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So vermeiden Sie den Winterspeck

Wenn die kalte Jahreszeit naht, nehmen viele Menschen zu. Aber warum eigentlich? Das hat verschiedene Gründe. Zum einen ist es nach der Arbeit oftmals schon dunkel und das motiviert wenig, Aktivitäten im Freien nachzugehen. Zum anderen wird aber auch lange und dicke Kleidung getragen, die das eine oder andere Kilo unsichtbar macht. Sich etwas gehen zu lassen, scheint da ganz normal. Hinzu kommt, dass viele vor allem im Winter lange Abende auf der Couch verbringen. Bei Tee und Gebäck kommen so schnell ein paar Kilos auf die Hüften. Und dann wäre da auch noch die Lebkuchenzeit, die zumindest subjektiv immer früher anzufangen scheint. Angeblich soll die Gewichtszunahme im Winter sogar evolutionsbedingt sein.

Wie Sie trotzdem schlank bleiben können und im Frühling keine anstrengende Diät machen müssen, erklären wir Ihnen anhand einiger einfacher Tipps.

Ernährungstipps für den Winter

Das Wichtigste vorab: Achten Sie darauf, was Sie essen und behalten Sie die Kontrolle. Niemand will leben wie ein Asket und mit ein paar einfachen Tipps müssen Sie das auch gar nicht und können dem Winterspeck den Kampf ansagen.

Ernähren Sie sich ballaststoffreich. Die Nahrung wird länger verdaut und damit ist der Magen länger beschäftigt. Ballaststoffreiche Nahrung besteht aus komplexen Kohlehydraten, die durch die langsamere Zersetzung ein zu schnelles herabsinken des Blutzuckerspiegels verhindern. Dadurch stellt sich ein Hungergefühl erst viel später ein und Sie nehmen automatisch weniger zu sich.

Zu den ballaststoffreichen Nahrungsmitteln zählen beispielsweise Vollkornprodukte, Reis, Kartoffeln, getrocknete Früchte und Müsli. Vieles davon essen viele Deutsche ohnehin sehr gerne. Zugegeben: Vollkornnudeln haben ein anderes Geschmacksprofil als normale Nudeln. Wenn Sie sich daran gar nicht gewöhnen können, mischen Sie doch einfach beide Sorten.

Auch auf Brot und Brötchen müssen Sie nicht verzichten. Es sollte aber auch hier Vollkorn sein. Es ist dabei nicht mal nötig, dass die Produkte grobkörnig sind, es kommt viel mehr darauf an, welches Mehl zum Backen verwendet wurde. Ein fein gemahlenes Vollkornmehl kommt von der Konsistenz sehr nahe an ein normales Mehl heran und ist lecker.

So vermeiden Sie den Winterspeck

So vermeiden Sie den Winterspeck ©iStockphoto/mabe123

Snacks für zwischendurch

Der Griff zum Schokoriegel ist natürlich nicht die richtige Lösung. Es bedarf zwar etwas Willenskraft, haben Sie sich aber auf gesündere Snacks umgestellt, ist es gar nicht mehr so schwer, dran zu bleiben. Wenn im Büro also wieder eine Schokoladentorte zum 50. Geburtstag des Chefs aufgefahren wird, greifen Sie lieber zu Obst und Gemüse.

Generell gilt: Den kleinen Hunger zwischendurch bekämpfen Sie am besten mit ungeschältem Obst und Gemüse. Es gibt Menschen, die von rohem Gemüse Magenprobleme bekommen. Das Ganze am Vorabend einfach ein wenig vorgaren und schon sollte die Verdauung problemlos funktionieren. Mit Gurken, Tomaten, Salat und Radieschen können Sie nichts falsch machen. Schauen Sie, was aktuell in der Region wächst und kaufen Sie frische Ware. Eine gute Alternative für Sommerfrüchte ist übrigens auch Tiefkühlobst.

Fettkonsum reduzieren und eiweißhaltig ernähren

Der Trick mit der ballaststoffreichen Ernährung funktioniert natürlich nur, wenn Sie auch auf eine fettige Zubereitungen verzichten. Die Kartoffeln sollten also nicht unbedingt in Form von Bratkartoffeln verzehrt werden, stattdessen einfach Kartoffeln mit Quark essen oder in Kombination mit einem Stück gebratener Hühnerbrust und Gemüse.

Auch eiweißhaltige Nahrung sammelt sich nicht an den Hüften und regt den Stoffwechsel an. Geflügel, Rinderfilet, Zanderfilet und Käsesorten wie Gouda, sind nicht nur lecker, sondern auch sehr eiweißhaltig und können bedenkenlos verzehrt werden. Auch eine Hand voll Nüsse zwischendurch ist gesund und schadet nicht, sie sollten aber ungesalzen sein.

