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Aerobic

Was ist Aerobic?

Aerobic ist eine Trainingsform, die mit viel Spaß und einer mitunter hohen Intensität versucht, nützliches für Gesundheit, Fitness und Body-Shape des Trainierenden zu leisten. Bei den unterschiedlichen Aerobic-Varianten kommt man ganz schön ins Schwitzen – aber genau das ist auch erwünscht. Denn durch die teilweise recht hohe Belastung können unterschiedliche positive Einflüsse erzielt werden: So wird etwa die Kalorienverbrennung ordentlich angekurbelt, die Muskeln werden gestrafft und trainiert, das Herz und der Kreislauf gestärkt.

Obwohl Aerobic dabei eine recht anstrengende Trainingsmethode ist, steht sie vielen Personen unabhängig vom jeweiligen Trainingsstand offen: Wer noch keine Erfahrungen mit Aerobic hat und sich auch ansonsten eher selten sportlich betätigt, kann einen Einsteigerkurs wählen und selbst entscheiden, ob er bereits in der Lage dazu ist, alle Übungswiederholungen mitzumachen. Langsam kann dann eine Trainingssteigerung anvisiert werden, wobei sich allerdings niemand von vornhinein zu viel zumuten sollte. Aerobic ist dabei eine relativ günstige Trainingsmethode, da bei vielen Varianten eine Spezialausrüstung nicht zwingend erforderlich ist. Natürlich fallen jedoch Kursgebühren an, wenn man einen Aerobic-Kurs in einem Studio, bei einer Volkshochschule oder einer sonstigen Institution absolvieren möchte.

Aerobic

Aerobic @iStockphoto/Alexander Novikov

Aerobic unterscheidet sich in mehrerer Hinsicht von anderen Trainingsformen: Das ganz Besondere daran ist sicherlich, dass Musik und Rhythmus eine sehr wichtige Rollen bei der Ausübung einnehmen. Mit Musik geht einfach alles leichter – körperliche Ertüchtigung ist hierbei mit Sicherheit keine Ausnahme. Neben der musikalischen Unterstützung gibt es weitere Motivationshelfer, die sich bei den unterschiedlichen Aerobic-Varianten finden lassen und für ein erfolgreiches Training sorgen. So sorgt beim Aerobic die Ausführung von Choreographien und die Gruppendynamik für den Extra-Motivationskick. Auch der Aerobiclehrer selbst ist eine große Motivationsstütze: Er zeigt die Übungen, er motiviert und kontrolliert die Ausführung der Bewegungsabläufe.

Entwicklung des Aerobic

Eine wahre Hochzeit erlebte Aerobic in den 1980ern Jahren. Zu den Sounds von Abba, Madonna und Modern Talking hüpften, sprangen und steppten zahlreiche Aerobic-Anhänger in den Sporthallen dieser Welt. Aerobic wurde zu einer Trendtrainingsmethode, die mit ihren eigenen Modeerscheinungen daherkam. Der klassische, knallbunte und sexy Aerobic-Chic ist mittlerweile sicherlich manch einem ein Dorn im Auge – dennoch erfreut sich Aerobic auch heute wieder einer großen Beliebtheit.

Die spontane Assoziation von Aerobic mit den 1980er Jahren täuscht allerdings über eines hinweg: Die Ursprünge von Aerobic liegen weit vor dieser Zeit. Bereits gut zwanzig Jahre zuvor wurde damit begonnen, Gymnastikübungen so zu ergänzen, dass nicht nur Beweglichkeit und Körperstärkung geschult und aufgebaut werden konnten, sondern auch die Ausdauer gesteigert werden konnte. Bereits hier lag der Gedanke zugrunde, dass durch sportliche Aktivitäten gesundheitlichen Schäden vorgebeugt werden kann. Als „Vater des Aerobic“ gilt übrigens Kenneth H. Cooper, ein US-amerikanischer Arzt, der auf der Suche nach einem aeroben, also Herz und Lunge stärkenden, Fitness-Training war. Den großen Durchbruch verschaffte dem Gruppentraining jedoch die Actrice Jane Fonda, die Anfang der 1980er Jahre ihr auf Aerobic basierendes Gymnastikprogramm vermarktete.

