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Abnehmen mit mineralstoffreicher Ernährung

Viele Menschen setzen sich, um ihre überflüssigen Pfunde loszuwerden, auf Radikaldiäten und Hungerkuren, die langfristig nie oder nur sehr selten das gewünschte Resultat bringen. Eine erfolgreiche Gewichtsreduktion kann nämlich nur dann erfolgen, wenn der Körper mit den benötigten Nährstoffen versorgt wird, um einen gesunden Fettstoffwechsel aufrecht zu erhalten. Eine vollwertige Ernährung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Einlagerung von Fett in den Problemzonen an Bauch, Hüften, Po und Oberschenkeln verhindert wird und ist nie mit Hungergefühlen verbunden. Um auch im Zuge einer Gewichtsreduktion hin und wieder die fetthaltige Lieblingsspeise oder einige Schokoladepralinen ohne schlechtes Gewissen genießen zu dürfen, müssen einfach nur Lebensmittel in den Speiseplan integriert werden, die vom Organismus im Zuge der Verdauung gänzlich verwertet werden können. Die Natur hält zudem einige Geheimwaffen im Kampf gegen überflüssige Pfunde bereit, die sich leicht in die alltägliche Ernährung einbinden lassen.

Mit wertvollen Nährstoffen gegen den Heißhunger

Hat der menschliche Organismus alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zur Verfügung, die er zum Erhalt der wichtigen Körperfunktionen benötigt, wird er nicht mit Heißhungerattacken oder übermäßigem Appetit reagieren. Heißhunger entsteht als Signal im Gehirn, dass auf einen Mangel an gewissen Nährstoffen hinweisen soll. Eine ausgewogene Kost, mit der dem Körper alle benötigten Nährstoffe zugeführt werden, ist daher Grundvoraussetzung für eine schlanke Linie. Wer auf eine vitaminreiche Kost auf Basis von pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse Wert legt, wird langfristig sein Gewicht reduzieren, ohne auf gewisse Lebensmittel, die im Rahmen jeder Diät tabu sind, verzichten zu müssen. Viele Menschen nehmen durch die modernen Ernährungsgewohnheiten zu viel raffinierten und weißen Zucker sowie weißes Mehl zu sich, die dem Körper wichtige Mineralstoffe und Vitamine entziehen. Zucker und Weißmehl enthalten weder Nährstoffe noch Eiweiß, Fett oder Ballaststoffe und liefern dem Körper daher keine verwertbaren Substanzen. Um diese wertlosen Lebensmittel im Zuge des Stoffwechsels verarbeiten zu können, verbraucht der Organismus seine Reserven an Mineralstoffen und Vitaminen, insbesondere Kalzium, Magnesium, Vitamin C und einige Vitamine der B-Gruppe, die zur Regulierung des Blutfettspiegels unerlässlich sind. Durch den Nährstoffmangel entsteht ein Stoffwechselungleichgewicht, das sich in einem veränderten Haushalt der Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate äußert. Das Resultat ist eine gestörte Fettverbrennung und die Einlagerung der Fettzellen in Depots an den Problemzonen. Wenn dem Körper jedoch alle benötigten Nährstoffe durch eine ausgewogene Kost zugeführt werden, kann er auch mit gewissen Mengen an zuckerhaltigen Lebensmitteln und Weißmehl umgehen, ohne dass es zu einer Störung im Stoffwechselhaushalt kommt. Dies bedeutet, dass zuckerhaltige Speisen und Weißmehlprodukte zwar drastisch reduziert, jedoch nicht gänzlich vom Speisplan gestrichen werden müssen, um erfolgreich und langfristig abnehmen zu können. Voraussetzung dafür, dass der bewusste Genuss von Süßigkeiten und Weißbrot hin und wieder erlaubt sein kann, ist jedoch eine Ernährung, die zu einem überwiegenden Teil aus Salaten, Gemüse, Obst, hochwertigen Fetten aus Pflanzenölen und Nüssen sowie wertvollem Eiweiß aus magerem Fleisch, Fisch und Eiern besteht. Dadurch wird eine ausreichende Versorgung des Organismus mit den Fatburner-Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin C und den für einen gesunden Stoffwechsel benötigten Mineralstoffen gewährleistet.

