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Die 3 größten Diätfallen beim Sport

Wer sportelt, nimmt ab. Schließlich bewegt man sich und Bewegung braucht Kalorien. Theoretisch ist Sport auch die beste Unterstützung für jede Diät. Allerdings schleichen sich hier manchmal kleine Sünden und Fehler ein, die den Diäterfolg nachhaltig torpedieren können. Wenn auch Sie also auf der Waage stehen und sich fragen, warum sich da nichts bewegt, prüfen Sie, ob Sie nicht auch einer solchen Falle aufgesessen sind!

1. Die kleine Belohnung nach dem Training

Sie waren heute wirklich fleißig und sind schon volle dreißig Minuten durchs Gründe gejoggt oder haben sich beim Zumba verausgabt. Da dürfen Sie sich doch sicher auch eine kleine Belohnung gönnen, oder? Eine kleine Belohnung schon. Bei so manchem Abnehmwilligen fällt die Belohnung jedoch – zumindest in Kalorien gerechnet – oft größer aus, als gedacht. Wenn Sie auf die Nährwerter mancher „kleiner“ Sünden schauen, werden Sie Augen machen. Eine einzige Praline kann schon über 100 kcal haben. Dafür müssen Sie schon gute zehn Minuten laufen oder auf einem Cardio-Gerät schwitzen. Werden es dann vielleicht auch noch drei, vier oder noch mehr kleine Häppchen oder gönnen Sie sich auch mal eine Pizza nach einem harten Training, ist die Kalorienbilanz schnell im Eimer.
Wenn Sie abnehmen wollen, sollten Sie bis zu 500 kcal weniger zu sich nehmen, als Sie verbrauchen. Gerade Frauen schaffen das durch die geringere Muskelmasse dann kaum noch, wenn sie eine kleine Schokoladenorgie gefeiert oder sich eine deftige Sünde gegönnt haben. Oft wird der Kalorienverbrauch beim Sport nämlich über- und der Kaloriengehalt der kleinen Sünden unterschätzt. Und schon nehmen Sie eher ab als zu.
Wer sich also für ein gutes Training belohnen will, sollte zum einen wissen, was seine Sportart im Schnitt wirklich verbraucht. Zum anderen sollte er sehr genau die Nährwertangaben seiner kleinen Belohnungen studieren. Dann spricht auch nichts gegen eine wirklich kleine Sünde.

 

2. Zu schnell zu viel – und dann gar nichts mehr

Sport soll die Pfunde auf den Hüften ordentlich schmelzen lassen. Deshalb geht so Mancher nach beschlossener Diät sportlich hart mit sich ins Gericht. Der Schweiß muss in Strömen fließen und die Lunge darf gern brennen. Wer so loslegt, vergisst, dass man den Körper auch überfordern kann.
Die Folgen sind ein gesteigertes Verletzungsrisiko und auf Dauer ein Motivationsknick. Außerdem ist nicht gesagt, dass das härteste Training auch die meisten Kalorien verbrennt. Das Ende vom Lied ist dann häufig, dass man(n) oder Frau den Sport frustriert aufgibt, weil er entweder keinen Spaß mehr macht oder nicht die gewünschten Ergebnisse zeitigt.

Besser ist es daher, sich erst zu informieren und dann loszulegen. Dann können Sie Ihre sportliche Betätigung viel besser auf Ihr Ziel – das Abnehmen – ausrichten. Es bringt Ihrer Diät nämlich wenig, wenn sie verletzt pausieren müssen. Auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen. Schließlich soll Sport ab sofort zu Ihrem täglichen Leben gehören. Und wer will (und kann) sich schon mehrmals in der Woche zu etwas zwingen, wozu er keine Lust hat? Nicht zuletzt motivieren auch die Erfolge. Und die werden Sie nur erleben, wenn Sie Ihr Training auch richtig gestalten. Schnuppern Sie also erst einmal durch verschiedene Sportarten, lesen Sie sich schlau und trainieren Sie sich dann schlank!

Diät und Sport

Diät und Sport ©iStockphoto/Infomages

3. Zu viel erwarten – Geduld muss sein

Wer einmal eine Diät beschlossen hat, geht oft mit Feuereifer ans Werk. Das Essen wird umgestellt und regelmäßig Sport getrieben. Was aber, wenn sich die Ergebnisse nicht so schnell einstellen, wie man gerne hätte und uns so manches Magazin gern suggeriert? Viele zweifeln dann an der Diät oder wahlweise auch am Training. Dabei sollten Sie in solchen Fällen zuerst prüfen, wie realistisch Ihre Ziele sind. Immer wieder liest man von Diäten und Diätkonzepten, die zehn Kilo Gewichtsverlust und mehr in einer Woche versprechen. Und natürlich soll das alles Fett sein, das da verschwindet. Das würde allerdings bedeuten, dass Sie in sieben Tagen ein Kaloriendefizit von 90.000 kcal erarbeiten. Das schaffen Sie selbst bei einer Nulldiät und straffem Sportprogramm nicht.

Das Einzige, was Sie am Anfang recht schnell verlieren, ist überschüssiges Wasser im Gewebe. Dadurch ist ein Gewichtsverlust von mehreren Kilo in der Woche durchaus möglich. Allerdings verschwinden dann immer noch nicht die Fettpolster. Da aber das Wasser auch Umfang und Gewicht hat, nehmen Sie tatsächlich ab.

Wer wie viel wie schnell verliert, liegt aber nicht nur an der Diät und am Training. Auch die genetische Veranlagung und das aktuelle Gewicht spielen eine Rolle. Wer 100 Kilo zu viel hat, verliert vor allem am Anfang wesentlich schneller und leichter die Pfunde als jemand, der nur 10 Kilo zu viel hat. Je höher das Übergewicht, umso eher schlagen sich die Maßnahmen also auch in Erfolgen nieder – ein abgestimmtes Programm von Diät und Sport vorausgesetzt.

Analysieren Sie daher erst Ihre Voraussetzungen und setzen Sie danach realistische Ziele. So vermeiden Sie, in die Ungeduldsfalle zu tappen und sich selbst zu demotivieren. Die Gefahr, dass Sie Ihr Abnehmprogramm abrechen, sinkt so erheblich.


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