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Aquafitness – Unterschätzter Allrounder?

Wer übergewichtig ist und es sich zum Vorsatz gemacht hat, im Rahmen einer Diät als unterstützende Maßnahme sportlich aktiv zu werden, sieht sich oft mit anfänglichen Schwierigkeiten konfrontiert, die die Lust an regelmäßiger Bewegung schnell verderben können. Durch das zusätzliche Körpergewicht und den damit verbundenen Mangel an Ausdauer fällt es den meisten Menschen in der Anfangsphase sehr schwer, eine einmal gewählte Sportart konsequent auszuführen, da sie mit Erschöpfung, Frustration und schließlich dem Verlust der Motivation einhergehen kann. Die Folge ist oft, dass die Betroffenen sich allerlei Ausreden überlegen, um sich davor zu drücken, das anstrengende und manchmal auch schmerzhafte Bewegungsprogramm einhalten zu müssen. Als Folge ist oft ein frühzeitiges Aufgeben der Fall, was dazu führt, dass auch die Diät nicht den Erfolg bringt, den man sich erhofft hat, da jede Abnehmkur nur dann effektiv wirken kann, wenn sie von regelmäßiger körperlicher Betätigung begleitet wird. Für all jene, auf die dies zutrifft, bietet sich mit Aquafitness eine Sportart an, die in den letzten Jahren immer beliebter wird und es Diät- und Sportgeplagten einfach macht, Spaß an körperlicher Betätigung zu finden und dabei effizient die Pfunde purzeln zu lassen.

Das perfekte Ganzkörper-Training – Sport im Schwimmbad

In fast jedem Schwimmbad und Fitness-Hotel werden heutzutage spezielle, von Fitnessprofis organisierte Kurse angeboten, die für Menschen mit Figur-Problemen das ideale Workout sind. Trainingseinheiten im Wasser finden immer mehr Anhänger und erfreuen sich mittlerweile auch unter Männern wachsender Beliebtheit. Diese Bewegungsform hat ihr negatives Image, ausschließlich ein Seniorensport zu sein, hinter sich gelassen und gilt seit den Neunzigerjahren als absoluter Geheimtip, wenn es darum geht, auf vergnügliche und trotzdem schnelle Art Körpergewicht zu reduzieren. Die US-amerikanische Spitzensportlerin Mary Sanders entwickelte vor etwa zwanzig Jahren mit dieser Bewegungsform ein Trainingsprogramm für Sportler in Rehabilitation, das in den Vereinigten Staaten einen wahren Boom auslöste.

Unter dem Begriff Aquafitness werden mehrere Bewegungsarten wie Aqua-Jogging, Aqua-Walking oder Aqua-Dancing zusammengefasst, die im Schwimmbad im seichten oder tiefen Wasser durchgeführt werden und auf effiziente Weise alle Körperzonen auf einmal trainieren. Diese Sportart macht sich die physikalischen Eigenschaften des Wassers zunutze und basiert auf dem Prinzip, dass sowohl Dichte als auch Druck im Wasser deutlich höher sind als in der Luft. Dadurch trifft jede körperliche Bewegung im Wasser auf starken Widerstand und wirkt sich somit effizienter auf das Training aus. Durch den hydrostatischen Druck wird das Herz besser mit Blut versorgt und kann deshalb seine Pumpleistung um fast ein Fünftel erhöhen. Dies hat äußerst positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem und verbessert somit auch die Ausdauer. Darüber hinaus kommt es durch die verminderte Schwerkraft im Wasser zu einer deutlich fühlbaren Gewichtsreduzierung um bis zu zehn Prozent. Dies bedeutet vor allem für übergewichtige Menschen, dass sie sich im Wasser um einiges leichter fühlen als an Land und ihnen damit sportliche Aktivitäten deutlich leichter fallen. Bewegungsprogramme im Wasser bieten somit vor allem für Menschen mit Figurproblemen einen idealen und leichten Einstieg in körperliche Betätigung. Die Massagewirkung des Wassers löst unangenehme Muskelverspannungen und verhindert darüber hinaus die Entstehung eines Muskelkaters, was ein weiterer großer Pluspunkt dieser Sportart ist.

