Sauerkraut
Sauerkraut ist eigentlich Weißkohl, der mit Salz milchsäurevergoren wird. Das macht den Weißkohl nicht nur besser für uns verdaulich, sondern auch noch gesünder, weil wir so die Inhaltsstoffe viel besser aufnehmen können. Die Milchsäuregärung sorgt dafür, dass wir das gute Eisen aus dem Kohl in größeren Mengen aufnehmen können, davon enthalten 100 g Sauerkraut etwa 0,6 mg. Auch Kalzium (50 mg) und Kalium (290 mg) sind zu einem großen Teil für uns nutzbar und für den Tagesbedarf anzurechnen. Die Vitamine C (20 mg) und B6 (0,2 mg), die wichtig für unsere Nerven, Stoffwechsel sowie Blutbildung und Zellteilung sind, sowie Folsäure (30 µg) sind für unsere Ernährung wichtig. Nicht zu übertreffen ist der Wert des Vitamins K (60 µg), das schon bei 100 g Sauerkraut fast den ganzen Tagesbedarf deckt und vor Osteoporose schützt. Außerdem sind noch 2,1 g Ballaststoffe enthalten, die für eine geregelte Verdauung sorgen.
Die Senföle und die Milchsäure im Sauerkraut bringen unsere Verdauung auf Trab. Doch nicht jeder Bauch verträgt das gut. Abhilfe für empfindliche Mägen bringen hier Gewürze, die man dem Kraut beimischt, zum Beispiel Senf, Wacholderbeeren, Thymian, Majoran oder auch Kümmel. Meist finden wir das Kraut fertig gewürzt in verschiedenen geschmacklichen Nuancen pasteurisiert in Dosen oder Beuteln, frisch bekommen wir es auch oft auf dem Wochenmarkt. Natürlich kann man auch selbst sein Kraut vergären.
Die Zubereitung ist wirklich simpel. Kurz heiß werden lassen, eventuell zum Schluss noch etwas frisches Kraut untermischen, fertig. Früher wurde Sauerkraut sehr lange gekocht, um es weich zu machen, dabei gingen leider sehr viele Inhaltsstoffe verloren. Heute weiß man es besser und es kommen auch neue Sauerkraut-Rezepte auf den Markt, zum Beispiel mit exotisch mit Koriander oder scharf mit Chili.
