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Öl und Fett

Wenn es um die Themen Öl und Fett sowie ihre Wirkungsweise auf den menschlichen Organismus geht, dann scheiden sich die Geister. Besonders umstritten ist ihr Verzehr natürlich dann, wenn man überflüssige Pfunde loswerden möchte. Schließlich haben gerade Öle und Fette einen denkbar schlechten Ruf, wenn man seinen Traum von einem gesunden, vitalen und vor allem schlanken Körper zu verwirklichen versucht. Doch was ist tatsächlich dran an diesen Unkenrufen? Sind diese berechtigt oder gibt es vielleicht sogar Öle und Fette, die sich positiv auf den Prozess der Gewichtsabnahme auswirken können? Diese und andere Fragen sollen in den folgenden Abschnitten, in denen sich alles um das Thema Öl und Fett dreht, zur Sprache kommen.

Öl und Fett – eine Einführung

Vielleicht hält sich das Vorurteil gegenüber dem Konsum von Ölen und Fetten gerade unter Laien und nicht so sehr unter Experten wie beispielsweise Ernährungswissenschaftlern so standhaft, weil sie allein mit der Bezeichnung übermäßig viele Kalorien assoziieren und glauben, dass beide Varianten gleich als sichtbare Fettpolster an den jeweiligen Problemzonen auftreten.

Dabei wird oftmals vergessen, dass Fett nicht gleich Fett ist. Wichtige Kriterien, die darüber entscheiden, ob es sich um ein Fett handelt, welches für den menschlichen Organismus lebenswichtig und nützlich oder aber schädlich ist, sind unter anderem die Art der Verarbeitung, die Rohstoff-Qualität sowie die genaue Sorte. An dieser Stelle sollte auch darauf hingewiesen werden, dass es sich bei der weitverbreiteten Ansicht, dass der Körper ausschließlich ungesättigte Fettsäuren optimal aufnehmen und verwerten kann, um einen Irrtum handelt. Entsprechend muss man nicht notgedrungen auf gesättigte Fettsäuren wie Kokosöl, Butterschmalz und andere verzichten, zumal jede Zelle des menschlichen Körpers auf beide Arten angewiesen ist. Dass gesättigte Fettsäuren, wie oftmals heraufbeschworen, zu einer Verstopfung der Arterien sowie einer Schwächung des Herzens führen, ist zudem erst zu befürchten, wenn man sich nicht an die vorgegebenen Empfehlungen hinsichtlich des Tagesbedarfs an Fett hält. Dieser fällt jedoch in der Tat so niedrig aus, dass ein Zuviel, welches unweigerlich zu der Aufnahme unnötiger Kalorien führt, schnell erreicht ist. Entsprechend sinnvoll erweist sich hier eine genaue Überprüfung der eigenen Tagesrationen hinsichtlich ihres Fettgehaltes. Grundsätzlich sollte man sich merken, dass der menschliche Körper sowohl ungesättigte als auch gesättigte Fettsäuren benötigt, um optimal funktionieren zu können.

Olivenöl

Olivenöl ©iStockphoto/loooby

Worauf man beim Kauf von Öl und Fett achten sollte

Bei beiden Varianten kommt es jedoch maßgeblich auf die Qualität an. Wenn man den gewünschten Effekt, nämlich die Förderung der eigenen Gesundheit, erreichen möchte, so sollte man sich verständlicherweise nur mit dem Besten zufriedengeben. Schließlich enthalten nur hochwertige Produkte wie Palmöl sowie pflanzliche Fette aber auch tierische Erzeugnisse aus artgerechter Haltung Bestandteile, welche zur Stärkung des Immunsystems beitragen und zudem antibakterielle Eigenschaften aufweisen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, auf Hersteller auszuweichen, die biologische Öle und Fette anbieten. Denn nur hier kann man sich eines natürlichen Ursprungs sicher sein und muss nicht befürchten, dass die Produkte mit Chemikalien behandelt oder gentechnisch verändert wurden. Zu den Ölsorten aus kontrolliert biologischem Anbau, welche im traditionellen Handel oftmals gänzlich unbekannt sind, zählen unter anderem Kürbiskernöl, Avocadoöl, Mandelöl und Sesamöl. Wer hier einmal etwas genauer recherchiert, wird schnell feststellen, dass diese angeblichen ‚Exoten‘ unter den herkömmlichen Ölen eine ganze Palette an positiven Eigenschaften bereithalten und nicht nur reich an Vitaminen sind, sondern beispielsweise auch für eine Anregung des Stoffwechsels und eine Beschleunigung des Verdauungsprozesses sorgen können.