Heute gibt es eine Vielzahl von Aerobic-Varianten: Durch die unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen, die man hier ausmachen kann, ist für fast jeden etwas dabei – ganz egal, ob es darum geht, Problemzonen zu trainieren oder einfach überschüssige Energie loszuwerden. Aerobic-Kurse werden dabei mittlerweile in so gut wie jeder etwas größeren Stadt angeboten – so zum Beispiel von Volkshochschulen, Universitäten oder Fitness-Studios. Im Folgenden möchten wir Ihnen gerne einige dieser Aerobic-Varianten vorstellen. Die Darstellung kann hier bei der Vielzahl der Varianten selbstverständlich keinen Vollständigkeitsanspruch erheben, deshalb haben wir insbesondere die Aerobic-Varianten ausgewählt, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen – so etwa Aqua Aerobic, Step Aerobic und Slide Aerobic.

Aerobic Arten

Aerobic ist nicht gleich Aerobic: Mittlerweile haben sich eine Vielzahl von Varianten dieser Power-Sportart herausgebildet. Der Fantasie der Fitnesstrainer scheint hierbei keine Grenzen gesetzt zu sein. Ein Trend ist es offensichtlich, sich bei der Gestaltung der Aerobic-Choreographien Elemente aus anderen Sportarten zu leihen. So werden zum Beispiel beim Salsa Aerobic spezifische südamerikanische tänzerische Elemente integriert, während beim Box Aerobic das schweißtreibende Training durch Schlag- und Trittbewegungen ergänzt wird.

Oft kommen bei den unterschiedlichen Aerobic-Varianten auch Hilfsmittel zum Einsatz, die die Übungen intensivieren oder überhaupt erst ermöglichen sollen. Beispiele hierfür sind etwa das Slide Board, das beim Slide Aerobic unverzichtbar ist, sowie spezielle Aerobic-Hanteln, die bei unterschiedlichen Aerobic-Varianten – so auch beim Aqua Aerobic – zum Einsatz kommen können.

Alle Aerobic-Varianten haben gemein, dass sie zur Stärkung der Ausdauer beitragen. Wie sie das genau tun, ist dabei unterschiedlich, sodass es für viele spezifische Vorlieben das passende Aerobic-Training gibt. Im Folgenden möchten wir Ihnen eine Auswahl an Aerobic-Arten vorstellen. Eingehen möchten wir hierbei auf Aqua Aerobic, Bodytoning, Dance Aerobic, Kampfsport Aerobic, Slide und Step Aerobic.

Übrigens: Falls Sie sich einmal selbst dafür entscheiden, einen Aerobic-Kurs zu absolvieren, sollten Sie – egal um welche Aerobic-Variante es sich handelt – auf einen erfahrenen Kursleiter setzen: Nur ein solcher kann mit Ihnen wirksame und schwungvolle Choreographien erarbeiten und Sie sowie die ganze Gruppe genügend motivieren. Auf diese Weise werden indirekt auch Ihre Durchhaltechancen steigen – denn nur wer mit Spaß bei der Sache ist, kann erfolgreich sein.

Aqua Aerobic

Was das Besondere an Aqua Aerobic ist, sagt alleine der Name schon: Bestimmte, mitunter abgewandelte Aerobic-Übungen werden hier nicht auf dem Trockenen, sondern im kühlen Nass absolviert. Damit aber auch hier das Training leichter fällt, spielt Musik auch beim Aqua Aerobic in aller Regel eine große Rolle: Zu ihr werden die Übungen durchgeführt, was für mehr Schwung, Spaß und Motivation sorgt. Diese Aerobic-Variante ist eine wahre Abwechslung zu den Aerobic-Varianten, die man trockenen Fußes ausüben kann. Besonders angenehm ist es auch, dass man nach der Trainingseinheit noch ein paar Bahnen schwimmen kann, was für Entspannung und für das notwendige „Runterkommen“ nach den Powerübungen sorgt. Selbstverständlich ist auch gegen eine abschließende Wasserschlacht nichts zu sagen.

Aus gesundheitlicher und sportlicher Sicht verfolgt das Training im Wasser natürlich grundsätzlich ähnliche Ziele wie das am Land: Auch hier soll Fett verbrannt werden, sollen Muskeln aufgebaut werden und die Ausdauer verbessert werden. Eine Besonderheit weist Aqua Aerobic allerdings im Gegensatz zu seinen verwandten Varianten auf: Durch den positiven Einfluss des Wassers fühlen sich die Trainierenden leicht und schonen ihre Gelenke bei der Durchführung der Übungen.