Milchprodukte ohne Zuckerzusatz dienen ebenso als gesunde Eiweißquelle. Ob Milch, Quark oder Joghurt, die Produktpalette ist vor allem bei Milchprodukten sehr groß.

Es ist aber davon abzuraten, sich nur von Eiweißprodukten zu ernähren und auf Kohlehydrate zu verzichten. Nur durch den Verzehr von komplexen Kohlehydraten bleiben Heißhungerattacken nachhaltig aus. Außerdem riskieren Sie bei ausschließlicher Eiweißernährung, dass es zu Mangelerscheinungen kommt.

Sie haben gesündigt, was jetzt?

Die Verführungen sind vielfältig und Sie sollen natürlich nicht auf alles verzichten. Die Portion Kartoffelpuffer auf dem Weihnachtsmarkt oder die fette Weihnachtsganz zu Heiligabend sind zwar nicht optimal, aber auch kein Weltuntergang. Legen Sie sich einfach eine Strategie zurecht. Wenn Sie heute schwach geworden sind, essen Sie morgen Mittag einen Salat mit Hähnchenbruststreifen und der Hüftspeck bleibt aus.

Auch Schokolade, Plätzchen und Lebkuchen können Sie verzehren – in Maßen. Rationieren Sie Süßigkeiten und kaufen Sie nicht zu viel ein. Was Sie nicht im Haus haben, kann auch nicht gegessen werden. Und wenn Sie doch nicht ohne können, versuchen Sie es doch mit Schokolade, die einen hohen Kakaoanteil hat. Dunkle Schokolade ist sogar gesund und sättigt wesentlich schneller.

Limonade und Saft durch Wasser ersetzen

Wasser trinken ist gesund. Es hat bekanntlich keine Kalorien und ist darüber hinaus der beste Durstlöscher, den es gibt. Gezuckerte Getränke haben oftmals einen umgekehrten Effekt und sollten daher aus dem Ernährungsplan verbannt werden. Wasser hat aber auch noch eine weitere Eigenschaft: Es regt den Stoffwechsel an. Pro halben Liter Wasser verbrennt der Körper bis zu 50 Kilokalorien. Bei einer empfohlenen Mindesttagesmenge von zwei Litern macht das rund 200 Kilokalorien.

Treiben Sie Sport

Bewegung ist gesund, hält fit und macht glücklich. Aber noch viel wichtiger: Durch Bewegung werden Kalorien verbrannt. Auch wenn es früh dunkel wird, regnet oder schneit, gibt es genug Möglichkeiten sich zu bewegen. Joggen wird immer beliebter und kann im Winter auch bei Minusgraden problemlos ausgeführt werden.

Wer es aber lieber warm mag, kann schwimmen gehen. Das Verletzungsrisiko ist gering, der Kalorienverbrauch ist sehr hoch und frieren müssen Sie auch nicht. Ballsportarten wie Tennis, Fußball oder Badminton können ohnehin jederzeit ausgeführt werden. Auch wenn die Motivation im Winter oft geringer ist, sollten Sie hier unbedingt am Ball bleiben.

Vor allem Fitnessstudios bieten sich in der kalten Jahreszeit an, um nicht zum Bewegungsmuffel zu werden. Dabei ist die Auswahl der Sportprogramme vom Gerätetraining bis zum Zumba-Kurs oftmals sehr vielfältig.

Den Partner mit einbeziehen

Wer nicht alleine lebt, hat es oft gar nicht so leicht. Der Partner isst allerlei Leckereien, während Sie an einer Karotte nagen. Da ist es oftmals vorprogrammiert, dass die Ernährungsumstellung fehlschlägt. Beziehen Sie also Ihren Partner mit ein. Gemeinsam können Sie sich unterstützen und einander helfen, sollte es Schwächephasen geben. Manchmal Bedarf es dafür zwar etwas Überzeugungsarbeit, aber Sie werden merken, dass Erfolge gemeinsam schneller erreicht werden. Sollte es dennoch schwer fallen auf Ungesundes zu verzichten, ist geteiltes Leid, bekanntermaßen nur halbes Leid. Sprechen Sie miteinander und stärken Sie sich gegenseitig, um schwierige Momente zu überwinden.

Sie werden merken, dass es mit etwas Willenskraft, Sport und der richtigen Ernährung gar nicht so schwer ist, auch im Winter das Wunschgewicht zu halten. Darüber hinaus leben Sie auch noch gesünder und wenn Sie sich daran gewöhnt haben, fühlen Sie sich auch gleich viel wohler. So hat der Winterspeck keine Chance und selbst wenn der Frühling früher kommt als erwartet, sind Sie gut gerüstet.


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