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Eis mit wenigen Kalorien genießen

Im Jahresdurchschnitt verzehrt jeder Bundesbürger etwa acht Liter Speiseeis. Höhepunkt der Eissaison sind die Sommermonate, wenn Straßencafés und Eisdielen mit ihren leckeren Kreationen ihre ganze Verführungskunst aufbieten, der nur wenige Menschen widerstehen können. Die kalte Erfrischung zählt zu den Süßigkeiten und sollte nur in kleinen Mengen genossen werden. An der Spitze der Beliebtheitsskala stehen die klassischen Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade und Erdbeere. Aber Speiseeis ist nicht gleich Speiseeis und nicht per se des Teufels, wenn es in kleinen Mengen genossen wird. Um der Figur nicht zu schaden, ist es wichtig, vor der Auswahl etwas genauer hinzuschauen.

Die Zutaten machen den Unterschied aus

Die Bezeichnungen wie Milch-, Sahne- und Fruchteis deuten daraufhin, dass die Sorten aus verschiedenen Zutaten hergestellt werden. Aus dieser Differenzierung ergibt sich ein unterschiedlicher Kalorien- und Fettgehalt. Ein Sahneeis hat zum Beispiel einen Fettgehalt von 17 Prozent, während es ein Milcheis lediglich auf drei Prozent bringt. Ein Kugel dieser Kategorie gilt unter ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten als kalorienarm. Wer dem Fettgehalt ausweichen will, der entscheidet sich gleich für Frucht- oder Wassereis. Beide Varianten enthalten kaum Fett. Im Vergleich zum fetthaltigen Speiseeis kann hier etwa die Hälfte an Kalorien gespart werden. Einen Haken gibt es allerdings auch bei fettarmen Sorten, denn zur Herstellung von Frucht- und Wassereis wird in der Regel reichlich Zucker verwendet.

Sorbet aus dem Gefrierfach statt Milcheis aus der Tüte

Auch ein Milcheis aus der Tüte kann eine kleine Kalorienbombe sein. Wenn die Portion zusätzlich Nüsse enthält und mit einem knackigen Schokoladenmantel umhüllt ist, dann bringt der schnelle Genuss zwischendurch 200 bis 250 Kalorien auf die Hüften. Ein Zitroneneis am Stil ist für kalorienbewusste Eisschlecker mit seinen rund 50 Kalorien die erfrischende Alternative und einem Angebot aus Milch oder Sahne vorzuziehen. Ein Milcheis mit Erdbeergeschmack aus der Tiefkühltruhe hat stolze 150 Kalorien. Etwa 20 Kalorien mehr bringt ein Schokoladeneis, während eine Kugel Zitronensorbet nur 90 Kalorien hat. Fruchteis und Sorbets haben in der Beliebtheitsskala in den letzten Jahren einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Wer diesem positiven Trend folgt, kann ohne Reue genießen und hat die Möglichkeit, ohne großen Aufwand sein eigenes Sorbet zu Hause herzustellen. Die Früchte werden püriert und mit Joghurt oder Buttermilch vermischt. Nach einigen Stunden im Gefrierfach und zwischenzeitlichem Umrühren ist das Sorbet fertig.

Melonensorbet

Melonensorbet ©iStockphoto/loooby

Der trügerische Eiskaffee

Zu den beliebten Erfrischungsgetränken gehört im Sommer der Eiskaffee. Figurbewusste wähnen sich auf der sicheren Seite, denn Kaffee enthält ja bekanntlich keine Kalorien. Dennoch ist Vorsicht geboten. Ein Eiskaffee wird nicht nur mit mindestens einer Eiskugel serviert. Milch, Sahne, Zucker und Waffel gehören ebenso zu dem Kaltgetränk. Da wundert es nicht, dass sich in einem Glas Eiskaffee handelsüblicher Größe 200 Kalorien verbergen. Wer trotzdem nicht auf den kalten Kaffeegenuss verzichten möchte, der sollte sich seinen Eiskaffee selbst herstellen. Statt einer Kugel Vanilleeis tun es auch ein paar Eiswürfel. Bei sparsamer Dosierung von Milch und Zucker wird auf diese Weise der Eiskaffee zu einem fast kalorienfreien Kaltgetränk.

Kalorienreiche Zugaben

Zum Eis selbst werden meist noch kalorienreiche Zugaben serviert. Ein Verzicht auf die überflüssigen Kalorienlieferanten mindert nicht den Genuss. An erster Stelle der überflüssigen Dickmacher steht die Eiswaffel. Entweder gibt es sie als Beigabe zum Eisbecher in der Eisdiele. Oder das Wunscheis wird in einem Waffelhörnchen gereicht. Wer darauf verzichtet und stattdessen um einen Becher bittet, hat gleich ein paar Kalorien gespart. Waffeln enthalten zudem Kohlenhydrate und je nach Waffelart 20 bis 60 Kalorien. Mit vielen leckeren, aber leider auch kalorienhaltigen Zutaten wird auch manches Speiseeis zubereitet. Zu den extravaganten Beigaben zählen Nüsse und Krokant ebenso wie Schokoladensplitter und Rosinen, die oft noch in Rum getränkt sind. Zusätzlichen Verdruss verschafft auch die Schokoladenglasur auf dem Eis am Stil oder die Schokoladensoße, die oben auf der Schlagsahne verteilt wird. Wer auf all das süße Beiwerk verzichtet und dazu noch kalorienarmes Speiseeis bevorzugt, der belastet sein Kalorienkonto, ohne es zu überziehen.

Bewusst genießen

Was als gesund beschrieben wird, muss nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen. Viele Eishersteller werben mit Buttermilch- oder Joghurteis und wenden sich damit besonders an ernährungsbewusste Eisschlecker. Bei Produkten dieser Art aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt empfiehlt es sich, vor dem Kauf einen Blick auf die kleingedruckten Angaben auf der Verpackung zu werfen. Nur wenn dieses vermeintlich „gesunde“ Eis in seinen Hauptbestandteilen aus entrahmter Milch beziehungsweise Joghurt hergestellt wurde, sollte es in den Einkaufswagen gelegt werden. Allgemein sollte vor jedem Eiskauf im Supermarkt die Verpackung studiert werden. Der Verbraucher erhält hier Auskunft über den Fett-, Zucker- und Energiegehalt. Vielfach werden auch Light-Varianten angeboten. Auch hier hilft es, etwas genauer auf die Inhaltsangaben zu schauen. Eis sollte nicht als Leckerbissen zwischendurch, sondern ganz bewusst als Dessert genossen werden. Wer dabei auf Kalorienbomben mit einem hohen Fettgehalt verzichtet und die diversen Extras ignoriert, darf sich ohne schlechtes Gewissen sein Eis gönnen. Ob einmal in der Woche oder sogar jeden zweiten Tag, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Nur Verzicht zu üben, kann jedenfalls ins Gegenteil umschlagen. Irgendwann wird der Heißhunger auf ein Eis so stark, dass dann doch die Dämme der Willenskraft brechen.

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