Übrigens: Beim Aqua Aerobic können auch Hilfsmittel zum Einsatz kommen, die das Training noch effektiver machen können, so etwa spezielle Hanteln und Wasserbretter. Durch den Einsatz solcher zusätzlichen Sportgeräte lässt sich eine Vielzahl von neuen, abwechslungsreichen Übungen kreieren, die dafür sorgen, dass Aqua Aerobic nicht so schnell langweilig wird. Wem Abwechslung alleine noch nicht genug Motivation ist, dem sei gesagt, dass Aqua Aerobic natürlich auch in der Gruppe ausgeübt wird: Ein zusätzlicher Motivationskick, der einen sicherlich regelmäßig zu den Sporteinheiten gehen lässt.

Bodytoning

Bodytoning – ein weiterer Begriff mit dem ein Sport- und Aerobiclaie nicht unbedingt auf Anhieb etwas anfangen kann. Kurz erklärt geht es beim Bodytoning um eine Aerobic-Variante, die auf spezielle Art und Weise den gesamten Körper in Form bringen soll. Hierbei liegt der Fokus weniger auf dem Training der Koordinationsfähigkeit, sondern vielmehr auf dem Training der Ausdauer und auf der Kräftigung der Muskulatur. Wer nun allerdings denkt, Bodytoning sei darauf ausgerichtet, Muskelberge anzuhäufen, der irrt sich. Die Muskeln sollen lediglich gestrafft und trainiert werden, sodass sie durch ihre Straffung zur sportlichen Formung des Körpers beitragen können. Bodytoning ist somit auch für Frauen geeignet, die keine großen Muskelmassen aufbauen möchten.

Besonders Problemzonen kann beim Bodytoning der Kampf angesagt werden. Klassischer Weise gibt es daher auch zahlreiche Kursangebote, die sich im Bereich Bodytoning auf eben diese Bereiche – Bauch, Beine und Po – spezialisiert haben. Natürlich können in anderen, universeller ausgerichteten Kursen aber auch andere Körperpartien gezielt mit trainiert werden.

Bodytoning wird teilweise auch ohne den Einsatz von Hilfssportgeräten ausgeübt – gängiger ist aber wohl die Variante, bei der auch Hanteln und Co. ins Spiel kommen, welche die Bewegungen effektiver werden lassen. Nicht selten hört man auch den Begriff „Pump Aerobic“, wenn spezielle Langhanteln in das Bodytoning-Training integriert werden.

Bodytoning ist insgesamt mit Sicherheit, wie viele andere Aerobic-Varianten auch, eine Sportart, bei der die Trainierenden so richtig ins Schwitzen kommen. Für alle Abnehmwilligen: Selbstverständlich kommt bei den schweißtreibenden Übungen des Bodytonings auch die Verbrennung von Kalorien nicht zu kurz. Der Körper wird also nicht nur gestrafft, sondern auch von nutzlosem Ballast befreit.

Dance Aerobic

Musik spielt beim Aerobic traditionell eine große Rolle. Ihr Einsatz bei den sportlichen Kursen ist mit Sicherheit ein Grund dafür, dass sich Aerobic seit nun weit mehr als zwanzig Jahren einer solch großen Beliebtheit erfreut. In Begleitung von Musik geht einfach alles leichter, zumal wenn es sich um die eigene Lieblingsmusik handelt.

Ja, richtig gehört: Aerobic muss nicht immer zu mehr oder weniger nerviger Pop- und Chartmusik ausgeübt werden. Der Fantasie des Aerobiclehrers sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt, sodass er spezielle sportliche Choreographien zu den unterschiedlichsten Musikrichtungen kreieren kann. Besonders verbreitet sind mittlerweile Dance Aerobic Kurse, die mit südamerikanischen Klängen Sport- und Musikbegeisterte anlocken. Egal ob Salsa, Samba oder Latin – beim Dance Aerobic kann man seine Liebe zur jeweiligen Musikrichtung mit dem Training des eigenen Körpers ideal kombinieren. Selbstverständlich werden hierbei klassische Tanzelemente aus den jeweiligen Musikrichtungen entnommen und in das Training integriert. So werden Kursteilnehmer, die einen Samba- oder Salsa- Aerobic-Kurs absolvieren, sicherlich lernen, so richtig schön mit den Hüften zu kreisen – nicht zuletzt auch ein tänzerisches Element, das gleich beim nächsten Discobesuch auf seine Wirkung getestet werden kann.