Vollkorn statt Weißmehl, Honig statt Zucker

Ein übermäßiger Konsum der nährstoffarmen Nahrungsmittel Zucker und Weißmehl ist dafür verantwortlich, dass Menschen in den westlichen Industrieländern heute unter Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen leiden. Große Mengen an Zucker und Weißmehl sind nicht nur in Weißbrot und Süßigkeiten enthalten, sondern auch in vielen anderen Brotsorten, Tiefkühl- und Fertiggerichten, abgepackten Saucen oder Nudeln. Diese Lebensmittel sollten daher langfristig drastisch reduziert und nur zu besonderen Anlässen verzehrt werden. Weißmehlprodukte lassen sich einfach durch Lebensmittel aus Vollkorn ersetzen, die einen hohen Anteil an Ballaststoffen aufweisen. Ballaststoffe sind für eine gesunde Verdauung, die eine Grundvoraussetzung für die schlanke Linie darstellt, unerlässlich. Sie verlangsamen die Verdauungsprozesse und senden ein Signal ans Gehirn, das ein langes Sättigungsgefühl auslöst. Vollkornprodukte liefern nicht nur wichtige Ballaststoffe, sondern auch wertvolle Kohlenhydrate, die im Gegensatz zu isolierten Kohlenhydraten aus Weißmehlprodukten eine niedrige Energiedichte aufweisen und viele Nährstoffe enthalten. Statt Weißbrot, Nudeln und poliertem Reis sollten daher vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Kartoffeln, Naturreis, Samen und Hülsenfrüchte regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Wichtig ist die frische Zubereitung von ausgewogenen Gerichten aus Gemüse, Fleisch und Fisch sowie wertvollen und ballaststoffreichen Kohlenhydraten. Dann darf die Pizza zu besonderen Anlässen ebenso schuldfrei genossen werden wie das Stück Schokolade zwischendurch.

Abnehmen ohne Hunger

Abnehmen ohne Hunger ©iStockphoto/ariwasabi

Der Mineralstoffräuber Zucker lässt sich im Alltag ebenso leicht durch wesentlich gesündere Lebensmittel ersetzen, die dem Körper wichtige Nährstoffe zuführen. Honig kann zum Süßen von Heißgetränken und Backwaren sowie als schmackhafter Brotaufstrich verwendet werden und ist durch seinen hohen Gehalt an Kalzium, Kalium, Magnesium und sekundären Pflanzenstoffen nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch am Erhalt der schlanken Linie maßgeblich beteiligt. Der Lust auf Süßes kann mit Trockenfrüchten nachgegeben werden, denn diese enthalten neben wertvollen Mineralstoffen auch eine große Menge an Ballaststoffen und verhindern dadurch das Auftreten von Heißhungerattacken.

Scharfe Würze und Bitterstoffe als effiziente Fatburner

Wer seine Speisen mit einer würzigen Schärfe bevorzugt, findet in verschiedenen Pfeffersorten einen wirksamen Verbündeten beim Abnehmen. In zahlreichen Studien konnte der positive Einfluss von schwarzem Pfeffer und Cayennepfeffer auf die Fettverbrennung nachgewiesen werden. Schwarzer Pfeffer enthält in hohen Konzentrationen das Alkaloid Piperin, das im Verdauungstrakt die Umwandlung von Fett aus der Nahrung und dessen Einlagerung in Fettdepots hemmt. In vielen Paprika- und Chilischotensorten sowie in Cayennepfeffer kann in hohen Dosierungen das Alkaloid Capsaicin nachgewiesen werden, das den Magen schützt, die Blutzuckerwerte signifikant senkt und die Verdauung und Fettverbrennung ankurbelt. Wer regelmäßig Gerichte in den Speiseplan integriert, die mit schwarzem Pfeffer, Chili oder Cayennepfeffer gewürzt werden, trägt maßgeblich dazu bei, dass Fettpolster natürlich abgebaut, die Durchblutung angeregt und die Cholesterinwerte gesenkt werden. Darüber hinaus bewirkt Capsaicin die Ausschüttung von Endorphinen, die für eine gute Laune und mehr Energie sorgen. Dadurch wird das Durchhaltevermögen während des Abnehmens gesteigert, was den langfristigen Erfolg der Gewichtsreduktion garantiert.

