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Schwimmen: Im kühlen Nass zur Traumfigur

Mit Badeanzug oder Bikini im Schwimmbad unter Leute? Nein, das geht doch nicht! Nicht mit meiner Figur. So denken viele Übergewichtige – und berauben sich damit einer effektiven und gesunden Form, ihre Diät zu unterstützen. Schwimmen ist gerade für schwere Menschen und Neueinsteiger in jegliche sportliche Betätigung hervorragend geeignet. Lesen Sie jetzt, worauf Sie achten müssen und was Schwimmen Ihnen für Ihr „Projekt Speck weg“ bringt!

Warum Sie schwimmen gehen sollten

Kurz und knapp: weil Schwimmen eine der gesündesten Sportarten ist und noch dazu Ihren Körper strafft und formt.
Durch den Auftrieb des Wassers werden vor allem die Gelenke der unteren Extremitäten entlastet, die an Land das volle Gewicht tragen müssen. Vor allem stark Übergewichtige profitieren von diesem Effekt und können sich bewegen, ohne übermäßigen Gelenkverschleiß fürchten zu müssen.
Die ausdauernde, recht gleichmäßige Bewegung des Schwimmens bringt das Herz-Kreislaufsystem in Schwung und verbessert Ihre Kondition. Auch Skelettmuskulatur und Herz werden besser durchblutet. So kommen Sie auch an Land bald nicht mehr so schnell aus der Puste.
Vor allem für Frauen interessant ist der Massageeffekt des Wassers. Durch das vorbeiströmende Nass wird das Bindegewebe massiert. So können Schlackstoffe besser abtransportiert werden. Die lästige Cellulite geht zurück, das Bindegewebe wirkt glatter und straffer.
Durch den Wasserwiderstand werden auch Ihre Muskeln hervorragend trainiert. Je nach Schwimmstil trainieren Sie dabei den Oberkörper, Beine und Po. Das hilft langfristig beim Muskelaufbau. Und wie Sie wissen, verbrauchen Muskeln schon in Ruhe mehr Kalorien zur Erhaltung als Fettgewebe.
Apropos Fett, das wird beim Schwimmen hervorragend verbrannt. Durch den Wasserwiderstand und die Wassertemperatur kommt der Stoffwechsel auf Touren. Da Sie in der Regel mindestens eine halbe Stunde schwimmen (sollten), verschiebt sich der Kalorienverbrauch deutlich in Richtung des Fettstoffwechsels. So verschwinden effektiv auch da die Kalorien, wo sie verschwinden sollen.
Nicht zuletzt hat das Wasser auch eine beruhigende und entspannende Wirkung. Lassen Sie also beim Schwimmen ruhig auch mal die Seele baumeln.

Schwimmen

Schwimmen ©iStockphoto/Maridav

Lassen Sie die Kalorien im Wasser!

Je nach Schwimmstil verbrennen Sie in einer Stunde zwischen 600 und 1000 Kalorien. Wie hoch Ihr Verbrauch ist, hängt aber nicht nur vom Schwimmstil ab. Auch Ihr Alter, Ihr Gewicht und Ihre Körpergröße spielen hier mit rein. Den Vergleich mit anderen Ausdauersportarten wie Walking oder Joggen muss das Schwimmen aber keinesfalls scheuen. Im Gegenteil, Walking beispielsweise liegt bei rund 330 bis 600 kcal in der Stunde. Da lohnt sich das Eintauchen ins nasse Element also definitiv.
Anfangs sollten Sie Ihrem Körper noch Pausen von zwei bis drei Tagen gönnen, bevor Sie nach einem intensiven Schwimmtraining wieder ins Becken steigen. Wenn Sie jedoch einmal richtig fit sind, können Sie selbst bestimmen, wie oft sie schwimmen gehen. Nutzen Sie das Schwimmbecken als Ergänzung und Abwechslung zu anderen sportlichen Aktivitäten oder holen Sie sich gleich die Dauerkarte für das Schwimmbad in Ihrer Nachbarschaft und gehen Sie täglich. Wenn sich Ihr Körper an das Training gewöhnt hat, entscheiden nur Sie – und Ihr innerer Schweinehund.

 

Mit Plan und Technik ab ins Wasser

Für Anfänger eignen sich Brustschwimmen und Rückschwimmen am besten. Wichtig beim Brustschwimmen ist, dass Sie den Kopf nur zum Atmen aus dem Wasser heben. Andernfalls überstecken Sie Ihre Wirbelsäule ständig. Das kann zu Problemen führen. Wer schon Beschwerden im Rücken hat, ist beim Rückenschwimmen besser aufgehoben. Hier liegt der Rücken gerade im Wasser, die Wirbelsäule ist entspannt.

Für absolute Sportneulinge empfiehlt es sich, anfangs fünf Minuten am Stück zu schwimmen und dann eine Minute zu pausieren. Trainieren Sie so mindestens 30 Minuten, bis Sie das Programm gut durchhalten.

Steigern Sie dann die Schwimmzeit von fünf auf zehn Minuten, bis Sie auch diesen Plan ohne größere Probleme durchhalten. Danach können Sie versuchen, die 30 Minuten am Stück zu schwimmen. Wenn Sie das gut durchhalten, können Sie die Schwimmzeiten beliebig erweitern.
Gehen Sie anfangs nur zweimal wöchentlich schwimmen und steigern Sie die Frequenz langsam, bis Sie die Häufigkeit in der Woche erreicht haben, die Sie sich zum Ziel gesetzt haben. Das können drei Einheiten pro Woche sein, aber auch sieben.

Den Heißhunger, der vor allem in der Anfangsphase auftritt, bekämpfen Sie am besten mit Trinken von Wasser oder Tee und einer leichten, eiweißhaltigen Mahlzeit nach dem Training. So dämpfen Sie ungesunde Gelüste und führen Ihrem Körper zu, was er für das Muskelwachstum braucht, ohne die Fettzellen wieder zu füttern.

Wie Sie den Kopf überreden

Sie wissen ja eigentlich alles. Schwimmen ist gesund und effektiv. Hervorragend! Das ändert nur leider nichts daran, dass das kleine Männchen auf Ihrer Schulter Sie ständig fragt: „Und so willst Du Dich im Badeoutfit zeigen?“ Treten Sie das kleine Männchen doch mal kräftig.

Halten Sie ihm entgegen, dass es hier um Ihre Gesundheit und um Ihr Wohlfühlen geht. Und einmal im Wasser angekommen, sind die Pfunde quasi nicht mehr sicht- und spürbar. Andere haben die Nase auch nur knapp über der Wasseroberfläche, genau wie Sie. Legen Sie also den Gedanken ad acta, vorbeischwimmende Mitsportler könnten schauen. Auch vom Beckenrand aus betrachtet, kaschiert das Wasser ungeliebte Pfunde. Es kann also gar niemand schauen.
Und außerdem tun Sie etwas für eine bessere Figur. Das sollte Ihre Umwelt anerkennen. Hier denken mehr schlanke Zeitgenossen positiv über dicke Sportler, als Sie vielleicht glauben. Da heißt es eben nicht: „Guck mal, der/ die Dicke da.“ Da heißt es eher: „Guck mal, der/ die tut was.“ Und auch nicht jeder Schlanke war immer schlank. Gehen Sie davon aus, dass nicht Wenige im Schwimmbad wissen, welchen Kampf Sie kämpfen und schon deshalb garantiert nicht lästern.

Also packen Sie es an und den Badeanzug oder die Badehose ein und ab ins Schwimmbad oder zum nächsten See!

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