Das Beste an Dance Aerobic ist aber sicherlich, dass man mit diesem Training auf ganz spielerische Art und Weise etwas Gutes für seinen Körper tut. Auch Dance Aerobic kann dabei natürlich recht anstrengend sein, diese Anstrengung rückt durch die Konzentration auf und durch den Spaß an der Musik allerdings in den Hintergrund. Neben der Freude an den tänzerischen sportlichen Bewegungen wird der Trainierende dabei auch durch eine Verbesserung der Ausdauer und durch die Ankurbelung der Fettverbrennung belohnt.

Kampfsport Aerobic

Die Auswahl an unterschiedlichen Sportarten ist bekanntlich groß – da fällt es mitunter schwer sich zu entscheiden. Warum sollte man also nicht gleich zwei Sportarten miteinander verbinden? Diese Möglichkeit bietet das sogenannte Kampfsport Aerobic. Im Grunde handelt es sich hierbei um ein Aerobic-Training, das Elemente aus unterschiedlichen Kampfsportarten integriert. Das Ziel ist dabei nicht, ein gekonnter Kampfsportler zu werden, sondern vielmehr, Ausdauer, Koordinationsfähigkeit und körperliche Fitness zu trainieren.

Die ins Aerobic-Programm integrierten Kampfsportelemente stammen dabei häufig aus dem Thai-Boxen, dem Kung Fu, dem Taekwondo oder anderen asiatischen Kampfsportrichtungen. Aber auch das klassische Boxen kann als Vorbild dienen. Natürlich eröffnen diese unterschiedlichen Vorbilder wiederum die Möglichkeit, das jeweilige Training mit einem besonderen Namen zu versehen: So ist zum Beispiel ab und an vom Kung Fu Aerobic oder vom Box Aerobic die Rede.

Auf welchen Namen sie schlussendlich auch hören mögen, eines haben wohl alle Kampfsport-Aerobic-Kurse gemein: Natürlich baut man mit dem speziellen Training Kraft und Ausdauer auf. Dies alleine ist aber nicht das Anliegen von Kampfsport Aerobic. Zusätzlich sollen die Trainierenden auch Erfolge in der Verbesserung ihrer Koordinations- und ihrer Reaktionsfähigkeiten verzeichnen können. Die schnelle Ausübung der einzelnen Kampfsportelemente trägt hierzu nicht zuletzt bei.

Kampfsport Aerobic eignet sich besonders für Personen, die ihre Aggressionen in geordneten Bahnen abreagieren möchten. Darüber hinaus ist Kampfsport Aerobic aber natürlich auch für jeden etwas, der eine Sportart sucht, bei der er sich gleichzeitig so richtig schön auspowern und noch etwas für seine Gesundheit tun kann. Denn natürlich wird auch beim Kampfsport Aerobic die Kalorienverbrennung so richtig angekurbelt, die Ausdauer verbessert und der Körper geformt und gestrafft.

Slide Aerobic

Slide bedeutet Gleiten – so viel sei schon einmal vorab verraten. Aber was genau versteht man nun unter dem sogenannten Slide Aerobic? Hinter dem modernen Begriff verbirgt sich eine Aerobic-Variante, bei der die Übungen auf einem sogenannten Slide Board ausgeübt werden. Unter einem solchen Board kann man sich eine Art Matte vorstellen, die es dem Trainierenden im Stehen erlaubt, gleitende bzw. rutschende Bewegungen mit den Füßen auszuüben. Viele Übungen werden dabei gebeugt ausgeführt, damit der gewünschte Trainingseffekt erzielt werden kann.

Slide Aerobic erfreut sich besonders bei Frauen großer Beliebtheit. Kein Wunder, werden beim Slide Aerobic doch vor allem die Körperpartien vom Gesäß abwärts trainiert. Dies sind – denkt man an Gesäß und Oberschenkel – nicht selten die Problemzonen, die Frauen besonders schwer zu schaffen machen. Mit Slide Aerobic können speziell diese Regionen gestrafft und geformt werden.

