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Bye bye Jojo Effekt

Gewicht runter, Gewicht rauf, Gewicht runter, … Das kennen leider nur zu viele Männer und Frauen. Kaum sind die Pfunde weg, sind sie schon wieder da. Nichts ist bei und nach Diäten gefürchteter als der Jojo-Effekt. Dabei muss er gar nicht sein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dem Jojo jetzt ein Schnippchen schlagen, denn hier kommen unsere großen Jojo-Sünden!

1. Die 500kcal-Regel

Um abzunehmen müssen Sie ein Kaloriendefizit erwirtschaften. Nun liegt der Gedanke nahe, dass man umso schneller und effektiver abnimmt, je mehr Kalorien man einspart. Theoretisch klingt das gut, praktisch schafft es aber die ideale Basis für den Jojo-Effekt. Fehlen dem Körper über einen längeren Zeitraum zu viele Kalorien, hungert er. Entsprechend schalten uralte Gene in unserem Programm auf Sparmodus, nutzen jede verfügbare Kalorie aus und lagern jede entbehrliche Kalorie für noch schlechtere Zeiten ein. Spätestens nach der Diät, wenn Sie wieder mehr Kalorien zu sich nehmen, schlägt die Falle zu. Jetzt sind wieder viele Kalorien zum Einlagern da und Ihr Organismus ist auf „Hamstern“ eingestellt – und schon schnell die Zahl auf der Waage wieder in die Höhe.

Mit der 500kcal-Regel verhindern Sie das. Fehlen dem Körper weniger als 500 kcal täglich, schaltet er nicht auf Sparmodus. Das verlangsamt zwar Ihren Diäterfolg, macht ihn dafür aber deutlich langfristiger. Nach der Diät werden keine Kalorien gehamstert, das Jojo schnippt nicht wieder nach oben.

Wenn Sie noch kein Gefühl – oder keinen Leitfaden – für den täglichen Kalorienbedarf und den Energiegehalt Ihrer Nahrung haben, notieren Sie, was Sie essen und was Sie tun. Im Netz gibt es eine ganze Reihe von Rechnern, mit denen Sie den Energiegehalt Ihrer täglichen Mahlzeiten genauso gut ausrechnen können wie den Verbrauch Ihrer sportlichen Aktivitäten. So stellen Sie sicher, dass Sie das tägliche Kalorienminus von 500kcal nicht überschreiten.

Bye bye Jojo

Bye bye Jojo ©iStockphoto/olm26250

2. Alte Essgewohnheiten

Die Diät ist vorbei, die Figur top – und das Essen darf wieder schmecken. Hier verbirgt sich eine zweite Jojo-Falle. Moderne Diäten stellen nicht immer die Ernährung um. Einige Diätformen bieten fertige Gerichte oder Formula-Rezepte an, die es einfach machen, sich an die Diät zu halten. Doch wenn Sie nach dem Ende solcher Diäten nicht aufpassen, ist nach der Diät schnell vor der Diät. Da hilft es auch nicht, wenn Sie weiter Sport treiben.

Oft sind es nämlich unsere Ernährungsgewohnheiten, die uns die überschüssigen Pfunde überhaupt erst beschert haben. Achten Sie deshalb nach einer erfolgreichen Abnehmkur darauf, nicht wieder in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Wer nach einer Diät wieder fleißig Fertigpizza, Pommes und Chips futtert, muss sich nicht wundern, wenn er schnell wieder drauf hat, was er gerade erst losgeworden ist. Beschäftigen Sie sich also spätestens zum Ende einer Diät mit gesunder Ernährung. Probieren Sie neue, leichtere Rezepte aus, entdecken Sie leckere Snacks mit wenigen Kalorien und vieles mehr. Dann lässt sich auch das Gewichtsjojo hängen – unten nämlich.

3. Den Sport nach der Diät schleifen lassen

Während Ihrer Diät sind Sie zwar nicht gern, aber doch eisern zum Sport getrabt und haben ordentlich geschwitzt. Jetzt genießen Sie die Erfolge – und gehen immer seltener zum Sport. Und schon schlägt das Jojo zu.

Sport ist eine der einfachsten und wichtigsten Möglichkeiten, Kalorien zu verbrennen. Die meisten modernen Menschen in der westlichen Kultur bewegen sich zu wenig. Ein Gutteil der Gewichtsprobleme hat hier seinen Ursprung. Sport gleicht das Bewegungsdefizit aus und hebt den Kalorienverbrauch. Fällt die zusätzliche Bewegung weg, können sich die Pfunde auch bei gleichbleibender oder auf gesunde Küche umgestellter Ernährung wieder sammeln.

suchen Sie sich also von Anfang an einen Sport, der Ihnen Spaß macht und zu dem Sie sich nicht zwingen müssen. Nur dann werden Sie auch nach der Diät nicht in die Bewegungsfalle tappen und fleißig weiter sporteln.

4. Diät ohne Sport

Ähnlich fatal wie die Sportabstinenz nach der Diät ist eine solche während der Abnehmkur. Fehlt dem Körper Energie, nimmt er die aus den Reserven – und baut auch Muskeln ab. Je strenger die Diät, umso größer der Muskelverlust. Muskeln sind jedoch kleine Kraftwerke, die Kalorien fleißig verbrennen. Verlieren Sie Muskeln, verlieren Sie also auch einen Teil Ihres Grundumsatzes. So wird es noch schwerer, das notwendige tägliche Kaloriendefizit zu erreichen.

Gleichzeitig ist der Grundumsatz nach der Diät signifikant niedriger als vorher. Essen Sie also nach einer Diät zwar gesund und moderat, aber nicht mehr kalorienreduziert, können sich langsam, aber sicher neue Pölsterchen anfinden.
Planen Sie also zu einer Diät auf jeden Fall auch Bewegung als Ausgleich und Anreiz für Ihre Muskulatur mit ein. Wie bei Sünde Nummer drei gilt: Spaß muss es machen. Ob Radeln, Fitness oder Schwimmen, ob mit Freunden oder allein, gern sollten Sie es machen. Dann ist es Ihr Sport!

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