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Mit Fahrradfahren abnehmen

Fahrradfahren scheint die einfachste Sache der Welt. Außer einem Rad und den richtigen Klamotten braucht man nichts. Nun, ganz so einfach ist es nicht. Aber Radfahren kann Ihre Diät als sportliche Ergänzung hervorragend unterstützen. Wie Sie auf dem Drahtesel den Pfunden davon fahren, erklären wir Ihnen jetzt!

Radfahren zum Abnehmen – Das sind Ihre Vorteile

Radfahren ist ein sehr gesunder Sport – und das nicht nur wegen der frischen Luft, die Sie dabei genießen.
Ähnlich wie Schwimmen schont Radfahren die Gelenke, da gut 60 bis 70 Prozent Ihres Gewichtes vom Sattel getragen werden. Dadurch entlasten Sie Knöchel, Knie und Hüftgelenke, wenn Sie in die Pedale treten.

Außerdem ist Radeln ein gutes Muskeltraining und das nicht nur für die Beine. Auch die Rumpfmuskulatur wird beansprucht. Schließlich müssen Sie sich gerade im Sattel halten. Durch die Koordination und das Gleichgewicht spricht das Radfahren sogar die unwillkürliche, die sogenannte autochtone Rückenmuskulatur an. Diese können Sie bewusst auch mit der besten Fitnessübung nicht trainieren, da sie für die Balance zuständig und nicht bewusst steuerbar ist. So beugen Sie auf Dauer auch Rückenproblemen vor.

Fahrradfahren

Fahrradfahren ©iStockphoto/warrengoldswain

Beim Radfahren können Sie die Belastung sehr gut dosieren. Sind Sie noch Einsteiger, können Sie kürzere und flachere Strecken wählen. Mit wachsender Fitness steigt Ihr Aktionsradius und auch die Schwierigkeit der Strecke.

Gleichzeitig ist die benötigte Regenerationsphase recht kurz. Sie müssen also nicht mehrere Tage pausieren und können Radeln, wann immer Sie Zeit und Lust haben. Auch den Kalorienverbrauch können Sie über die Strecke und den Fahrstil gut steuern. Auf einfachen Strecken lassen Sie etwa 300 kcal hinter sich, auf anspruchsvollen Touren können es aber auch 800 und mehr Kalorien sein.

Nicht zuletzt lässt sich das Radeln gut in den Alltag integrieren. Außer einem Rad und etwas Zeit benötigen Sie nichts. Und wenn Ihr Terminplan eng ist, dann erledigen Sie doch einige Wege einfach auf dem Fahrrad. Sie müssen aufs Amt oder einen kleinen Einkauf machen? Dann ab auf den Drahtesel. Sie sind bei Freunden verabredet oder wollen noch in die Stadt? Wenn es nicht zu weit ist, können Sie auch hierfür das Fahrrad nehmen – und sparen in der Stadt noch die Parkgebühr.

Radeln mit System – So steigen Sie auf und ein

Wer gleich drauflos radelt und mit brennender Lunge wiederkommt, hat sich nicht nur überfordert, oft hat er dann auch keine Lust auf eine neue Tour. Steigen Sie deshalb mit System aufs Rad.

Wenn Sie sonst noch keinen Sport getrieben haben und ganz neu einsteigen, wählen Sie flache Strecken und radeln Sie sie gemütlich, bis Sie merken, dass sich Lunge und Beine melden. Das können anfangs auch erstmal nur ein oder zwei Kilometer oder etwa zehn bis 15 Minuten sein. Schaffen Sie eine Teilstrecke am Anfang nicht, einen recht steilen Berg zum Beispiel, ist es auch in Ordnung, das Rad ein Stück zu schieben. Versuchen Sie dann einfach, die schwierige Strecke mit jedem Mal ein Stück weiter zu bewältigen, bis Sie sie ganz durchradeln können. Wenn Sie eine Stunde in durchschnittlichem Gelände mit kleinen Gefällen und Steigungen bewältigen, können Sie größere und schwierigere Touren für sich planen. Stecken Sie einfach mal die Nase in die örtliche Wanderkarte und die darin ausgezeichneten Radwege und erkunden Sie Ihre Heimat mal hoch zu (Draht)Ross.
Anfangs kann es beim Radfahren zu Rückenschmerzen kommen. Ist das Fahrrad richtig eingestellt, kommen diese meist von der noch zu schwachen Rumpfmuskulatur. Eine Schonhaltung führt dann zu Verspannungen in Rücken und Schultern und so zu Schmerzen. Sind die Beschwerden recht intensiv, sollten Sie Ihre Rumpfmuskulatur mit zusätzlichen Fitnessübungen stärken. Dann gibt sich das Problem recht schnell und Sie können Ihre Radtouren wieder genießen.

Welches Rad ist das Richtige?

Sie haben sich entschieden: Radfahren ist Ihr Sport der Wahl. Also muss ein Drahtesel her. Aber welcher?
Für den Anfang eignet sich am besten ein Mountainbike oder ein Trekkingrad, auch wenn Sie damit nicht gleich durch Feld und Flur heizen wollen (oder können). Diese Räder sind besonders leicht. Außerdem sitzen Sie auf dem gut gepolsterten Sattel bequemer und das Rad leitet Sie in eine komfortablere Haltung als beispielsweise ein Rennrad. Da diese Räder auch für das Gelände jenseits befestigter Wege gebaut sind, sind sie besonders gut gefedert. Das dämpft Stöße beim Fahren besonders effektiv und schont so Ihre Gelenke und den Rücken.
Achten Sie beim Kauf auf die richtige Größe des Rahmens, die Ihrer Körpergröße angepasst sein muss. Hier können Sie sich am besten von den Profis im Fahrradladen beraten lassen. Wichtig sind zwei Größen: Die Rahmenhöhe und die Oberrohrlänge. Letztere muss lang genug sein, dass sie entspannt sitzen können. Erstere muss mit Ihrer Beinlänge korrespondieren.

Ein Tipp zum Schluss: Wählen Sie beim Fahrradkauf nicht gleich das günstigste Modell. Wer hier am falschen Ende spart, ärgert sich später über die Qualität oder den Sitzkomfort. Und natürlich sollten Sie nicht vergessen, zusammen mit ihrem neuen Fahrrad auch gleich den passenden Helm zu kaufen. Sicherheit geht beim Sporteln schließlich vor. So gewappnet können Sie loslegen und den Pfunden mit Spaß und frischer Luft den Kampf ansagen!

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