Was man noch übers Slide Aerobic wissen sollte: Auch wenn „gleiten“ immer mit einer gewissen Leichtigkeit verbunden wird ist auch Slide Aerobic eine schweißtreibende Angelegenheit und verlangt dem Trainierenden eine gewisse Portion Power ab. Man sollte dementsprechend bereits eine gewisse Kondition mitbringen, wenn man Slide Aerobic ausprobieren möchte – es sei denn, es handelt sich ausdrücklich um einen Anfängerkurs, der auch für Aerobic-Einsteiger geeignet ist. Wie bei allen Aerobic-Varianten kommt auch das Ausdauertraining beim Slide Aerobic nicht zu kurz. Nur gut, dass auch hier die Übungen zumeist in Begleitung von Musik ausgeführt werden – das gibt Schwung und eine Extraportion Motivation.

Step Aerobic

Jeder kennt es aus seinem Alltag: Treppensteigen geht ganz schön in die Beine und ist dementsprechend anstrengend. Beim Treppensteigen werden die unterschiedlichen Muskelgruppen in unseren Beinen und auch in unserem Gesäß stark beansprucht. Diesen Effekt kann man natürlich auch bewusst ausnutzen, wenn man etwas für seine Figur und seine Fitness tun möchte. Möglich wird das etwa durch Step Aerobic.

Step-Aerobic-Kurse werden natürlich nicht auf Treppen abgehalten – als Stufenersatz halten bei solchen Kursen kleine Plattformen her, die man in unterschiedlichen Übungen schnell herauf- und heruntersteigt. Die Trittbänke sind dabei in ihrer Höhe nicht selten verstellbar, sodass je nach individuellem Trainingsstand die Übungen intensiviert werden können. Wie auch bei anderen Aerobic-Kursen macht der Kursleiter die jeweiligen Choreographien vor und die Gruppe vollführt sie nach. Auf diese Weise ist für eine gute Anleitung gesorgt.

Durch den Einsatz der Stepbank werden beim Step-Aerobic natürlich in erster Linie die Muskelgruppen im Gesäß und in den Beinen geschult. Da ein solches Training allerdings recht einseitig ist und schnell langweilig werden könnte, werden beim Step Aerobic oft auch andere Übungen integriert, die beispielsweise den Oberkörper oder die Arme mit trainieren. Dadurch dass Step Aerobic dennoch primär gezielt die klassischen weiblichen Problemzonen angeht, ist auch diese Aerobic-Variante bei Frauen sehr beliebt. Für Personen, die nach dem Motivationskick Ausschau halten: Auch Step Aerobic wird in aller Regel zu Musik und in der Gruppe ausgeübt. Wem es allerdings nicht an Motivation mangelt, kann auch zuhause sein eigenes Step-Aerobic-Programm ausarbeiten und absolvieren. Geeignete Stepbänke lassen sich in Sportgeschäften kaufen oder durch andere Tritterhöhungen ersetzen, wobei man allerdings auf die Standfestigkeit achten sollte.

Cueing – Die Aerobic-Fachsprache

Wer das erste Mal einen Aerobic-Kurs betritt, fragt sich zuweilen, welche Sprache die Trainer eigentlich sprechen: Sie gestikulieren wild, ihre Ansagen kommen auf Englisch und sind für Anfänger zunächst einmal wenig verständlich. Cueing heißt diese Fachsprache der Aerobic ganz offiziell. Dabei handelt es sich um eine unterstützende Unterrichts-Technik, die es allen Teilnehmern ermöglichen soll, den Anweisungen und Choreografien des Trainers problemlos zu folgen.

Das Cueing (engl. to cue: Wort, Satz oder Aktion, der, die oder das anderen anzeigt, wann sie etwas tun können) unterscheidet man in verbales und nonverbales Cueing, also in gesprochene Anweisungen und Gesten. So erklärt sich also auch der auf den ersten Blick seltsame Auftritt des Trainers. Was aber steckt genau dahinter, was bedeuten diese Ansagen und Gesten?

Die Gesten sind relativ leicht verständlich: Ein Trainer zeigt mit Händen und Armen an, wie viele Wiederholungen einer Übung oder eines Schrittes noch anstehen, in welche Richtung es gehen soll, welches Schrittmuster als nächstes zu nehmen ist usw. Die Handzeichen und Symbole sind international standardisiert – selbst im Urlaub in einem Land, dessen Sprache Sie nicht sprechen, könnten Sie damit dem Trainingsprogramm folgen. Die Cues helfen aber nicht nur dabei, in die richtige Choreografie zu finden, sondern sie sind auch ein Hilfsmittel, um beispielsweise eine Haltung korrekt einzunehmen. Sollen für eine Figur die Knie gebeugt, der Bauch angespannt, der Oberkörper gerade und der Nacken lang sein, kann das im Zweifelsfall ausschließlich mit Gesten vermittelt werden. Welche Geste welche Bedeutung hat, erklärt ein guter Aerobic-Trainer immer wieder, sobald er eine neue Geste einführt.

