Skip to main content

Ist Butter ungesund?

Butter ist schmackhaft und kann sowohl süßen als auch salzigen Speisen eine unverkennliche Note bescheren. Viele Menschen verzichten jedoch auf dieses Produkt oder suchen geeignete Alternativen, da tierische Fette lange Zeit als ungesund bewertet wurden. Entgegen dieser Theorien konnte bislang kein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Milchfett und einem erhöhten Herzinfarktrisiko festgestellt werden. Fraglich ist dennoch, ob Butter und Fette allgemein bei Diäten überhaupt aufgenommen werden dürfen. In dem folgenden Artikel wird dieses Thema genauer unter die Lupe genommen und mit jeglichen Vorurteilen aufgeräumt!

Welche Auswirkungen hat der Verzehr vom leckeren Milchprodukt nun auf die Gesundheit?

Butter enthält eine Vielzahl an gesättigten Fettsäuren, die jedoch ohne Bedenken aufgenommen werden können. Lediglich Patienten mit einem erhöhten Wert an Blutfett sollten sich nach Alternativen umschauen und vermehrt auf ungesättigte Fettsäuren setzten, um auch den Cholesterinspiegel zu schonen. Gesunde Menschen können vom Milchprodukt jedoch profitieren, da es ein natürliches Produkt ist und zahlreiche wichtige Fette enthält. Darüber hinaus benötigt unser Körper die leicht zu verdauende Butter, um fettlösliche Vitamine letzten Endes auch aufzunehmen. Empfohlen wird jedenfalls, pro Tag maximal 15 bis 30 Gramm Butter zu essen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Allgemeine Fakten zum Naturprodukt

Butter hat einen Fettgehalt von ungefähr 80 Prozent und enthält pro 100 Gramm 750 Kalorien. Das Naturprodukt ist reich an den Vitaminen A, D, E und K, die fettlöslich sind sowie für den Schutz unserer Zellen und die Stärkung der Zähne verantwortlich sind. Die bekanntesten Buttersorten sind: Sauerrahmbutter (Verwendung von gesäuerte Milch), Süßrahmbutter(Kein Zusatz von Milchsäurebakterien) und mildgesäuerte Butter(Milchsäurebakterien werden nach Butterung hinzugefügt). Um 1 Kilogramm Butter herzustellen, sind rund 25 Liter Milch notwendig. Durch den hohen Fettgehalt ist die Butter außerdem natürlich ein idealer Geschmacks- und Aromaträger, der dem Marmeladenbrot, der Stulle oder dem Kuchen eine leckere Note verpasst.

Butter

Butter ©iStockphoto/vikif

Tierisches versus pflanzliches Fett

Fette sind lebenswichtig und erfüllen wichtige Aufgaben in unserem Körper. Vor allem im Winter ist eine ausreichende Versorgung von wesentlicher Bedeutung, da es eine Isolierschicht gegen Kälte darstellt. Außerdem erfüllt es eine wichtige Schutzfunktion der Organe, als bestes Beispiel gilt hier die Niere, die bei den meisten Menschen vermehrt von Fett umhüllt wird. Zudem ist fettreiche Nahrung sättigend, da es den Insulinspiegel im Gegensatz zu einfachen Kohlehydraten niedrig hält. Aufgrund dieser Tatsachen wird schon seit Jahrzehnten diskutiert, ob nun tierische oder pflanzliche Fette gesünder sind oder gar ein Schaden durch die Aufnahme einer Art entstehen kann. Seit einigen Jahren ist jedoch klar, dass der Gesundheit des Herzens durch tierisches Fett keinesfalls Schaden hinzugefügt wird, obwohl dies lange als Faktum galt. Letzten Endes sollten pflanzliche Fette den Vorzug bekommen, da sie schlichtweg einen höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren enthalten und den Gehalt am „schlechten Cholesterin“ (LDL) reduzieren. Die Ernährung sollte ausgewogen sein und eine ideale Balance von tierischen und pflanzlichen Fetten darstellen.

