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Warum gesunder Schlaf so wichtig ist

Der Körper unterscheidet zwischen zwei Zuständen: Wachzustand und Schlafzustand. Nach der körperlichen Aktivität folgt die Erholungsphase. Schlafen ist ein Grundbedürfnis des menschlichen Körpers. Nach den Erlebnissen des Tages ist am Abend Schlafenszeit und am nächsten Morgen beginnt erholt und ausgeschlafen der neue Tag. Ganz so einfach wie es klingt ist es für viele Menschen leider nicht. Ein regelmäßiger Schlaf-wach-Rhythmus ist dafür notwendig, dass sich der Körper ausreichend regenerieren kann. Doch nicht jeder findet die nächtliche Ruhe, die er dringend benötigt. Es gibt zahlreiche Faktoren, die uns um den gesunden Schlaf bringen. Störungen des wichtigen Schlaf-wach-Rhythmus haben Schlafstörungen und damit auch Ermüdungserscheinungen zur Folge. Dauerhaft kann dies sogar krank machen.

Schlafintensität mit einzelnen Etappenzielen

Der gesunde nächtliche Schlaf unterteilt sich in verschiedene Phasen, die der Körper durchläuft und bei dem er zur Ruhe kommt und sich ausgiebig regeneriert. Unterschieden werden die folgenden Schlafphasen.

– Phase 1: Einschlafphase
Die Einschlafphase ist eine leichte Schlafphase, in der der Körper vom Wachzustand in den Schlaf wechselt. Puls und Atmung werden gleichmäßig und der Körper entspannt nach und nach.
– Phase 2: Leichter Schlaf
Die Anspannung der Muskulatur lässt nach. Dadurch kann es zu Muskelzuckungen kommen. Anschließend sind die Muskeln völlig entspannt.
– Phase 3 und 4: Tiefschlafphasen
Ab der dritten Phase beginnt die körperliche Regenerierung. Der Körper durchläuft die verschiedenen Schlafphasen mehrmals in der Nacht. Nach etwa 60 – 90 Minuten kommt es zum REM-Schlaf (Rapid Eye Movement). In dieser Zeit bewegen sich die Augen auffallend schnell, auch das Gehirn ist sehr aktiv und Träume sind in vollem Gange. Die erste REM-Phase der Nacht dauert nur wenige Minuten. Mit jeder Wiederholung der Schlafphasen verlängert sich die REM-Phase auf bis zu einer Stunde.

Schlaf

Schlaf ©iStockphoto/Elegor

Einmalig oder dauerhaft: Erste Anzeichen für das gestörte Schlafen

Wer unter Schlafstörungen leidet, wacht nachts immer wieder auf und schafft es nicht, seinem Körper die erforderliche Erholung durch den genannten Schlafphasen-Rhythmus zukommen zu lassen. Die Folgen davon sind ein erschöpfter Körper und ein übermüdeter Geist. Die eine oder andere Nacht mit Schlafstörung steckt der Körper entschuldigend weg. Anders verhält es sich bei einem dauerhaften Entzug der nächtlichen Erholung. Der Körper rebelliert mit Anzeichen von Erschöpfung, Schläfrigkeit und Kraftlosigkeit. Konzentration und Merkfähigkeit werden beeinträchtigt. Das Immunsystem kann der Belastung nicht dauerhaft standhalten. Krankheitserreger können nur noch unzureichend bekämpft werden. Eine Anfälligkeit für Krankheiten ist die Folge.

