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Schwaches Bindegewebe – Bewegung macht’s

Schwaches Bindegewebe – wer kennt dies nicht. Cellulite oder sogenannte Orangenhaut – welche Frau hat sich nicht schon einmal über diese unschönen Dellen an Oberschenkel, Po und Bauch geärgert. Besonders Frauen leiden unter diesen unerwünschten Hauterscheinungen – ist das Bindegewebe doch im Allgemeinen beim sogenannten schwachen Geschlecht auch weitaus schwächer als bei den Herren der Schöpfung. Etwa 80 Prozent der Frauen sind von Orangenhaut, Dehnungsstreifen, Besenreisern oder Krampfadern betroffen. Sie fühlen sich nicht selten diskriminiert und reagieren oftmals wie diese 38-jährige Frau aus Berlin: „Meine Shorts und alle kurzen Röcke kann ich jetzt wohl in die Altkleider-Sammlung geben.“ Manche Frauen geraten fast schon in eine Art Hysterie und sehen in einer Schönheitsoperation die letzte Rettung. Das muss jedoch nicht sein – von den Operationsrisiken ganz zu schweigen. Der Vollständigkeit halber soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch das starke Geschlecht unter schwachem Bindegewebe leiden kann: Symptomatisch für diese Problematik ist der Leistenbruch beim Mann. Selbst Bandscheibenprobleme und Rückenbeschwerden können auf ein schwaches Bindegewebe hindeuten.

Keine Frage: Die Qualität des Bindegewebes bekommt man in die Wiege gelegt – sie ist also genetisch bedingt. Doch schwachem Bindegewebe lässt sich entgegenwirken – vor allem mit ausreichend Bewegung und richtiger Ernährung. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Die Ursachen für schwaches Bindegewebe sind in Bewegungsmangel und falscher Ernährung zu suchen. Und tatsächlich: Wer viel Zucker, Fett sowie Kaffee, Alkohol und Nikotin konsumiert, der sollte sich nicht wundern, dass die Spannkraft des Bindegewebes mit der Zeit nachlässt. Wer außerdem nahezu den ganzen Tag vor dem PC oder dem Fernseher sitzt, der schwächt am Ende nicht nur sein Bindegewebe, sondern gleich seinen ganzen Körper. Und Übergewicht tut ein Übriges – verstärkt es doch zusätzlich Cellulite. Aber keine Sorge – Lebensgewohnheiten lassen sich ändern. Dies muss nicht mal aufwendig und kompliziert sein.

Sich bewegen, massieren & Co.

Welche Mittel helfen – was also ist zu tun gegen schwaches Bindegewebe? Eines gleich vorweg: Ein aktiver Stoffwechsel ist grundsätzlich die beste Medizin bei der Bekämpfung von Cellulite. Die Palette der Möglichkeiten zur Stärkung des Bindegewebes ist breit – allen voran Sport: Gemütliches Joggen im nahegelegenen Stadtpark kann ebenso effektiv sein wie Nordic Walking oder Radfahren. Grundsätzlich versprechen Ausdauersportarten eine effiziente Stärkung und Festigung des Bindegewebes. Wen es weniger an die frische Luft zieht, der kann sich auch in seinen vier Wänden oder im Fitnessstudio wirkungsvoll sportlich betätigen – zum Beispiel qua Stepper oder Crosstrainer.

Wer es etwas intensiver und professioneller mag, der kann auch auf ein Zumba-Training im Fitnesscenter setzen. Ein Cardio-High-Intensity-Training ist demgegenüber eher etwas für Fortgeschrittene – fordert dieses Training doch nicht nur viel Energie, sondern auch bestimmte Nährstoffe. Letztere können dann allerdings nicht mehr ausschließlich mit der „normalen“ Ernährung zugeführt werden – eine Gewichtszunahme wäre die Folge. Hier lässt sich aber durch den Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln für Abhilfe sorgen. Wie auch immer – der qua Sport aktivierte Stoffwechsel trägt zur Intensivierung der Fettverbrennung und Straffung der Muskulatur bei. Daraus resultiert eine Entlastung des Bindegewebes.