Bitterstoffe in Gemüse, Obst und Kräutern sind natürliche Fatburner und sollten daher regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Sie sind heute als Geheimtipp beim Abnehmen fast in Vergessenheit geraten, wirken sich jedoch nachweislich äußerst positiv auf die Fettverbrennung aus, da sie die Einlagerung der Fettzellen in die Depots an Bauch, Hüfte und Po verhindern. Durch die Einwirkung des bitteren Geschmacks wird das Fließen der Verdauungssäfte beschleunigt, wodurch auch der Sättigungsreiz wesentlich schneller einsetzt. In den letzten Jahrzehnten sind bittere Gemüse- und Obstsorten von süßen Lebensmitteln weitgehend verdrängt worden, da sich das Geschmacksempfinden der meisten Menschen radikal geändert hat. Früher stellten bittere Lebensmittel einen wichtigen Teil der täglichen Ernährung dar, und die Menschen litten deutlich seltener an Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen. Speisen, die bitter schmecken, sind für viele Menschen heute zwar gewöhnungsbedürftig, können aber leicht in schmackhaften Rezepten zum Einsatz kommen. Die absoluten Spitzenreiter an bitteren Schlankmachern sind Radicchio, Chicoree, Rucola, Artischocken, Rosenkohl, Fenchel und Endivie. Diese Gemüsesorten eignen sich als Zutat für viele Rohkostsalate und gedünstet als Gemüsebeilage für viele warme Speisen. Eine geballte Konzentration an schlankmachenden Bitterstoffen liefert auch ein Glas frisch gepresster Grapefruitsaft. Um sich schrittweise an die natürlichen Bitterstoffe zu gewöhnen, ist es sinnvoll, zu Beginn nur kleine Mengen an diesen Lebensmitteln mit anderen, geschmacklich bewährten Zutaten zu kombinieren. Beispielsweise können einige Blätter Endivie und Rucola mit anderen Salatsorten gemischt werden und eine gedünstete Fenchelknolle mit anderen Gemüsesorten eine schmackhafte Beilage für Fleischgerichte und Eintöpfe liefern. Bittere Gemüsesorten entwickeln darüber hinaus ein feines Aroma, wenn sie mit gebratenem Käse und Nüssen serviert werden. Wer gerne mediterran isst, nimmt ausreichende Mengen an Bitterstoffen zu sich, denn die typischen Kräuter der italienischen und griechischen Küche wie etwa Salbei, Oregano und Thymian enthalten diese in hoher Konzentration. Auch Löwenzahn, der im Garten frisch gepflückt und als Zutat in frischen Sommersalaten verwendet wird, ist wegen seiner Bitterstoffe als Geheimtipp im Kampf gegen die überflüssigen Pfunde bekannt.