Das gesunde Schlafpensum: Nicht alle sind sich einig

Das benötigte Schlafpensum ist von Mensch zu Mensch verschieden. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Faktoren, die den Schlafbedarf beeinflussen. Kinder und Jugendliche befinden sich noch im Wachstum und benötigen sehr viel Schlaf. Die Schlafensruhe unterstützt die Entwicklung der Zellen und stärkt den Körper im Wachstum. Ältere Menschen hingegen brauchen ein geringeres Schlafpensum. Der Schlafbedarf nimmt mit zunehmendem Alter grundsätzlich ab. Frauen haben einen größeren Schlafbedarf als Männer. Und im Winter ist das Schlafpensum generell höher, als im Sommer. Der Körper ist dann einem ständigen Temperaturwechsel ausgesetzt und permanent in der Abwehr von Erkältungserregern, Bakterien und Viren. Sechs bis acht Stunden werden durchschnittlich pro Tag etwa geschlafen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit des Schlafens. Es ist ratsam, morgens immer zur gleichen Uhrzeit aufzustehen, unabhängig davon, wie viele Stunden man dann geschlafen hat. Nach einer schlaflosen Nacht neigen viele dazu, einen Mittagsschlaf einzulegen. Die bessere Lösung ist es, am Abend früher als üblich schlafen zu gehen und am nächsten Morgen wieder zur gewohnten Uhrzeit aufzustehen.

Den Übeltätern der Schlaflosigkeit auf der Spur

Es gibt zahlreiche Faktoren, die zu Schlafstörungen führen können. Wer einen unregelmäßigen Arbeitsalltag hat und beispielsweise im Schichtdienst tätig ist, hat ein erhöhtes Risiko für Schlafstörungen. Der Tag-Nacht-Rhythmus ist in diesen Fällen sehr unregelmäßig und der Körper hat es schwer, sich auf die Aktivitäts- und Erholungsphasen einzustellen. Auch äußere Einflussfaktoren wie Lärm, Helligkeit und Temperatur können den Gesundheitsschlaf stören. Heiße Temperaturen in Sommernächten, halb geschlossene Rollläden, die die ersten Sonnenstrahlen ins Schlafzimmer lassen oder ein vorbeirauschender Krankenwagen bringen uns um den Erholungsschlaf. Darüber hinaus sind meist psychische Belastungen eine der Hauptursachen für Schlafstörungen. Wer Probleme zu bewältigen hat, sich Sorgen macht oder unter großem Druck steht, findet in der Nacht keine Ruhe.

Guter Rat ist hilfreich: So kann gesundes Ein- und Durchschlafen aktiv unterstützt werden

Es gibt kein Patentrezept für einen garantierten Erholungsschlaf. Wer die nachfolgenden Tipps beachtet, räumt jedoch bereits einige Faktoren aus dem Weg, die dem erholsamen Schlaferlebnis im Weg stehen. Welche Aspekte zum Erfolg führen, muss individuell erprobt werden.

– Am Abend auf schwere Mahlzeiten verzichten
– Regelmäßige körperliche Aktivität
– Keine übermäßige körperliche Aktivität kurz vor dem Schlafengehen
– Keine koffeinhaltigen Getränke am Nachmittag oder Abend
– Entspannung vor dem Schlafengehen (Musik, Entspannungsübungen)
– Temperatur des Schlafzimmers sollte etwa 16-18°C betragen
– Lärm- und Lichtquellen abstellen
– Alkoholkonsum minimieren
– Lavendelduft im Schlafzimmer fördert das Einschlafen

Gesundes Schlafvergnügen: Vitalität und Wohlbefinden

Der Alltag ist in der Regel anstrengend. Arbeit und Sozialleben sind von Terminen, Aufgaben und Anstrengungen bestimmt. Dabei nimmt der Körper nicht nur negative Aspekte als Stress wahr. Auch positive Beanspruchungen werden vom Körper als Belastung registriert. Das komplexe Immunsystem unseres Körpers ist dabei in der Lage, physischen und psychischen Belastungen gekonnt entgegen zu treten. Der Körper benötigt jedoch eine ausreichende und intensive Erholungsphase, um gegen diese Belastungen dauerhaft gewappnet zu sein. Der Erholungsschlaf gibt dem Körper die benötigte Kraft. Vitalität und Gesundheit sind nur mit einem gesunden Schlafrhythmus möglich. Daher sollte jeder versuchen, bekannte Ursachen für Schlafstörungen so gut es geht zu meiden und sich bei einer dauerhaften Schlafstörung ärztliche Unterstützung einholen. Denn ein gestörtes Schlafverhalten sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Hintergründe müssen untersucht und fachkundig behandelt werden.


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