Aquafitness

Aquafitness ©iStockphoto/fotovampir

Zahlreiche Vorteile für die Gesundheit und die Figur

Es ist nicht verwunderlich, dass die Krankenkassen heutzutage auf Anfrage einen Großteil der Kosten für diese Wassersport-Kurse übernehmen. Neben der Förderung der Ausdauer und des allgemeinen Wohlbefindens sowie dem effizienten Muskelaufbau sind die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit enorm. Das Immunsystem wird durch die regelmäßige sportliche Betätigung im Wasser dadurch gestärkt, dass der Körper im Wasser bis zu viermal mehr Wärme als an Land produziert. Durch das Tragen des aus Schaumstoff hergestellten Antriebsgürtels, des sogenannten Aqua-Runners, nimmt man eine ideale Haltung an, was der Wirbelsäule und der Rückenmuskulatur zugute kommt. Keine Sportart ist für die Gelenke, Sehnen und die Hüften schonender als Aquafitness. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil liegt auch darin, dass das Risiko, sich wie bei den meisten anderen Sportarten Verletzungen zuzuziehen, minimal ist. Diese Art der Bewegung im Wasser ist auch für Nichtschwimmer bestens geeignet. Einige dieser Trainingsprogramme werden im seichten Wasser durchgeführt und sind vor allem für Anfänger und Wasserscheue die ideale Sportart. Auch Menschen mit Rheuma, Arthritis, Herz- oder Gelenksproblemen müssen nicht auf die sportliche Bewegung im Wasser verzichten. Aquafitness kann sogar in vielen Fällen Symptome lindern und Patienten damit ein neues, verbessertes Körpergefühl schenken.

Dieses Training im Wasser zeichnet sich durch eine wesentlich höhere Fettverbrennung im Vergleich zu allen anderen Sportarten aus. Nicht nur die auf den Wasserwiderstand treffenden Bewegungen kurbeln den Stoffwechsel an und helfen, das Gewicht schnell zu reduzieren. Auch die Tatsache, dass der Körper den Temperatur-Unterschied zum Wasser damit ausgleicht, dass er Energie verbrennt, um Wärme zu bilden, ist ein äußerst positiver Nebeneffekt. Dies bedeutet, dass deutlich mehr Kalorien verbrannt werden als bei jeder anderen Sportart. Im Idealfall ist es möglich, bis zu 800 Kalorien pro Stunde zu verbrauchen.

Gemeinsame Begeisterung an Sport

In den organisierten Kursen, die meist mehrere wöchentliche Trainingseinheiten zu je einer halben bis dreiviertel Stunde beinhalten, finden sich Menschen in Gruppen zusammen, um gemeinsam an ihren Figurproblemen zu arbeiten. Durch den Gemeinschaftssinn, der dadurch geweckt wird, steigert sich auch die Motivation aller Beteiligten, dabei zu bleiben und das gesetzte Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Aquafitness ist eine ideale Möglichkeit, unter Leute zu kommen und seinem Körper gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Anders als bei Sportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen ist man hier in einem Gruppenverband tätig und kann Erfahrungen austauschen. Die spielerische Bewegung zur Musik, die in nahezu allen angebotenen Kursen fester Bestandteil des Programms ist, steigert neben dem Rhythmusgefühl auch die gute Laune. Darüber hinaus ist diese Sportart als Indoor-Bewegungform völlig witterungsunabhängig und kann damit das ganze Jahr über konsequent betrieben werden.

Straffe Haut durch Bewegung im Wasser

Ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Sportart liegt darüber hinaus in der Tatsache, dass durch die Bewegungen im Wasser auch die Haut sanft massiert und dadurch viel besser durchblutet wird. Dies führt dazu, dass zusätzlich zu dem effizienten und schnellen Gewichtsverlust, den die sportliche Betätigung unter Wasser mit sich bringt, auch die Hautoberfläche deutlich verbessert wird. Durch die Massagewirkung des Wassers wird das Bindegewebe gestärkt, was die unschönen Cellulite-Dellen verschwinden lässt und für eine glatte und straffe Hautoberfläche sorgt. Gerade im Rahmen einer Diät, wenn man in kurzer Zeit viel Gewicht verliert, kann die überschüssige Haut zu einem ästhetischen Problem werden. Mit konsequenter Bewegung gegen den Wasserwiderstand wird jedoch nicht nur das Abnehmen selbst wesentlich erleichtert, sondern auch das Aussehen der Haut deutlich verbessert. Somit wird man für die konsequente sportliche Betätigung doppelt belohnt, und das Abnehmen im Wasser macht dadurch gleich viel mehr Spaß.

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