Daneben spielen aber auch die gesprochenen Anweisungen beim Aerobic eine große Rolle. Ein Trainer vermittelt damit nicht nur, wie es in der Choreografie weitergehen soll. Er transportiert mit seiner Mimik, Gestik, Haltung, Intensität, Dynamik, seinem Blick, seiner Stimmlage, -höhe und -lautstärke auch Motivation und Spaß, vermittelt was wichtig ist und wirkt so auf „seine Schäfchen“ ein. Aerobic-Trainer arbeiten sehr viel mit ihrer Stimme: Durch gezielte Betonung oder Intonation wirken sie je nach beachsichtiger Wirkung beruhigend, motivierend, sexy usw. Darüber hinaus gibt es aber auch jede Menge Fachbegriffe, die ein guter Aerobic-Lehrer verständlich und anschaulich erklärt. Einige dieser Begriffe und ihre Bedeutung finden Sie in den folgenden Abschnitten.

Grundschritte

Da alle Choreografien beim Aerobic auf Grundschritten aufbauen ist es wichtig, diese und ihre Bezeichnungen zuerst zu lernen. Klingt anstrengend? Sie müssen sie ja nicht wie in Schule oder Ausbildung alle mit einmal auswendig pauken – mit jeder neuen Trainingseinheit kommen einfach einige neue Schritte oder Kombinationen dazu. Mit der Zeit verfügen Sie auf diese Weise über ausreichend Kenntnisse, um auch komplizierteren Choreografien folgen zu können – schließlich bestehen die letztlich auch nur aus einer Kombination und Variation verschiedener Grundschritte.

Einer der wichtigsten Schritte ist das Marching, das Gehen am Platz, häufig begleitet vom aktiven Armeinsatz. Das Marching ist meist Ausgangspunkt für eine Folge von Schritten oder Drehungen. Damit die Kursteilnehmer in Bewegung bleiben, aber trotzdem eine neue Bewegung erklärt werden kann, kommt das Marching ebenfalls häufig zum Einsatz: Es erfordert keine besondere Aufmerksamkeit und so können alle am Platz gehen, dabei die Arme mitnehmen und den Ausführungen des Kursleiters zuhören.

Ein ebenfalls sehr bekannter Grundschritt ist der „Step Touch“: Dabei verlagert man sein Gewicht mit einem Schritt zur Seite (step) praktisch nur von einem Bein auf das andere. Das Bein, auf dem gerade nicht das Gewicht liegt, berührt nur kurz den Boden (touch), wird dort aber nicht aufgesetzt (tap).

Haben Sie schon einmal vom „Jumping Jack“ gehört? Diesen Schritt kennen Sie mit Sicherheit noch aus Kindertagen – ihn führen Sie nämlich aus, wenn Sie den „Hampelmann“ machen. Aus der Grundstellung (beide Füße parallel, gerade stehen) springen Sie in die Grätsche, die Knie sind dabei gebeugt. Mit einem zweiten Sprung springen Sie wieder in die Ausgangsstellung und wiederholen beides noch einmal. Einige der Grundschritte haben sehr interessante Namen: Sie heißen Pony oder Scoop, Grapevine oder Heel Dig. Viel Spaß beim Lernen und Ausprobieren!

Choreographie

Neben den Begriffen für die Grundschritte lernt man auch sehr schnell, dass Begriffe aus der Musik eine wichtige Rolle beim Einstudieren einer Choreografie spielen. Kein Wunder: Die Bewegungsabläufe sollen ja auch zur Musik erfolgen, haben häufig tänzerischen Charakter und müssen in einem bestimmten Takt ablaufen.

Wichtig bei der Musikauswahl sind die bpm (beats per minute), also das Tempo der Musik. Hier gilt es sorgfältig auszuwählen: Ist die Musik zu langsam, bewegen sich die Teilnehmer nicht ausreichend und der Stoffwechsel kommt nicht ganz so gut auf Touren. Ist die Musik zu schnell, geht das möglicherweise auf Kosten der Technik, die dann häufig unsauber wird.

