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Schöne Haut durch gesunde Ernährung

Die Haut als Grenze zwischen Innen und Außen

Das größte Sinnesorgan des Menschen ist die Haut. Diese stellt einerseits die schützende Barriere zwischen dem Inneren des Körpers und den äußeren Einflüssen dar, andererseits verbindet die Haut beides miteinander. Sie übernimmt zahlreiche wichtige Funktionen. Über Millionen von Rezeptoren werden zum Beispiel die Körpertemperatur reguliert und sowohl lustvolle als auch schmerzhafte Berührungen registriert. Unsere Haut trägt zudem zur nonverbalen Kommunikation mit der Außenwelt bei: Wir erröten vor Scham, werden vor Schreck ganz blass und reagieren wir auf bestimmte Substanzen allergisch, bilden sich auf der Haut oft Pusteln und Schwellungen. Nicht umsonst heißt es im Volksmund: Die Haut ist das Spiegelbild der Seele. Stress, zu wenig Schlaf und Kummer sind Gift für eine schöne Haut. Doch nicht nur das psychische Befinden eines Menschen beeinflusst den Zustand seiner Haut, sondern auch die Art der Ernährung.

Wasser macht schön

Unsere Haut besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Es ist die Hauptquelle für ein frisches, vitales Aussehen. Kein Wunder, dass die Haut nach einer heftig durchfeierten Nacht, in der womöglich auch Alkohol im Spiel war, schlaff und fahl wirkt. Hohlwangig und mit dicken Ringen unter den Augen starrt einen das eigene Spiegelbild am nächsten Morgen an. Wasser, das ihm der konsumierte Alkohol entzogen hat, kann Abhilfe schaffen. Bereits das Trinken eines halben Liters kurbelt die Durchblutung an, versorgt die Haut mit Sauerstoff und vertreibt so die Blässe. Um den eigenen Körper gesund und schön zu halten, sollte man am Tag mindestens zwei Liter Wasser trinken – bei körperlicher Anstrengung wie Sport, oder bei großer Hitze dementsprechend mehr. Denn die Haut sondert aus ihrem Wasservorrat Schweiß ab, um die Körpertemperatur zu senken. Wer dann nicht „auffüllt“ riskiert, dass er austrocknet. Ob man zu wenig getrunken hat – und damit ist nicht Kaffee gemeint, denn dieser entzieht dem Körper zusätzlich Flüssigkeit! – ist im Übrigen ganz einfach festzustellen: Wenn die Haut am Handrücken mit Daumen und Zeigefinger hochgezogen wird und beim Loslassen nicht direkt in die ursprüngliche Position zurückschnellt, sollte schleunigst zur Wasserflasche gegriffen werden.

Schöne Haut

Schöne Haut ©iStockphoto/ValuaVitaly

Unverzichtbar: eine ausgewogene Ernährung

Genügend zu trinken ist die Basis für einen gesunden Körper und eine schöne Haut, aber noch längst nicht alles, was das Wohlbefinden und die Schönheit fördert. Ebenso wichtig ist eine ausgewogene vitaminreiche und mineralstoffreiche, gesunde Ernährung. Wer sich überwiegend von fettigem Fast Food, Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken ernährt und womöglich auch noch raucht, bezahlt auf Dauer mit unreiner Haut und vorzeitiger Faltenbildung. Dem entgegenwirken kann man mit dem regelmäßigen Verzehr von frischem Obst und Gemüse. Empfohlen werden fünf Portionen pro Tag, um den Bedarf an verschiedenen Vitaminen zu decken. Doch auch andere Lebensmittel stecken voller wichtiger Inhaltsstoffe. Im Folgenden sehen Sie, welche Vitaminen für Ihren Körper unerlässlich sind und welche Nahrungsmittel Ihnen zu einer strahlenden, ebenmäßigen Haut verhelfen. Denn wahre Schönheit kommt eben doch von innen.

Vitamin A – wichtig für Immunsystem, Haut und Schleimhäute

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und ist – neben seiner wichtigen Funktion für die Augen – unerlässlich für den Aufbau und das Wachstum von Haut und Schleimhäuten. Vitamin A kommt in tierischen Produkten wie zum Beispiel hoch konzentriert in Leber und Fisch vor, aber auch in pflanzlicher Nahrung. In diesem Fall spenden vor allem Karotten das wichtige Provitamin Beta-Carotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird und für einen gesunden Teint sorgt. Ist die Haut rau und trocken kann dies an einem Mangel an Vitamin A liegen.

Vitamin B – ein Komplex, der für gutes Aussehen sorgt

Zum Vitamin B-Komplex gehören gleich acht verschiedene Vitamine, die jedoch nicht durchgehend nummeriert sind: B1, B2, B3, B5, B6 und B7 (Biotin), B9 oder auch B11 (Folsäure) und B12. Zusammen sorgen sie nicht nur für die Regeneration und Zellerneuerung unserer Haut, sondern auch dafür, dass diese Feuchtigkeit optimal binden kann. Fehlt dem Körper Vitamin B, werden Haut und Haar spröde und trocken. Verhindern kann man dies durch den Verzehr von genügend Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchten. In diesen Nahrungsmitteln sind die B-Vitamine reichlich enthalten.

Vitamin C – ein Radikalfänger und Antioxidans

Genauso wie Vitamin E benötigt unser Körper Vitamin C um freie Radikale auszuschalten. Zudem spielen seine antioxidativen Eigenschaften eine große Rolle für das Immunsystem. Für die Haut ist Ascorbinsäure deshalb so wichtig, weil sie am Aufbau des Bindegewebes beteiligt ist. Sie macht die Haut strahlend und elastisch. Ein Mangel an Vitamin C macht sich im Körper durch schlechte Wundheilung oder sogar durch Blutungen auf der Haut bemerkbar. Vitamin C muss vollständig durch die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper nicht in der Lage ist, es selbst zu produzieren. Perfekte Lieferanten sind Beeren und Zitrusfrüchte, aber auch Kohl und Brokkoli.

Vitamin E – ein Zellschutzvitamin

Dieses Vitamin ist genau wie Vitamin A ein fettlösliches Vitamin. In Hautcremes und Sonnenschutzmitteln eingesetzt, soll es die Haut pflegen und vor zellulären Stoffwechselprozessen schützen, bei denen freie Radikale entstehen. Neben dem Eincremen der Haut verlangsamt die richtige Ernährung den Alterungsprozess am effektivsten: Pflanzliche Fette wie Olivenöl, Weizenkeimöl oder Sonnenblumenöl sind wertvolle Träger von Vitamin E. Weniger hoch ist die Konzentration in Spinat und anderem grünen Gemüse, in Mangos und Avocados und in Fisch, wie Lachs oder Hering.

Zink, Eisen und Magnesium: Gutes für Haut und Haar

Unser Körper ist jedoch nicht nur auf die vorgestellten Vitamine angewiesen, sondern auch auf Mineralien wie Zink, Eisen und Magnesium. Fehlen diese Stoffe im Körper reagiert die Haut mit Ekzemen, schlechter Wundheilung oder Blässe. Auch die Haare leiden unter diesem Mangel, werden stumpf oder fallen sogar aus. Vorbeugen kann man einem Zink- und Magnesiummangel durch den Verzehr von Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Eisen ist – nicht wie lange angenommen – vor allem in Spinat, sondern in Petersilie, rotem Fleisch und Roter Beete enthalten.


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