Darüber hinaus lässt sich dieser Trainingseffekt noch wirkungsvoll steigern – zum Beispiel mittels Wechselduschen oder Massagen. Vor allem letztere wirken entwässernd. Also immer auch eine Bürste oder einen Noppenball bereithalten! Damit aber noch nicht genug: Auch die Pflege mit entsprechenden Cremes oder Ölen sollte nicht zu kurz kommen. Welche Sportart wählen? Dies entscheidet letztlich jeder nach seinen eigenen Vorlieben. A und O des Erfolgs sind Regelmäßigkeit und Langfristigkeit – gepaart mit Geduld. Die Bewegung fängt also im Kopf an.

Bindegewebe

Bindegewebe ©iStockphoto/Vo001

Viel trinken, sich richtig ernähren und Sonnenschutz nicht vergessen

Trinken, trinken und nochmals trinken – insbesondere Wasser, Saftschorlen oder Tee: 2 Liter pro Tag sollten es schon sein. Dies fördert die Regeneration des Körpers während des Trainings und die Ausscheidung von Gift- und Schadstoffen. Auf den Genuss von Kaffee sollte weitgehend verzichtet werden. Koffein von außen erweist sich demgegenüber als probates Mittel im Kampf gegen ein schwaches Bindegewebe. Was die wenigsten jedoch wissen: UV-Strahlen fördern Cellulite. Also immer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden oder entsprechende Kleidung tragen. Ein Kleidungsstück aus Seide „cellulitetechnisch“ richtig platziert, kann sich am Ende als echter Hingucker erweisen – gesteigertes Selbstbewusstsein inklusive.

Besser und bewusster essen – so sollte die Formel in Sachen essen lauten! Die Lebensmittel sollten frisch, vitaminreich sowie nährstoffhaltig sein. Kurzum: Basenreich sollte die Nahrung sein – also möglichst viel frisches Obst und Gemüse, möglichst wenig Zucker, Fett und Salz. Das bedeutet nicht gleich die vollständige Eliminierung aller bisherigen Ernährungsgewohnheiten, sondern vielmehr deren Optimierung – hin zu mehr Obst und Gemüse sowie mehr frisch zubereitetem Essen. Denn: Fertigprodukte sind nicht gut für den Körper. Reduziert werden sollten außerdem: Fleisch, Süßigkeiten und Weißmehl-Produkte. Auf dem Speiseplan sollten neben Süßkartoffeln vor allem Honigmelonen, Möhren und Spinat stehen. Gerade Möhren enthalten viel Betacarotin, was der Wirkung eines natürlichen Selbstbräuners entspricht – ganz ohne schädliche Nebenwirkungen von UV-Strahlen. Und leicht gebräunte Haut – sie erhöht den Sex-Appeal doch ungemein. Aber auch Petersilie besitzt eine nicht zu unterschätzende positive Wirkung – regt sie mit ihrem vergleichsweise hohen Chlorophyll-Anteil doch den Stoffwechsel beträchtlich an. Darüber hinaus leistet sie beim Entgiften wertvolle Hilfe und fungiert letztlich als Massage von innen.

Schüssler-Salze & Co.

Keine Frage: Viel Bewegung und gesunde, fettarme Ernährung sind wesentliche Eckpfeiler im Kampf gegen ein schwaches Bindegewebe. Ein weiteres wirkungsvolles Element stellt Siliziumdioxid dar – auch als Kieselerde bekannt. Diese Essenz trägt zur Stabilisierung des Bindegewebes bei, was sich rein äußerlich in straffer Haut bemerkbar macht. Doch selbst eine gesunde Ernährung vermag Silizium nicht in ausreichender Menge zu liefern. Deshalb ist die regelmäßige Einnahme eines Kieselerde-Präparats vorzuziehen, das ohne weiteres in Apotheken und Reformhäusern erhältlich ist.