Darüber hinaus spielen aber auch noch andere musiktheoretische Begriffe eine wichtige Rolle beim Aerobic. Häufig hört man beispielsweise, ein Schritt beginne auf der „Eins“. Gemeint ist damit der erste Beat, der erste Schlag eines Taktes. Ein Wiener Walzer beispielsweise beginnt auch auf der Eins, sie wird im Vergleich zu den anderen Taktschlägen häufig besonders betont. In einem 4/4-Takt gibt es die unterschiedlichsten Betonungsmöglichkeiten: Entweder wird ein Akzent auf die 1 oder die 1 und 3 gesetzt. Diese Betonung ergibt sich häufig ganz automatisch. Es ist aber auch möglich, die Akzente auf die 2 oder die 2 und die 4 zu setzen. In diesem Fall spricht man auch von Crossphrasing: Man verlegt die Betonung auf einen anderen Schlag. Auf diese Weise lassen sich Choreografien unkonventioneller und moderner gestalten.

Ebenfalls wichtig bei Aerobic ist die Unterscheidung in High und Low Impact: Während beim Low Impact stets ein Fuß den Boden berührt, steht High Impact für Schrittfolgen, bei denen immer wieder für kurze Zeit der Bodenkontakt bei beiden Füßen verloren geht. Logischerweise sind High Impact Übungseinheiten deutlich anstrengender als Low Impact Einheiten, weil dabei deutlich mehr Krafteinsatz gefordert ist. Ist die Rede von einem „Mixed“-Kurs oder Mixed Impact, kommen beide Arten der Schrittfolge vor und das Training ist als mittelschwer einzustufen.

Die richtige Aerobic-Ausrüstung

Prinzipiell ist Aerobic ein Sport, der in der Regel ohne aufwändige und teure Anschaffungen auskommt – ein weiterer Grund, warum das schweißtreibende Gruppentraining so beliebt ist. Zunächst einmal benötigt man lediglich bequeme Kleidung und passende Schuhe. Hier aber begehen viele Hobbysportler Fehler und entscheiden sich für die falschen Kleidungsstücke bzw. Schuhe – was durchaus gesundheitliche Folgen haben kann.

Die Kleidung sollte beim Aerobic – egal für welche Form man sich entscheidet – stets bequem und atmungsaktiv sein. Zu enge oder zu weite Kleidung behindern nur. Wichtig ist auch, dass die Kleidung den Schweiß gut von der Haut weg transportiert. Optimal sind also zumindest Sportoberteile aus einem entsprechenden Gewebe. T-Shirts sind zwar auch generell geeignet zum Einsatz als Sportkleidung, sie bestehen aber in der Regel aus 100% Baumwolle. Die saugt den Schweiß zwar auf, transportiert ihn aber nicht nach außen, sodass nicht nur das T-Shirt, sondern auch die Haut feucht bleibt, was beispielsweise Erkältungen begünstigt.

Sehr wichtig ist auch die Wahl eines geeigneten Schuhs. Dabei müssen es nicht unbedingt Aerobic-Schuhe aus dem Sportgeschäft sein, normale saubere Sportschuhe tun es auch. Achten Sie aber darauf, dass der Schuh gut sitzt und ihren Knöchel gut stützt. Leicht knickt man gerade bei komplizierten Schrittfolgen oder Step Aerobic um und verletzt sich, wenn der Schuh nicht genügend Halt bietet. Ihrem Trainer zuliebe sollten Sie auch darauf achten, dass die Sohle nicht zu weich ist – dann nämlich verteilt sie sich durch den Abrieb auf dem Studio-Boden.

Wer Aerobic intensiver oder auch zuhause betreiben möchte, greift über kurz oder lang auch zu Trainingsgeräten wie etwa einem Stepper. Im Prinzip können Sie bei der Auswahl nicht viel falsch machen. Achten Sie lediglich darauf, dass der Stepper stabil genug ist, um Ihr Körpergewicht zu halten, dass er stabil steht ohne zu kippeln und dass es nirgendwo Kanten gibt, an denen Sie sich verletzen könnten.

Den richtigen Aerobic-Kurs finden

Aerobic trainiert man in der Regel in einem Kurs, der beispielsweise in einem Fitness- oder Tanz-Studio oder aber an Einrichtungen wie der Volkshochschule stattfindet. Stellt sich nur die Frage: Welcher Kurs ist der Richtige? Und wie findet man heraus, welcher Lehrer wirklich gut ist?