Tee statt Limonade und Milchkaffee

Einen wesentlichen Einfluss auf die Ernährung und die Figur, der oft unterschätzt wird, nimmt die Art der Flüssigkeiten, die wir täglich zu uns nehmen. Viele Limonaden und Fruchtsäfte enthalten größere Mengen an Industriezucker und Süßstoffen als herkömmliche Süßigkeiten und sind dadurch wahre Kalorienbomben. Der Zucker, der in flüssiger Form zwischen den Mahlzeiten zugeführt wird, lässt den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen und entzieht dem Körper die für die Fettverbrennung wichtigen Vitalstoffe, wodurch sich weitere Heißhungerattacken ergeben. Dies führt dazu, dass auch zwischen den Hauptmahlzeiten Lebensmittel konsumiert werden, die die Gesamtkalorienmenge deutlich erhöhen und sich in Fettpolstern niederschlagen.
Wer abnehmen möchte, findet in vielen alternativen Getränken eine natürliche Unterstützung im Kampf gegen die Pfunde. Statt zuckerreichen Limonaden und Fruchtsäften bieten sich frisch gepresste Säfte aus Zitrusfrüchten an, die sich durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C äußerst positiv auf die Figur auswirken und durch ihren süßlich-sauren Geschmack erfrischen. Ein Geheimtipp im Kampf gegen die überflüssigen Pfunde ist Grüner Tee, der schon seit Jahrtausenden von den Menschen in China als natürliches Schlankheitsmittel genutzt wird. Grüner Tee enthält neben wertvollen Bitterstoffen und Vitaminen eine ganze Reihe von sekundären Pflanzenstoffen, die eine ausgleichende Wirkung auf den Hormonhaushalt und die Leber ausüben und die Darmflora stabilisieren. Dadurch wird die Magen-Darm-Tätigkeit angeregt, was sich äußerst günstig auf die Fettverbrennung auswirkt. Die in der Teepflanze enthaltenen Bitterstoffe hemmen zudem die Verdauungsenzyme im menschlichen Körper, die für die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett verantwortlich sind. Dadurch wird der Appetit auf isolierte Kohlenhydrate und Süßigkeiten nachweislich verringert und ein Sättigungsgefühl ausgelöst. Eine besonders hohe Konzentration dieser schlankmachenden sekundären Pflanzenstoffe des Teestrauches sind in Matcha-Tee enthalten, der aus den pulverisierten, stark chlorophyllhaltigen Pflanzenteilen hergestellt wird. Eine Tasse Matcha-Tee oder mehrere Tassen Grüntee pro Tag stellen einen wertvollen und höchst gesunden Beitrag zu einer ausgewogenen, der Figur förderlichen Ernährung dar. Wer sich an den Geschmack von Grüntee oder den stark konzentrierten Matcha-Tee nicht so recht gewöhnen kann, findet in Schwarztee eine ebenso wirkungsvolle Alternative. Schwarzer Tee, mit etwas Zitronensaft und Honig gesüßt, wirkt ebenso anregend wie Grüntee und bietet sich als schmackhafter und deutlich kalorienärmerer Ersatz für die mit Zucker gesüßte Tasse Milchkaffee an.

Vorsicht bei Light-Produkten

Die Lebensmittelindustrie ist sich dessen bewusst, dass viele Menschen auf ihre Figur achten möchten oder müssen und bietet zahlreiche Lebensmittel an, die unter der Bezeichnung „light“ verkauft werden und weniger Fett enthalten. Trotz des geringeren Fettgehalts sind solche Lebensmittel jedoch bei genauem Hinsehen deutlich ungesünder als die Vollfett-Versionen. Fett ist ein natürlicher Geschmacksträger, was bedeutet, dass es dort, wo es entfernt wird, durch andere Geschmacksstoffe ersetzt werden muss. Daher finden sich in fettreduzierten Fruchtjoghurts und anderen Light-Produkten hohe Mengen an künstlichen Aromen, Zucker und Süßungsmitteln, die dem Körper Nährstoffe entziehen und Heißhungerattacken verursachen. Diese Zusätze sind für den Körper deutlich schädlicher als der natürliche Fettgehalt in Lebensmitteln. Daher ist es wesentlich sinnvoller, Vollfettnaturjogurt mit frischen Früchten zu genießen als fettreduzierte Produkte mit einem hohen Anteil an Zucker zu essen. Naturbelassene Lebensmittel sind, auch wenn sie einen hohen Fettgehalt aufweisen, immer die gesündere Wahl und versorgen den Körper mit genau den Nährstoffen, die die Natur den Menschen als effiziente Fatburner zur Verfügung stellt.


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