele fehlt. So kann man beispielsweise ein Ziel für die Zukunft setzen, dass man innerhalb von zwei Monaten doppelt so aktiv sein möchte oder aber ein Ziel für den Kalorienverbrauch bzw. der Gewichts Reduzierung.

Drei Geräte im Test

1. Withings Pulse

Der Fitness Tracker von Withings ist tragbar als Armband oder mit Hilfe von einem Clip an der Kleidung. Das Stoffarmband ist atmungsaktiv und verfügt somit über einen hohen Tragekomfort. Zwar ist dieses Wearable relativ gross und ist recht auffällig, doch wer das nicht als „cool“ empfindet, der kann den Tracker auch in der Tasche verschwinden lassen und das ohne das die Funktionen eingeschränkt sind. Dieser Fitness Tracker ist in der Lage die Herzfrequenz zu messen, indem der Zeigefinger an die Rückseite des Gerätes gehalten wird. Allerdings erlaubt dieses Verfahren keine zuverlässige Pulsmessung. Die zurückgelegten Schritte werden auf dem LED-Display auf Wunsch angezeigt, sowie die Höhenunterschiede und die Distanz. Dazu zeigt der Withing Pulse auch die verbrauchten Kalorien (heute, gestern und vorgestern) auf, den Puls, die Uhrzeit und den Zustand des Akkus.

2. Jawbone UP

Bei diesem Tracker handelt es sich um ein Wearable des Herstellers Jawbone, dass den einfachen Namen „Up“ trägt und übersetzt soviel bedeutet, wie „Raff dich auf!“. Das Armband von diesem Wearable ist aus harten, antiallergischen Gummi gefertigt, in das die elektronische Tracking-Einheit fest verbaut ist. Dieses Wearable ist in acht verschiedenen Farben erhältlich und zudem je nach Umfang des Handgelenks in drei Größen erhältlich. Allerdings ist es nicht möglich, die Größe zu verstellen. Um „Up“ an das Smartphone oder das Tablet anzuschließen, ist das Gerät mit einem 3,5 mm Klinkenstecker ausgerüstet, der durch eine Klappe gesichert ist. Derjenige der noch keine Erfahrung mit einem Fitness Tracker sammeln konnte, dem wird die Handhabung dieses Wearables zuerst schwerfallen, denn es ist kein Display vorhanden, wo man seine Aktivität ablesen kann, sondern das funktioniert erst wenn man das Gerät mit dem Smartphone beispielsweise synchronisiert. Jedoch weist „Up“seinen Träger durch einen Vibrationsalarm darauf hin, dass er sich zu wenig bewegt hat aktuell.

Durch die Sensoren, die sich in dem Wearable befinden, werden die Bewegungen des Handgelenks gemessen und so zählt das Gerät nicht nur die Schritte, sondern analysiert auch das Schlafverhalten über den Schlafmodus, der mittels eines Knopfdrucks aktiviert wird. In der Analyse unterscheidet der Tracker zwischen einem ruhigen und unruhigen Schlaf und das wiederum sieht man in der Auswertung.

3. Fitbit Flex

Dieses Wearable besteht aus einem Armband, dass in der Größe verstellbar ist, ähnlich wie bei einer Armbanduhr sowie dem Tracker. Dieser ist ein kleines Display, auf dem bis zu fünf weiße Punkte aufleuchten, wenn es angetippt wird. Ihnen kann man seine Tagesaktivität entnehmen und somit erkennen, ob oder in wie weit das Tagesziel erreicht wurde – hier entspricht ein Punkt 20 %. Damit ist es möglich, den Tagesrestbedarf einzuschätzen. Der Restbedarf wird anhand der gesetzten Ziele errechnet, wie bei allen Fitness Trackern und aufgrund des Alters, Geschlechts, der Größe und des Gewichts. Dazu macht das System auch einen Vorschlag, der täglich zwischen 8.000 bis 10.000 Schritten liegt. Auch der Flex misst wie die anderen Geräte das Schlafverhalten über Bewegungssensoren sowie auch die Schritte seines Trägers. Um den Schlafmodus zu aktivieren, muss nur mehrfach schnell auf das Display getippt werden.

Fazit

Im Grunde muss jeder für sich entscheiden ob der Fitness Tracker für ihn motivierend ist oder doch nur ein unnötiger Ballast im Alltag ist. Sicherlich ist es angenehm, gelobt zu werden und ganz besonders dann, wenn man nach einem stressigen Tag im Büro virtuell die Bestätigung erhält, dass man sich ausreichend bewegt hat. Des Weiteren zeigen die Wearables und deren Apps auch nur an, dass man während des normalen Spaziergangs kaum Kalorien verbraucht hat und daher Sport unersetzbar ist, um fit zu werden/bleiben und Gewicht zu reduzieren.

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