Zunächst einmal gilt es sich zu informieren, welche Arten von Aerobic es eigentlich gibt – und ob entsprechende Angebote in der näheren oder weiteren Umgebung zu finden sind. Das Training soll Spaß machen, entscheiden Sie sich also am besten für eine Spielart, die Ihnen auch auf Dauer noch gefällt. Wer beispielsweise kein großer Fan südamerikanischer Rhythmen ist, sollte möglicherweise keinen Salsa Aerobic Kurs belegen. Wenn Sie einen Blick in die Kurspläne der Fitness-Studios vor Ort (gibt es häufig auf der Internetseite) und das Angebot oder lokalen Volkshochschule werfen, erhalten Sie einen ersten Anhaltspunkt, welche Kurse zur Verfügung stehen.

Haben Sie sich für einen Kurs entschieden gilt es nun, den Trainer etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob Ihnen der Kurs Spaß macht und tatsächlich positive Effekte hervorbringt, ist nämlich zu einem großen Teil auch sein Verdienst. Am besten Sie nehmen an einer Schnupperstunde teil: So finden Sie schnell heraus, ob Sie sich im Kurs Ihrer Wahl wohlfühlen würden und ob der Trainer Ihnen geeignet scheint. Erkundigen Sie sich auch nach den Qualifikationen: Der Deutsche Fitness und Aerobic Verband gibt auf seiner Webseite über die unterschiedlichen Lizenzen Auskunft. Stimmen Angebot, Qualifikation und Chemie, steht einer Teilnahme am Kurs nichts mehr im Wege.

Kurskosten und Kostenübernahme

Wie jede Sportart, die überwiegend in Kursform angeboten wird, kommen auch beim Aerobic einige Kosten auf die Teilnehmer zu. Wie bereits erwähnt sind kaum Anschaffungen für ein Aerobic-Training notwendig: Bequeme Sportkleidung und gute Schuhe reichen in der Regel aus. Eventuelle Trainingsgeräte stellt in den allermeisten Fällen das Studio bzw. der Trainer.

Darüber hinaus fallen jedoch Gebühren für den Kurs an. Die Höhe dieser Gebühren kann stark schwanken und ist u.a. abhängig von der Lage des Studios, der Art des Trainings, der Dauer des Trainings und der Größe der Gruppe. Studios in Großstädten werden beispielsweise geringere Gebühren verlangen als ein Studio, das weit und breit das Einzige ist. Die Art des Trainings spielt bei der Kostenstruktur ebenfalls eine wichtige Rolle: Ein Kampfsport-Aerobic-Training stellt an Trainer und Trainierende ganz andere Anforderungen als beispielsweise ein klassisches BBP-Training – was sich möglicher Weise auch im Preis niederschlägt. Auch Trainingsdauer und Gruppengröße bestimmen den Preis: Je kleiner die Gruppe, desto teurer wird das Training für den Einzelnen. Was die Dauer betrifft ist es häufig so, dass Vergünstigungen locken, wenn man sich langfristig an einen Kurs bindet. Je länger jedoch die Trainingseinheit, desto teurer der Kurs. Um nun aber auch einmal konkret zu werden: Häufig liegen die Kosten für einen Aerobic Kurs je nach Angebot und Studio bei etwa 5 bis 10 Euro pro Stunde.

Möglich ist es übrigens auch, einen Aerobic Workshop zu besuchen – empfehlenswert ist es jedoch nicht immer. Im Laufe von 1-2 Tagen erfährt man das Wichtigste über Aerobic oder erlernt neue Kombinationen – was langfristig davon hängen bleibt, ist eine andere Frage. Workshops werden mit etwas Glück von gemeinnützigen Vereinen o.ä. angeboten und sind dann insbesondere für Kinder und Jugendliche kostenlos oder zumindest vergleichsweise kostengünstig. Andere Workshops für Erwachsene, die 1-2 Tage dauern, können dagegen schon bei 50-100 Euro pro Tag liegen.

Wer darauf spekuliert, dass die Krankenkasse die Kurskosten übernimmt, sollte sich zuvor ganz genau informieren: In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur dann einen Teil der Kosten für Fitness- und Gesundheitskosten, wenn diese als Präventionskurse anerkannt sind. Im Fall von Aerobic ist das aber nicht der Fall, sodass eine Kostenübernahme relativ unwahrscheinlich ist.