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Eignet sich Laufen bzw. Joggen zum Abnehmen?

Wer abnehmen will, sollte bekanntlich in erster Linie darauf achten, mehr Energie zu verbrennen, als dem Körper wieder zugeführt wird. Bewegung und Sport sind grundsätzlich gute Wege, dieses Ziel zu erreichen. Bei der Auswahl einer Sportart stehen Laufen und Joggen dabei für viele ganz oben auf der Liste – sie setzen keine große Ausrüstung voraus und lassen sich praktisch überall und jederzeit ohne Vorbereitung ausüben. Aber hilft das Laufen wirklich effektiv beim Abnehmen?

Die einfache Antwort: ja. Wie bei jeder anderen Sportart wird selbstverständlich auch beim Laufen Energie verbraucht, die man gerne los wird, wenn man ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hat. Wer das Joggen effizient als Methode zum Abnehmen benutzen möchte, sollte allerdings auch noch auf einige Besonderheiten und zusätzliche Faktoren achten. Sport ist gesund, stellt aber für sich alleine noch kein Allheilmittel dar. Größer ist die Auswirkung auf die Körperfülle auf jeden Fall, wenn das Problem auch abseits des eigentlichen Sports systematisch angegangen wird.

Ein richtiger Ernährungsplan hat viele Vorteile

Wenn das Abnehmen die Hauptmotivation für den Sport ist, ist es zunächst fast unerlässlich, gleichzeitig die Ernährung an das Vorhaben anzupassen. Wer lediglich joggen geht, aber hinterher dafür umso größere Mengen verdrückt, kommt seinem Ziel nicht näher. Diese Gefahr besteht durchaus, da gerade ungeübte Läufer oft nach dem Sport einen Heißhunger entwickeln und dabei gleichzeitig die positiven Auswirkungen der Bewegung massiv überschätzen. Wer 40 Minuten läuft, verbrennt gerade einmal so viele Kalorien, wie in einer Tafel Schokolade oder in einem Liter Bier enthalten sind – der Erfolg lässt sich also schneller wieder zunichte machen, als sich manch einer träumen lässt.

Vermeiden lässt sich diese Gefahr nur durch eine bewusste Ernährung. Wer das Laufen nur als Alibiaktivität benutzt, wird keinen Erfolg haben – unerlässlich ist es, gleichzeitig auch einen starken Willen zum Abnehmen zu entwickeln, der dabei hilft, Versuchungen zu widerstehen. Leichter hat es in jedem Fall, wer systematisch einen Ernährungsplan entwickelt, der strikt eingehalten wird. Dabei muss es sich nicht unbedingt um eine starke Diät handeln, schon der bewusste Umgang mit den Kalorien in Kombination mit einer ausgeglichenen Ernährung hilft deutlich.

Laufen

Laufen ©iStockphoto/kzenon

Im Zweifel hilft der Hausarzt

Wer sich das Entwickeln eines solchen Ernährungsplanes selbst nicht zutraut, kann sich dabei im Zweifel auch immer von seinem Hausarzt beraten lassen. Auf jeden Fall angezeigt ist die Konsultation mit dem Hausarzt übrigens bei stark übergewichtigen Menschen, die vorhaben, mit dem Joggen anzufangen. Wer deutlich zu viel Fett mit sich herumträgt, kann beim Sport seine Gelenke über Gebühr belasten, was mittelfristig sehr negative Folgen mit sich bringen kann – ein Problem, das sich mit richtiger Planung und fachmännischer Beratung vermeiden lässt.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den angehende Läufer nicht vernachlässigen sollten, ist die Ausarbeitung eines geeigneten Trainigsplans. Grundsätzlich gilt: Regelmäßige sportliche Betätigung, die den Körper nicht überfordert, hilft mehr als gelegentliche Intensivsessions, die aus schlechtem Gewissen heraus gestartet werden. Der Erfolg bei der Fettverbrennung stellt sich auch nicht sofort ein, da der Körper zunächst an die neue Tätigkeit gewöhnt werden muss, um sie optimal ausnutzen zu können.

Regelmäßigkeit ist entscheidend

Wer nachhaltige Erfolge anstrebt, sollte sich aus diesem Grund einen Rhythmus antrainieren, der zumindest alle zwei Tage eine Laufsession vorsieht. Die Trainingspläne müssen in diesem Fall noch nicht einmal besonders ehrgeizig sein, entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Wer das Joggen mit dieser Methode erfolgreich in seinen Alltag integriert, kann die Belastung dann allmählich steigern, ohne seinen Körper dabei zu überfordern. Auf diese Weise wird die Bewegung nicht nur effizienter und gesünder, sie erfordert auch weniger Disziplin und Überwindung.

Wie langsam man es angehen lässt, sollte dabei in erster Linie vom Zustand des eigenen Körpers abhängen. Wer absolut keine sportliche Betätigung mehr gewohnt ist, ist von „echtem“ Jogging oft schon sehr schnell überfordert; in diesem Fall ist es durchaus legitim, zunächst mit weniger anspruchsvollen Varianten wie Nordic Walking zu beginnen und sich dann allmählich zum angestrebten Pensum hochzuarbeiten. Andere kommen von Anfang an auch mit einem höheren Tempo durchaus klar und sollten dementsprechend wiederum den Punkt finden, der sie fordert, ohne sie zu überanstrengen.

Der Trainingsplan sollte nicht entmutigend sein

Wie schnell man laufen sollte, lässt sich übrigens sowieso nicht eindeutig beantworten. Viele schwören auf längere Laufwege, die in langsamerem Tempo angegangen werden. Wer diese allerdings problemlos bewältigen kann, kann durchaus auch das Tempo etwas anziehen oder gelegentliche Sprints einlegen, um seine Leistungsfähigkeit weiter zu steigern. Für Anfänger ist es zunächst besonders wichtig, eine Methode zu finden, die sie nicht entmutigt – es dauert eine Weile, bis sich die Kondition spürbar verbessert und sich im Hinblick auf die Körperfülle wahrnehmbare Erfolge einstellen.

Ein Punkt, den man als Laufanfänger keinesfalls vernachlässigen sollte, ist übrigens das richtige Schuhwerk. Wer mit ungeeigneten Schuhen trainiert, belastet dabei unter Umständen seine Gelenke über Gebühr – gerade dann, wenn sowieso ein paar Kilo Übergewicht im Spiel sind. Auf keinen Fall sollte man sich scheuen, hier auch einmal etwas in die passende Ausrüstung zu investieren. Gute Laufschuhe müssen nicht besonders teuer sein, sie helfen aber deutlich, negative Folgen zu vermeiden und die Motivation zu steigern.


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