Vorsicht ist jedoch bei den oftmals angepriesenen sogenannten kaltgepressten Ölen geboten. Zwar liegen die Vorteile dieser Produktionsweise klar auf der Hand. Denn dass der Verzicht auf hohe Temperaturen zu dem Erhalt essentieller Vitalstoffe führt, ist leicht nachvollziehbar. Experten weisen jedoch darauf hin, dass man sich nur bei Erzeugnissen aus biologischem Anbau wirklich sicher sein kann, dass bei der Verarbeitung tatsächlich keine schädlichen Chemikalien oder Hitze verwendet wurden, zumal Anbieter ihre Produkte ohne Sanktionen als ‚kaltgepresst‘ bewerben können, auch wenn diese hitzebehandelt wurden.

Die Verwendung von Öl und Fett während einer Diät

Was auf den ersten Blick paradox erscheint, ist inzwischen eine durch zahlreiche Studien belegte Tatsache. Bestimmte Öle können sich bei einer Diät durchaus als hilfreich erweisen. Natürlich ist hier nicht von klassischen Dickmachern wie Chips und Hamburgern die Rede, welche dem Körper nur schädliches Fett und keinerlei lebenswichtige Vitalstoffe zuführen. Vielmehr kommen hier die bereits erwähnten Ölsorten ins Spiel, welche aus biologisch angebauten Samen und Nüssen hergestellt wurden und den menschlichen Organismus gerade in dieser Phase der Herausforderung mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen und somit nicht zuletzt das Auftreten von Mangelerscheinungen verhindern. Als wahres Wundermittel in dieser Kategorie gilt vor allem das Olivenöl. Denn abgesehen von den gesunden Inhaltsstoffen wirkt es auch als natürlicher Sattmacher. Verantwortlich hierfür sind vor allem die ungesättigten Fettsäuren, welche den Appetit zügeln und den Cholesterinspiegel senken. Dass diese Erkenntnis ungeahnte Auswirkungen auf den Einsatz von Öl während einer Diät hat, lässt sich leicht nachvollziehen. Als ähnlich bahnbrechend erweist sich die häufig ignorierte Tatsache, dass fettreduzierte Produkte nicht automatisch zu einer Gewichtsreduktion führen, da sie den Hunger nur für einen kurzen Zeitraum stillen. Zudem handelt es sich hier in der Regel um Lebensmittel, welche anstelle von natürlichen Fetten künstliche Ersatzstoffe enthalten. Diese weisen zwar, oberflächlich betrachtet, eine geringere Kalorienanzahl auf, sind für den menschlichen Körper jedoch denkbar ungeeignet, da sie ihn nicht mit den notwendigen Nährstoffen versorgen. So überrascht es nicht, dass es bei einer Kost, welche größtenteils aus derartigen Produkten besteht, schnell zu den gefürchteten Heißhungerattacken kommt, welche letztendlich den ebenfalls höchst unwillkommenen Jo-Jo-Effekt nach sich ziehen.