Anzeige: [asa default_responsive]3833853239[/asa]

Die ewige Streitfrage: Butter oder Margarine?

Butter und Margarine haben ungefähr den gleichen Kaloriengehalt und zumindest in diesem Punkt ist kein entscheidender Unterschied festzustellen. Dennoch ist das Naturprodukt im Gegensatz zur Margarine ein natürliches Produkt, das tierisches Fett enthält und ein ideales Verhältnis von Omega 6- zu Omega-3 Fettsäuren aufweist. Das in Butter enthaltene Milchfett ist außerdem leichter zu verdauen und schonender für den Magen als pflanzliches Fett. Margarine ist hingegen kein Naturprodukt und wird daher industriell produziert. Zudem enthält es oft gehärtete Fettsäuren, dessen Erhitzung die Entstehung von Transfetten bedeuten. Diese sind äußerst kritisch zu beäugen, da sie den Cholesterinwert negativ beeinflussen und darüber hinaus Entzündungen im Körper verursachen können. Zahlreiche Studien belegen die Auswirkungen vom Verzehr der Transfette auf die Gesundheit. Demnach sollen Krankheiten wie Alzheimer oder Morbus Crohn aufgrund einer entsprechenden Ernährung entstehen und sogar hohen Blutdruck verursachen.

Sollte man bei einer Diät auf Butter verzichten?

Viele Menschen denken, dass man bei Diäten vor allem die Kalorienbilanz beachten sollte. Dies ist zwar teilweise richtig, dennoch kommt es im Wesentlichen auf die Zusammensetzung der Ernährung an. Butter enthält durch seinen hohen Fettgehalt zwar zahlreiche Kalorien, diese sind jedoch hochwertig und sorgen für einen sättigenden Effekt. Der Insulinspiegel wird durch die Aufnahme von Fett niedrig gehalten, wodurch der Körper auf die Fettreserven zurückgreifen muss. Deshalb ist es besser, anstatt auf wertvolle Fette wie sie in der Butter enthalten sind, auf Kohlehydrate zu verzichten, die oftmals für ungewollte Heißhungerattacken sorgen können. Darüber hinaus ist Butter leicht verdaulich, weshalb Milchfett eine positive Wirkung beim Abnehmen nachgesagt wird. Wie eine Studie diesbezüglich ergeben hat, soll die Aufnahme von Milchprodukten wie Butter den Fettabbau fördern und den Prozess der Verbrennung beschleunigen. Weiters erfolgt ein stärkeres Muskelwachstum, die Speicherung von Fett wird deutlich verringert und der Aufbau blockiert.

Abschließendes Fazit

Butter ist gesund und musste unnötig über einen langen Zeitraum unter einem schlechten Ruf leiden. Sie enthält wertvolle Fette, ist ein natürliches Produkt und verleiht Speisen schlichtweg einen guten Geschmack. Nur Patienten mit einem erhöhten Blutfettwert sollten auf das Naturprodukt verzichten, da die gesättigten Fettsäuren in diesem Falle bedenklich sind und eventuell einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben können. Man sollte allgemein pflanzlichen Fetten den Vorzug geben, da sie in Bezug auf den Stoffwechsel wichtige Funktionen erfüllen und entlastend wirken. Im Endeffekt können gesunde Menschen ihrem Gaumen folgen und sich entweder für Butter oder doch die Margarine entscheiden. Letzteres ist kein Naturprodukt, sondern industriell gefertigtes Streichfett, das oftmals gehärtete ungesättigte Fettsäuren enthält. Bei Diäten sollten Sie jedenfalls keinesfalls auf Butter verzichten, denn durch das fettreiche Naturprodukt wird man im Gegensatz zu einfachen Kohlehydraten satt und der dabei entscheidende Insulinspiegel auf einem niedrigen Level gehalten.

Top Artikel in Diät & Gesundheit