Wem alle bisherigen Maßnahmen nicht helfen, dem sei eine Therapie mit Schüssler-Salzen empfohlen: Hierzu sollten Calcium fluoratum (Schüssler-Salz Nr. 1) sowie Silicea (Schüssler- Salz Nr. 11) zumindest über einige Monate eingenommen werden. Bei gezielter Behandlung von Cellulite, Dehnungsstreifen & Co. sollten zusätzlich noch die entsprechenden Salben (Nr. 1 und Nr. 11) zur Anwendung kommen. Auch naturkundliche Heilverfahren können schwachem Bindegewebe entgegenwirken, weshalb viele Menschen von dieser Art der Behandlung begeistert sind. Sogenannte Ausleitverfahren – zum Beispiel das Schröpfen in Verbindung mit einer Entgiftungskur – erfreuen sich dabei besonderer Beliebtheit. Einige Therapieansätze beinhalten außerdem einen Ernährungsplan, kombiniert mit bestimmten Mitteln aus Schüssler-Salze-Therapie, Homöopathie oder Phytotherapie. Allen Ansätzen gemeinsam ist auf jeden Fall immer die grundsätzliche Fokussierung auf gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung.

Interessant ist auch die Pro-Collagen-Therapie zur Straffung des Unterhautbindegewebes von Dr. Müller-Wohlfarth. Der Mediziner empfiehlt eine Nahrungsergänzung, bestehend aus verschiedenen Aminosäuren (Lysin, Arginin, Prolin, Methionin) sowie Vitamin C und dem Spurenelement Zink. Bei diesem Mittel handelt es sich um Kapseln, die unter dem Namen „Pro Collagen Plus nach Müller-Wohlfarth“ firmieren. Sie sind in jeder Apotheke zu bestellen.
Wie auch immer: Das Grundprinzip für spürbar glattere und straffere Haut besteht in einer Förderung der Durchblutung. Sogenannte Anti-Cellulite-Cremes verwenden denn auch entsprechende Essenzen, die diesen Effekt unterstützen sollen. Dazu gehören ätherische Öle genauso wie Schmirgelpartikel, Menthol genauso wie Rosskastanie. Durchblutete Haut sieht nicht nur gesünder aus – sie ist es in der Regel auch. Durchblutete Haut arbeitet einfach besser – der Abtransport Gewebe verklumpender Stoffe macht’s möglich. Doch Vorsicht: Allzu „aggressive“ Durchblutungsförderung kann auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen – nämlich zu Besenreisern. Wer dazu neigt, sollte statt straffender Kosmetika lieber zu einer normalen Bodylotion greifen.

Was auch letzten Endes zur Anwendung gelangt – allzu große Illusion in Sachen effizienter Wirkungsweise bestimmter Mittelchen wie Salben, Cremes & Co. sollte nicht aufkommen. Die Kosmetikindustrie kann schließlich auch keine Wunder vollbringen: Die angebotenen Mittel tragen „nur“ zur Milderung der Symptome erschlafften Bindegewebes bei – nicht mehr oder nicht weniger.

Und wer jetzt traurig oder gänzlich verzweifelt ist, dem sei gesagt, dass die Vorbeugung einer Bindegewebsschwäche ohnehin besser gelingt als deren Behandlung. Doch selbst bei einer genetisch bedingten Bindegewebsschwäche ist Abhilfe möglich. Wenn die speziellen Hauterscheinungen am Ende auch nicht gänzlich verschwinden werden, so lassen sie sich zumindest deutlich reduzieren. Also nicht verzagen! Wer bereits erste Anzeichen einer Bindegewebsschwäche an sich entdeckt hat, sollte nicht zögern und seinen Hausarzt um Rat bitten. Schwaches Bindegewebe ist nicht allein Cellulite. Das Beste ist in jedem Fall, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Schon wenige Maßnahmen reichen nämlich aus, um schwachem Bindegewebe wirkungsvoll vorzubeugen. Es sind dies einmal mehr: viel Bewegung, gesunde Ernährung und ein entspannter Lebenswandel – mit ausreichend Schlaf. Die Beine jetzt aber nicht gleich überschlagen, vielmehr die nackten Beine an die Luft halten – Bräune und Lebensfreude garantiert inklusive.


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