Beispiele für den optimalen Einsatz von Öl und Fett im Rahmen einer gesunden Ernährung

Natürliche Fettsäuren können also, mit Bedacht und in Maßen eingesetzt, bei dem Erfolg einer Diät durchaus eine wesentliche Rolle spielen. Dass vor allem die vorteilhaften Charakteristika, welche man dem Olivenöl zuschreibt, zu zahlreichen Experimenten und daraus resultierenden Anregungen geführt haben, überrascht daher wenig. LiebhaberInnen der mediterranen Küche dürfen sich hier besonders freuen. Denn eine Diät basierend auf Rezepten aus dem Mittelmeerraum verspricht nicht nur einzigartige kulinarische Genüsse, sondern auch eine zuverlässige Reduzierung unansehnlicher Fettpolster. Als Grundlage dient hier der Austausch von tierischen Fetten gegen hochwertiges natives Olivenöl, welches nachweislich nicht nur den Appetit zu zügeln vermag, sondern auch für eine Zunahme von Antioxidantien sorgt, welche nicht nur das Entstehen schwerer Krankheiten zu verhindern, sondern auch den vorzeitigen Alterungsprozess aufzuhalten vermögen. Als Richtwert für die ideale Menge gilt hier ein Liter Olivenöl pro Woche, welches in Verbindung mit typisch mediterranen Gerichten bestehend aus Gemüse, Obst, Fisch und Getreideerzeugnissen eingesetzt wird. Gleichwohl Olivenöl zweifellos mit Abstand als Spitzenreiter unter den sattmachenden Ölsorten gesehen wird, kann ein frischer Salat natürlich auch mit den bereits erwähnten exotischeren Varianten zubereitet werden. Je nach geschmacklichen Präferenzen kann man so für ganz neue Geschmackserlebnisse sorgen, denn gerade hinsichtlich der Kombination verschiedener Gemüsesorten sind der eigenen Kreativität und Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt. Zudem muss man sich bei einem Salat generell keine Sorgen um eine zu hohe Kalorienzahl machen. Verwendet man ausschließlich frische Zutaten und verfeinert diese mit einem Esslöffel des Öls seiner Wahl, etwas Zitronensaft sowie Kräutern und Gewürzen, so ist man immer auf der sicheren Seite.

Öl und Fett – Schlankmacher oder Diätkiller? – Ein Fazit

Abschließend lässt sich festhalten, dass es hinsichtlich des Einsatzes von Öl und Fett im Rahmen einer Diät grundsätzlich auf die Menge sowie die Qualität der verwendeten Zutaten ankommt. Selbst wenn man nicht auf tierische Produkte verzichten möchte, so wird einem etwas frische cremige Butter täglich, welche mit Genuss gegessen wird, gewiss weniger schaden als die doppelte Portion fettreduzierter Ersatzprodukte, welche die Mahlzeiten weder auf geschmacklicher Ebene noch aufgrund eventuell enthaltener Nährstoffe bereichern und ohnehin in Kürze wieder das altvertraute Hungergefühl aufkommen lassen. Möchte man jedoch ganz auf eine vegetarische Kost umstellen, so bietet der Einsatz von Olivenöl eine interessante Option. Auch Menschen, die sich eine Diät oder eine gesunde Kost als langweilig und entbehrungsreich vorstellen, werden angesichts dieser Ausführungen sicherlich eines Besseren belehrt sein. Schließlich gilt gerade die mediterrane Küche als ausgesprochen facettenreich und schmackhaft und hält nicht nur für den Gaumen, sondern auch für das Auge, welches ja bekanntermaßen mitisst, so manche unvergessliche Augenblicke bereit. Dass die unter anderem im Olivenöl enthaltenen ungesättigten Fettsäuren nicht vom Körper selber hergestellt werden können und daher durch die Nahrung aufgenommen werden müssen, sollte bei der Umstellung auf eine ausgewogene Kost unbedingt berücksichtigt werden. Greift man ausschließlich auf fettreduzierte Speisen zurück, so kommt es schnell zu Mangelerscheinungen, da unter anderem die Vitamine A und E nur mithilfe von Fettsäuren verwertet werden können. Der Tagesbedarf an ungesättigten Fettsäuren liegt ungefähr zwischen sieben und neun Gramm. Hält man sich an diesen Richtwert und verzichtet im Gegenzug auf ungesunde Fette, so wird man das eigene Wunschgewicht nicht nur erreichen, sondern langfristig auch halten können.

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